Brauchen wir eine Weltpolizei?

9 Antworten

Hallo LoparkaLisa !

Leider sehe ich diesen Thread erst ein Jahr, nachdem du die Frage gestellt hast. Ich muss sagen, dass ich von verschiedenen der Antworten, die dir gegeben wurden, ziemlich enttäuscht bin. Da sprechen einige zwar von "Realismus" und einer im Grunde bösen Natur des Menschen sowie von "Versagen der UNO" und wollen deine Argumente damit lächerlich machen.

Dir möchte ich aber gratulieren und danken für deine positiven Ideen und dafür, dass du trotzdem an einen guten Kern in der Menschheit glaubst, trotz aller auch sichtbaren Mängel in der heutigen sozialen und politischen Organisation.

Als Leitsatz für dich gilt offenbar:  "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es".  Dieses Motiv für sein Leben als Maxime zu setzen, ist bestimmt besser als der leider verbreitete Pessimismus. Die gängigen "Optimismen", die leider fast immer noch nur auf Egoismus und darauf beruhen, mehr Geld als andere zu scheffeln und Konkurrenten aus dem Weg zu räumen, können aber meiner Meinung nach schon lange keine Leitschnur mehr sein.  

Also: nochmals vielen Dank !  Und ich hoffe, dass einige, die dies hier lesen, deine Gedanken nochmals in Ruhe auf sich wirken lassen. 

Nein 

Eine politische Macht die damit legitimirt ist die überall wenn es ihnen passt einzugreifen oder auch nicht dann nimmt das im nahen Osten was die usa angerichtet haben grössere Ausmaße an 

Egal ob Russland,  usa,  China oder wer auch immer,  einem alleine das Zepter in die Hand zu drücken ist gelinde gesagt Abenteuerlich 

Statdessen sollte man doch zsm Arbeiten.  Grade zb im Falle IS,  aber was passiert?  Lieber Bomben sich die usa und Russland selbst weg, Russland weil es seinen Einfluss und Beziehungen halten will Bombt alles Assad aus dem Weg,  die usa der Opposition die genauso schlimm ist um dort wieder Einfluss zu gewinnen. 

Oder in der Ukraine 

Nachdem jeder mit dummen Aktionen einen bk provoziert hat versuchen nun gleichermaßen die Nato mit den Kiew Faschisten und Russland mot den Rebellen die Krieg in ihre Bahnen zu lenken in der Hoffnung ( beide Seiten)  in pro RUS oder pro EU Regime etablieren zu können 

Eine einzelne Welt Polizei halte ich für Schwachsinn,  denn das würde das Chaos jz weiter tragen und noch legitimieren 

Man könnte ja sagen diese Welt Polizei beinhaltet alle politischen grossen der Welt,  aber das hat mal in der UN ja auch,  wo man ebenfalls gegenseitig versucht sich auszustechen 

Also sehe ich für eine gewählte Welt Polizei keine Zukunft und keinen Bedarf 

Ich spreche von Zusammenarbeit. Und ich spreche von einem Szenario, welches vieler Änderungen bedürfte. Ein Bündnis wie die Nato ist ein Witz, da hier erst recht macht zentralisiert wird. Ich spreche von der theoretischen,und nach viel Arbeit vielleicht praktischen Möglichkeit einer fairen Übereinkunft zwischen allen Nationen,welche dafür sorgt, dass keine der einzelnen Nationen zuviel macht an sich reißt. Dafür müsste es natürlich auch möglich sein die Menschen an der Spitze abzuwählen , um von den jeweiligen Nationen, neue, weniger Machtbesesse Menschen zu Verfügung zu stellen . Ein Bündnis mit dem einzigen Zweck, Gewalt zu unterdrücken. - die Durchführung müsste natürlich transparenter als alles andere uns bekannte sein, um jeglichen Missbrauch auszuschließen. Meiner Meinung nach ist die einzige Lösung Gewaltfreiheit herzustellen , sicherzustellen , dass die Gewalt gleich verteilt ist . 

