Brauchen wir die EU noch?

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14 Antworten

Deutschland ist eine starke Exportnation. 

Aus diesem Grund ist es für Deutschland von Vorteil in einem großen und freien Markt agieren zu können, in dem keine Handelsschranken gelten. Das schafft und sichert bei uns Arbeitsplätze und schafft Wohlstand. 

Weiter tut es einer Exportnation wie Deutschland gut, wenn sie Teil einer gemeinschaftlichen Währung ist, die für die deutschen Verhältnisse unterbewertet ist. Dies schützt unseren Binnenmarkt vor Billig-Importen und fördert die Exporte. 

Da Deutschland die wirtschaftlich stärkste Nation in der EU ist, hat Deutschland auch dementsprechend großen Einfluss. Diesen kann Deutschland über die EU auch weltweit geltend machen. 

Unterm Strich also ist die EU für Deutschland eine gute Sache. 

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Wer ist denn "wir"?

Die weltpolitische Entwicklung, die mit dem Schlagwort "Globalisierung" zusammengefasst wird, tendiert zu Großräumen, die sich politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich organisieren, um die zahlreichen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Solche Räume, die, wie vielleicht Afrika, diesen Schritt nicht oder nicht schnell genug schaffen, drohen langfristig wirtschaftlich und bevölkerungspolitisch abgehängt zu werden.

Europas Völker waren für zwei Jahrhunderte weltbestimmend, die mächtigsten Staaten der Welt. Diese Zeiten gehen dem Ende entgegen, weil die militärische Durchsetzungsfähigkeit, um andere Völker zu beherrschen, weder militärisch noch mental mehr gegeben ist, weil militärische Technik und Macht heute durch Waffenhandel überall verbreitet wird, aber die Mentalität der europäischen Völker nach zwei furchtbaren Weltkriegen sich dahingehend geändert hat, möglichst keine Kriege mehr zu führen und ein Selbstbestimmungsrecht für alle Völker anzuerkennen.

Die Folgerungen, die sich daraus ergeben, sind: Europas Völker müssen 1. eine starke Gemeinschaft bilden, die militärisch in der Lage ist, sich gegen jeden Feind zu verteidigen, 2. zugleich wirtschaftlich so stark zu sein, dass Europa in Weltwirtschaft und Welthandel eine bedeutende Rolle beibehält und 3. auf diese Weise den hohen Lebensstandard der europäischen Bevölkerung sichern kann.

Europa kann es sich also nicht leisten, auf Dauer uneinig zu sein oder sogar in einen auf unsolidarisches, egoistisches und aggressives Verhalten abzielenden Nationalismus zurückzufallen! Das sollten zumindest die meisten europäischen Völker endlich zu begreifen lernen - und ich bin zuversichtlich, dass sie das spätestens in einigen Jahrzehnten endlich begriffen haben.  :-)


Wir Europäer brauchen die EU in jedem Falle, mag sie auch im heutigen Zustand keinesfalls vollkommen sein! Gewisse Entwicklungen brauchen eben Zeit.


MfG

Arnold



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Hallo,

zu Deiner Frage:

Brauchen wir die EU noch?

Deine Frage ist etwas unkonkret und impliziert, das wir die EU zwar Mal benötigten, jetzt aber vielleicht nicht mehr.

Als Erstes müsste geklärt werden wer "WIR" sind. Damit könnten wir Europäer oder auch "WIR" Deutschen gemeint sein.

Für die Wirtschaft und die Finanzen ist ein starkes und einiges Europa sehr wichtig. Dabei spielt auch die europäische Währung, der Euro, eine große Rolle. Am größten profitieren Exportnationen. Die größte europäische Exportwirtschaft besitzt Deutschland.

Die EU ist aber mehr als nur ein Wirtschaftsraum. Es ist die Idee von Freiheit und Frieden für Europa.

Bei allen Problemen, die es in Europa gibt, innerhalb der EU gab es nie wieder einen Krieg. Alle Menschen der EU Mitgliedsstaaten haben das Recht innerhalb dieser Grenzen sich frei zu bewegen. Es gibt keine Grenzen mehr. Wer statt in Deutschland lieber in Frankreich oder Italien leben und arbeiten möchte, zieht einfach dort hin.

