Braucht der Mensch Religionen um seine Grenzen zu kennen?

18 Antworten

Viele Menschen glauben, Religionen und Götter zu brauchen, um sich im Leben zurecht zu finden. Manche halten sich sogar aufgrund ihres Glaubens anderen gegenüber für moralisch überlegen.

Ich teile diese Meinung nicht. Der Mensch braucht weder Religionen noch Götter. Was er braucht, ist der gesunde Menschenverstand, Gerechtigkeitssinn, Verantwortungsgefühl und schließlich auch Gesetze, die das gesellschaftliche Zusammenleben regeln. Das sind die Grenzen, die wir uns setzen bzw. die die Gesellschaft uns setzt.

Jeder Mensch (bis auf wenige Ausnahmen) ist in der Lage zu lieben, Empathie sowie Mitgefühl zu empfinden, zu erkennen, was gut und was böse ist. Das ist es, was den Menschen ausmacht. Unsere Charaktereigenschaften sind bereits angeboren, sie werden geformt durch die elterliche Erziehung und die Umwelt, wir sammeln Erfahrungen, eignen uns Wissen an und werden so zu einer Persönlichkeit.

Dazu brauchen wir keinen Glauben an irgendwelche höheren Wesen, an die wir die Verantwortung für unsere Leben abschieben können.

Religionen dienen vor allem dazu, Menschen zu manipulieren und Götter brauchen wir nicht mehr, um uns die Welt zu erklären.

Gläubige sehen das natürlich anders, aber das ist ihr gutes Recht. Ich habe nichts gegen Religionen, solange sie Privatsache bleiben und niemandem schaden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nein (2.Kor.11,14; Offb.17,1-4).

"Gottes Wort" (Joh.17,17) genügt (Joh.14,6).

Woher ich das weiß:Recherche

Nicht zwangsläufig. Der Mensch wird sich halt selbst Regeln setzen, im Wechselspiel mit seiner jeweiligen sozialen Umgebung. Und selbst entscheiden.

Die Bandbreite dessen, was menschliche Gesellschaften für wünschenswertes Verhalten halten, ist enorm und extrem. Ohne, aber auch mit irgendwelchen Göttern. Ich muss mir ja nur einen Gott definieren, der Mord und Totschlag verlangt, und voilà, alles geht.

Der einzige Gott, der seit mehr als 4000 Jahren zuverlässig und gerecht auf der Seite der Unterdrückten, der Schwachen und der Armen steht, ist der Eine Gott der Thora und der Evangelien. Der ist definitiv gegen Mord und Totschlag. Den würde ich als moralischen Anker empfehlen.

Dieser Gott weiß, wie Menschen ticken, und was sie minimal an Gesetzen brauchen, um es gut miteinander auszuhalten. Den Rest überlässt er seit langem menschlichen Gerichten, sodass sich ein Gleichgewicht zwischen absolut und relativ einstellen kann, was gestattet, regionale Normen zu finden, ohne völlig die Spur zu verlieren.

Die Spurtreue lässt bei vielen atheistischen Systemen/Staaten ja sehr zu wünschen übrig. Bei einigen nicht-atheistischen stimmt es auch ganz und gar nicht. Das liegt dann wohl daran, dass die sich einen Gott definieren, der allerlei verlangt, und voilà, alles geht.

Nein, Gott ist gut, um Menschen in Grenzen zu halten und ihre Rechte zu beschneiden.
Die Idee von Gott ist genial. Wenn es ihn nicht schon gäbe, müsste er erfunden werden.

Halt du sie dumm, ich halt sie arm sagte der Fürst zu Bischof.

Nein

Um ein guter Mensch zu sein braucht es keine Religion sondern ethische Werte welche uns angeboren sind und nicht anerzogen oder einsuggeriert.

Der Mensch muss den Religionen Grenzen setzen. Religionen gehören weltweit auf das Maß eines Vereins/Interessengemeinschaft zurückgeführt. Sie haben schon so oft bewiesen und beweisen es heute noch wie gefährlich sie sind sobald sie etwas Macht in die Hände bekommen.

Absoluter Schwachsinn uns ist das nicht angeboren verfolge die Geschichte einfach

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@TentenKunoichi

Welcher Geschichte? Den Märchen aus der Bibel?

Befass Dich mal mit ethischen Werten, z.B. Liebe, Nähe, Vertrauen usw. Es sind Basiswerte die wir in die Wiege gelegt bekommen. Weitere kommen von den Eltern, und der Umgebung in der man aufwächst aber nicht von den Religionen.

Was war mit Menschen vor den Religionen? Was ist mit Menschen die noch nie etwas von Religion gehört haben? Was ist mit den ganzen Atheisten?

Kennen die alle keine Grenzen?

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@willione2811

Dann verstehst du nicht was ethische Werte sind. Aus der Philosophie schließt du Schlüsse, das ist die Ethik, und daraus entsteht die Moral.

Religionen sind auch ethische Werte, die aus der Frage nach dem Sinn des Lebens hervorgegangen sind.

Klar sind uns Bedürfnisse angeboren, Liebe, Nähe und Vertrauen uswusf., aber daran ist nichts ethisch.

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@Akaitori

Ich maße mir weder an Philosoph noch Wissenschaftler zu sein.

Erklär mir warum Liebe, Nähe, Vertrauen usw. keine ethischen Werte sind. Es gibt viele Listen von ethischen Werten im Internet. Da sind die von mir genannten immer dabei.

Das Religionen ethische Werte sind ist mir vollmommen neu. Sie verwenden diese Begriffe lediglich werbewirksam.

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@willione2811

Ethische Werte kommen aus der Ethik, und die Ethik ist ein philosophischer Prozess, dass heißt, dass ethische Werte nicht angeboren sind.

Liebe, Nähe und Vertrauen sind keine Werte, sondern menschliche Gefühle, welche angeboren sind.

  • Das Religionen ethische Werte sind ist mir vollmommen neu. Sie verwenden diese Begriffe lediglich werbewirksam.

Ja, aus den Religionen erwachsen eine gewisse Ethik und eine gewisse Moralvorstellung meiner Meinung nach.

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@Akaitori

Ich zitiere einmal einen weisen Mann, nämlich Dalai Lama:

Wir kommen nicht als Mitglied einer bestimmten Religion auf die Welt. Aber Ethik ist uns angeboren.

Aus dem Buch: "Der Apell des Dalai Lama an die Welt" "Ethik ist wichtiger als Religion".

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@willione2811

Damit meint der Dalai Lama, das Empfinden, zwischen "gut" und "böse" zu entscheiden sei uns angeboren (denn so ist die Ethik definiert, ich zitiere "Ethik ist die Lehre bzw. Theorie vom Handeln gemäß der Unterscheidung von gut und böse. Gegenstand der Ethik ist die Moral" ( https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/ethik-34332 ), und das ist schlicht nicht wahr, denn gut und böse ist eine Frage der Perspektive, Kinder und Jugendliche, die in der NS-Zeit geboren worden waren, hatten einen ganz anderen Begriff davon, was "gut" und "böse" war.

Damit wird dieses Zitat recht bedeutungslos.

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@Akaitori

Wir entfernen uns zu weit vom Thema. Ich hab andere Vorstellungen von Ethik und Moral, nachvollziehbare.

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@willione2811

nein, wir sind genau am Thema dran. Im Grunde ging es die ganze zeit um Ethik und Moral.

"Ich hab andere Vorstellungen von Ethik und Moral, nachvollziehbare."

Oh, ich kann deine Weisheit durch den Bildschirm durch erblicken.

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