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@LoparkaLisa

Das klingt ja wie der Kommunismus in der Theorie gut,  aber scheitert am Mensch in der Umsetzung 

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@S0WJETsocialist

Mit einer solchen kurzsichtigkeit, ja . Da bist du ein guter Beweis. Deine Worte schließen ein gelingen aus.

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@LoparkaLisa

Nennt sich realität 

Solltest du auch mal mit Kontakt knüpfen 

Dieses Vorhaben ist naiv und scheitert aus den genannten Gründen

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Also, es gibt ja bereits Länder, die sich als Weltpolizei aufspielen. Die USA bezeichnen sich gern so. Aber darum geht es hier nicht. Vorweg: Irgendwas auf Kulturen zu beziehen, ist hier Unsinn, denn nach der Logik könnte man auch behaupten, dass ein Staat, in dem Bayern, Sachsen, Sorben und eine dänische Minderheit lebt, nicht funktionieren kann. Deutschland ist genau das, und es funktioniert. Immer weiter übergeordnete Organe haben in Europa bisher für mehr Frieden gesorgt. Standen sich früher das Königreich Sachsen und das Königreich Bayern gegenüber, So waren die letzten Kriege zwischen Deutschland und Frankreich. Heute kämen die Freistaaten Sachsen und Bayern niemals mehr auf die Idee, einander anzugreifen. Und dank der EU werden sich auch Die Länder Europas immer weiter verflechten, bis hin zur Europäischen Armee. Wie sollte dann ein Krieg zwischen den Staaten aussehen? Es wäre der perfekte Frieden. Diese Überlegung ließe sich auf lange Sicht natürlich auch auf die Welt beziehen, dann hätten wir eine Art Weltregierung, und man bräuchte keine Armee mehr, denn es gäbe ja keine Gegner mehr. Nun haben wir aber kaum noch Kriege Staat gegen Staat. Bei heutigen Konflikten findet man bestenfalls noch einen der beiden Kontrahenten auf der Landkarte. Gegner sind heute der IS, Al Qaida, Abu Saiaf, die ETA, die IRA, prorussische Rebellen in der Ukraine usw. (Meiner Ansicht nach können wir hier auch Banken, z.B. Deutsche Bank, und internationale Konzerne, z.B. Volkswagen, BlackRock, mit reinzählen, falls diese Aufreihung jemandem komisch vorkommt, bitte nachfragen, ich kanns erklären) Wie willst du hier eine Weltpolizei sinnvoll tätig werden lassen? Einmal zusammenarbeiten und die Bösen entwaffnen? Dann müsste irgendwer auf den Tisch hauen und die Richtung vorgeben. Im Sinne der Demokratie jemand, der durch Wahl von allen Menschen dieser Welt legitimiert ist. Und dann fällt irgendwem ein, dass eine Intervention gegen Terrorgruppe XY den eigenen Interessen widerspräche. Also hält sich derjenige einfach nicht dran, was der "Weltchef" beschlossen hat. Wie will an ihn zwingen, wenn es sich um ein ganzes Land handelt? Lange Rede, kurzer Sinn: Deine Überlegung zur Weltpolizei ist theoretisch ganz gut. Aber es stellt sich die Frage nach der demokratischen Legitimation dieser Weltpolizei und danach, wer ihr das Recht gibt, unmittelbaren Zwang auszuüben. Weiterhin, welche Mittel sie dabei anwenden darf. Außerdem gehst du davon aus, dass alle, die Macht und Einfluss haben, doch im Grunde das selbe Ziel verfolgen: Frieden. Nur ist dem nicht so. Zu viele wirklich mächtige verfolgen nur persönliche Ziele, suchen den eigenen Vorteil. Und sie sind bereit, andere Menschen und kommende Generationen dafür bezahlen zu lassen. Wer das wirklich liest, Hut ab.

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