Natürlich gilt es entschlossen an den durchaus noch gravierenden Problemen vereint zu arbeiten.

Aber die Idee EU lebt in den Menschen, auch wenn sie noch nicht bei Jedem angekommen ist und manche die Vorteile nicht erkennen oder erkennen wollen.

Ob wir etwas brauchen oder noch brauchen, hängt davon ab was wir wollen, welche Ziele wir haben.


Gruß, RayAnderson  😏

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Die EU ist im Zweifel ein Fall von evtl. gut gedacht, aber grottenschlecht gemacht. Das war eigentlich schon vor der Einführung des EURO so. Im Prinzip ist die EU ein teurer, aufgeblähter Apparat abgestellter Politikpensionäre, die als Verdienst für ihre Parteitreue noch einen Obulus obendrauf erhalten. Immer mehr entpuppt sich die EU jedoch als ein Katalysator der Ent-Demokratisierung in einen Zentralverwaltungsstaat und der Vermögensverschiebung von unten nach oben. Wenn Wähler in Deutschland immer noch meinen, mit der Zustimmung zu bestimmten Parteiprogrammen auch eine bestimmte Politik zu wählen, dann haben sie sich mehrfach getäuscht oder täuschen lassen. Der Großteil der Wähler weiß nicht, dass mehr als 60% der Gesetzesvorlagen für den Bundestag aus Brüssel kommen. Aus Brüssel, nicht aus Straßburg, denn das EU-Parlament hat keine eigene Gesetzesinitiative, die dürfen nur Vorlagen aus Brüssel beraten. Wer aber in Brüssel bestimmt, ist von NIEMANDEM JE gewählt worden!

An der Frage gefällt wieder mal das WIR nicht. Die Frage würde besser lauten, WER profitiert von der undemokratischen Zentralverwaltung in Brüssel? Etwas plakativ könnte man sagen, dass Brüssel die Abstimmungszentrale von Politikeliten, Bankeliten und Wirtschaftseliten ist. Über die Kopfsteuer für die Medien hat man diese auch in Deutschland im Griff. Dazu kommen noch sonstige Vergünstigungen von Medienbossen über finanziell gut ausgestattete Beteiligungen in politischen Entscheidungsgremien über die Parteien hinweg, von deren Einfluss die Bürger nichts ahnen. Jetzt muss man sich ehrlicherweise die Frage stellen, wie eine Massengesellschaft sonst gesteuert werden soll? Erst recht, wenn man sie entpolitisiert hat, dumm gemacht hat und durch Multikulti einheitliche Interessenlagen aufgesplittet hat. Der sogenannte Niedergang der Volksparteien SPD und CDU hat auch darin ihren Grund, was beide offensichtlich nicht begreifen.

Zur Frage: Wem nützt die EU muss man sich anschauen, wohin die EU steuert. Einmal Entdemokratisierung. Zum anderen werden auf Teufel komm raus Milliarden verpulvert, die der Steuerzahler finanziert, von dem die beauftragten Unternehmen und Mithandaufhalter aus Politik und Verwaltung profitieren. Profitiert Deutschland? Wer - ganz Deutschland? oder wer in Deutschland. Tatsache ist, es gibt inzwischen eine heftige Vermögenssteuer auf Geldvermögensbestände, die Sparer trifft, Mittelstand (die ihre Reserven nicht im Ausland anlegen können) und Vorsorger (Krankenvorsorger, Rentenvorsorger). Wenn in Italien deutsche Autos verschenkt werden, nutzt das deutschen Autobauern und indirekt ein wenig den Arbeitnehmern dort, finanziert allerdings von allen anderen, wenn die Auszahlung an die Autobauer nur in uneinbringbaren Forderungsbeständen der Deutschen landet. Das ist Produktvergabe auf leere Versprechen. Doch die leeren Versprechen bleiben am Steuerzahler hängen, nicht an der Firma, die bekommen ihr Geld. Ist jetzt klar, warum die Industrie für Europa ist? Europa ist auch staatlicher Zwangskonsum mit Zwangsfinanzierung durch Steuerzahler vor allem im mittleren Bereich.

Die wenigsten wissen, was es bedeutet, wenn die EZB in unvorstellbarer Milliardenhöhe wertloses Kloopapier von Banken und Konzernen in wertige EURO umtauscht. Da werden den einen Schulden abgenommen, Finanzierungen einseitig erleichtert und den anderen, den Steuerzahlern Schulden aufgebrummt. Da wird der Ausbau der Großindustrie zu Lasten des Mittelstands gefördert. Da sich die wenigsten im Finanzkreislauf auskennen, ahnen sie nicht, dass diese Schulden als Forderungen an sie kursieren und sich beileibe nicht in Luft auflösen. Und dann heißt es plötzlich, wir müssen mehr Steuern für eine verhunzte Altersvorsorge bezahlen, um Altersarmut abzuwehren. Keiner sagt, dass die kommende Altersarmut eine Teil-Einlösung der angeblich nicht existenten Schulden darstellt. Es hat schon einen realen Grund, warum die Unwissenheit des Wahlvolks gezielt nach unten gefahren wird. Das alles ist EUROPA und dieses EUROPA schadet der Mehrheit und nutzt nur wenigen.

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Die EU an sich war eine tolle Idee! Diese Idee könnte theoretisch fortgesetzt werden, bis ALLE Länder sich vereinigt haben. Praktisch geht das aber nicht, weil die Kulturen, Überzeugungen und die Politik jedes Landes zu verschieden ist. Deswegen gibt es ja leider Kriege. Ich denke, jedes Land kann auch gut ohne EU leben - naja, nicht jedes: Diejenigen, die Geld brauchen, werden um die EU kämpfen. Deutschland hat kaum eine Wahl wegen unserer Vergangenheit. Es ist sehr spannend im Moment! Und es macht Bauchschmerzen.

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Sagen wir mal so, die Bevölkerung braucht keine EU, die Schweiz und einige andere westeuropäische Staaten beweisen es, die multinationalen Konzerne schon. Gwenau für die wurde auch diese Allianz gezimmert, doch nicht für uns 08/15 Leutchen, wir sind nix weiter als bloße Konsumenten und fertig. Und ja, arbeiten für die Multis, das dürfen und sollen wir natürlich aucvh, möglichst mit geringem Lohn versteht sich.

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Interessant, wie die Schlaumeier langsam aber sicher von der Beantwortung der Frage abkommen und sich leicht anrempeln. Was soll das? Jeder hat das Recht zur freien Meinungsäusserung, und meine Meinung ist eben meine Meinung ohne Ansprüche. Zur Frage: Wir brauchen die EU, aber nicht in der jetzigen Form und den Wahnsinnskosten. Jedes Kommissionsmitglied kassiert monatlich weit mehr als 20.000 Euro, sog. Nebenkosten nicht eingeschlossen. Die gesamte Kommission ist total überflüssig und zwar auch Herr Juncker. Es gibt obendrein das Europ. Parlament. Somit wird täglich zwischen Brüssel und Straßburg hin und hergeflogen, was wiederum einige hundert Millionen kostet. Die Gesamtkosten sind derart hoch, dass einem schaudert, und ich bin der Meinung, es geht auch anders,.Das Parlament für sich würde genügen, genau wie es in Berlin, in den einzelnen Bundesländern auch der Fall ist.Sicher ist jedoch, niemand wird bereit sein, diese offene Geldquelle versiegen zu lassen. Schlussantwort: Dieses Europa ist eine Fehlkonstruktion, die wir absolut nicht brauchen.

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Wieso noch?
Die hat es nie gebraucht, denn wozu gibt es wohl den EWR? https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Wirtschaftsraum

Der Punkt ist, was man mit der EU wollte, die Vereinigten Staaten von Europa.
Die Schnapsidee ist Churchill einst in einer Whisky Laune entsprungen.
Seither gehts fleißig an jeder Verfassungswirklichkeit vorbei.

Das heutige Problem ist die EU wieder zu entflechten.

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Natürlich.

WIr als Exportweltmeister und unser gesamter Wohlstand und Lebensstandard sind abhängig vom freien Zugang zu freien Märkten.

Nur wirtschaftpolitisch völlig der Schlafkrankheit anheim gefallenene, ahnungslose Nationaltümler phantasieren sich eine Traumscheinwelt zusammen, in der Deutschland als Autist besser dasteht...

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Die Frage ist abstrus und wohl nicht ganz ernst gemeint.

Die Bedeutung von Staatenbünden für Frieden, Wirtschaft und politische Macht nimmt mit der ungebrochenen Ausweitung von Globalisierungen in allen Bereichen ja immer weiter zu. Das Wort "noch" in deiner Frage impliziert das Gegenteil der Lage.

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Nein ! Wir brauchten dieses künstlich und krampfhaft von Kohl & Co. zusammengezimmerte Konstrukt NIE; es führte zu einem Nationalismus ohnegleichen zum einen, zu einem sprunghaft angestiegenen Rechtsradikalismus zum anderen.

Ich hoffe, die Kausalität zwischen den drei Komponenten ist klar, liegen auf der Hand.....

pk


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Es ist bezeichnend, dass du diese Frage überhaupt stellst. Die EU ist mit unter eine der größten Errungenschaften, die es bisher gegeben hat. Sie ist das wichtigste innereuropäische friedenstiftende Element. Wir alle können in der EU hingehen arbeiten leben wo wir wollen. Wir waren nie freier.

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Kommentar von neuimverkehr
21.09.2016, 21:46

Das heißt, in der Schweiz und Norwegen ist es unmöglich, zu arbeiten?

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Eine EU kann nur zusammen mit Rußland funktionieren und nicht als Kolonie der USA.

Wir sollten uns frei machen und zusammen mit Rußland eine eurasische Union begründen, in der alle Völker in Frieden leben. Maximale Souveränität für die Einzelstaaten, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Verteidigungsbündnis gegen äußere Rivalen.

In der jetzigen Form hat die EU keine Zukunft.

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Kommentar von AriZona04
21.09.2016, 20:35

Das meinst Du nicht ernst!

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Kommentar von IanGaepit
21.09.2016, 21:00

Ich glaube nicht, dass eine solche Union dauerhaft funktionieren würde. Wenn "wir" die Bande zu den USA, Saudi Arabien usw. brechen würden, würde auf einmal die volle Kontrolle über die Ressourcen Westeuropas (im Sinne von alles westlich der Ukraine aber einschließlich der Baltischen Staaten) an Russland fallen. Damit könnte Russland ggf. eine Hegemonialstellung innerhalb der Union, gewinnen. Russland selbst würde ohne ein solches Druckmittel auf Dauer allerdings viel zu sehr gegenüber den westlichen Großmächten ins Hintertreff geraten, die ohne eine russische Hegemonie die politisch Kontrolle über die Union hätten, besonders unter dem Aspekt, dass die ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten, schon aus Prinzip gegen Russland agieren würden. Wenn diese überhaupt bereit wären eine Union mit Russland ein zu gehen, was zu tiefst zu bezweifeln ist.

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Kommentar von Crack
21.09.2016, 21:36

Eine EU kann nur zusammen mit Rußland funktionieren und nicht als Kolonie der USA.

Ich kann nicht erkennen das Europa eine Kolonie der USA ist,
worauf begründet sich Deine Aussage?
Sind es die hauptsächlich wirtschaftlich und strategisch ähnlichen Interessen die Dich zur Meinung bringen wir wären Vasallen der USA?

Und, warum sollte man dieses Bündnis opfern um ein neues mit Russland einzugehen - wobei Russland uns doch sehr viel fremder ist als die USA?

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Kommentar von barfussjim
22.09.2016, 00:36

Am Besten noch gleich die Türkei dazu. 

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Ja 

Allerdings müsste sich die EU mal in einigen Dingen an die Nase packen und reformieren 

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