Brauchen Pferde wirklich Hafer und/oder Gerste?

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6 Antworten

GErste sowieso nicht. Zu hart. Die muss aufgeschlossen werden. Mit allen Nachteilen. Die Araber in ihrer Urheimat bekommen zwar Gerste, aber das soll eine andere Gerstenart sein, als man sie hierzulande anbaut.

Ansonsten kommt es auf Rasse und Haltung an. Meine 17 j Vollblutaraberstute lebt in einem Offenstall und ich fange nun an, ihr etwas Hafer zuzufüttern.

Da sie 17 ist, also schon ältere Zähne hat, füttere ich keinen ganzen Hafer mehr. Da ich keine Haferquetsche habe, kann ich aber auch keinen Sack Walzhafer kaufen. Der ist ja nach kurzer Zeit unbrauchbar.

Meine Stute bekommt normalerweise das Agrobs Alpengrünmüsli. Darunter mische ich nun immer mal wieder eine Tüte Haferflocken. Von Aldi, Lidl, Edeka etc... So eine Tüte kostet nicht viel, unter 50 c , wertet aber das Agrobszeug auf.  (Tipp von der Tierärztin, die das mit ihrer 30 j. Tinkerstute auch macht.)

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Gerste ist ja eher ein Ausweichfutter, wenn aus irgendeinem Grund Hafer nicht möglich ist, weil für die Pferdefütterung nicht wirklich sinnvoll. Ich musste mal Gerste geben, weil es unumgänglich war, dass ich mit dem Kraftfutter meines Pferdes in Kontakt war und auf das Anfassen von Hafer alleine hochgradig allergisch reagiert habe ... was inzwischen übrigens Vergangenheit ist, seit ich nicht mehr in ammoniakgeschwängerte Innenstallluft komme. Natürlich ist es für mich sehr belastend, z.B. Hafer von einem Futtersilo in ein Behältnis zu lassen und dabei stehen zu bleiben, aber das ist kein Vergleich zu der Atemnot, die ich früher alleine beim Füttern bekommen habe. Da war mir aber bewusst, dass ich ihm ernährungsphysiologisch Nachteile verschaffen muss.

Hafer braucht ein Pferd dann, wenn aufgrund seiner Leistung oder auch einer gewissen Schwerfuttrigkeit die Energie rein aus Heu, Weidegras und Mineralfutter nicht ausreicht. Das merkt man seinem Pferd ganz gut an.

Mein Pferd (Warmblut im schmalen, blütigen Typ) kommt ohne Kraftfutter nicht aus, also gebe ich heute Hafer und gab eben seinerzeit Gerste.

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Kommentar von Nana15122110
04.10.2016, 13:29

Hat jemand Tipps, welches Mineralfutter gut ist von der Zusammensetzung? In meinem jetzigen steht etwas von Melasse und das soll ja nicht wirklich gut sein.

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Ein Pferd das nicht gearbeitet wird, braucht normalerweise kein Kraftfutter. Da reicht Heu/Gras, Stroh und ein gutes Mineralfutter.

Es gibt allerdings Hochblütige Pferde, da muss man schon was zufüttern.

Das kommt ganz auf die individuelle Konstitution des Pferdes an.

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Nein, ein Pferd, das nur eine Stunde am Tag geritten wird, braucht normalerweise kein Kraftfutter.

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Hallöchen, 

Nein... 

Mineralien... Heu.. Und Gras reicht aus..  Bei einem Pferd das mehr Rum steht als das es was tut..  

Und wenn kommt es drauf an was du mit deinem Pferd tust...  Soll es im Sport gehen..  Dann braucht es ein kraftfutter...  

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Die generelle Antwort ist NEIN.
Bei der Arbeit außer wirkliche Sportpferde brauchen unsere normalen Freizeitpferde eigentlich generell kein Kraftfutter - zumindest keines mit Getreide. NAtürlich ist dies auch von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Aber wenn du vielleicht etwas detaillierter beschreibst um was es geht, kann ich dir evtl. auch eine bessere Antwort geben.

Viele Grüße

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Kommentar von Nana15122110
04.10.2016, 09:40

Welsh Cob, 2 Jahre alt.. der Stallbesitzer meinte er braucht Gerste und wenn es mit dem Longieren losgeht (in 1 Jahr) braucht er auch schon Hafer. Ich kann es mir nicht vorstellen, Ich fütter im Moment Heu, Mineralfutter, Möhren und manchmal einen Apfel

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Kommentar von Nightlover70
04.10.2016, 09:48

Ne, braucht es nicht.
Das ist dann eher schädlich für das Pferd.

Kennst Du das Sprichwort:
"Den sticht wohl der Hafer" !!

Sagt man wenn jemand zu übermütig ist, bezieht sich aber letztendlich von seiner Herkunft auf die Pferde.

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Kommentar von 231Sandra
04.10.2016, 09:57

Wie gesagt Hafer und Gerste braucht er auch dann erstmal definitiv nicht. Da der Hafer als "schneller" Energieträger für Pferde dient. Er von der Energie aber nicht viel hat. ==> Jetzt mal ganz plump gesagt. Warte doch erstmal ab und schau wie sich dein kleiner macht. da kann man auch ganz anders unterstützen. Wichtig für den kleinen Mann ist in erster Linie viel Bewegung mit seinen Kumpels auf Wiese und genügend Raufutter.

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Kommentar von Baroque
04.10.2016, 12:12

Was willst Du denn mit "zumindest keines mit Getreide" sagen?

Hafer ist das einzig sinnvolle Kraftfutter für Pferde, alles andere eine "Notlösung" mit ernährungsphysiologischen Nachteilen, die ich ausschließlich dann in Betracht ziehen würde, wenn die Gründe, warum ich keinen Hafer geben kann, stark genug sind.

@Nana15122110, Karotten und Äpfel würde ich definitiv vom Speiseplan streichen, erst recht bei so einem jungen Pferd. Beides bringt viel Zucker mit sich, Äpfel sind auch noch sehr sauer, damit schwächt man die Darmflora und grade im jugendlichen Alter der Pferde wird das Darmimmunsystem ausgebildet, das so enorm wichtig ist. Es entscheidet darüber, ob das Pferd bezüglich Endoparasiten Null-, Niedrig- oder Hochausscheider wird, ob es Ekzemneigung oder ähnliches hat. Einem Pferd mit gefestigtem Stoffwechsel spendiere ich schon auch mal eine Karotte, wenn in meiner Küche eine übrig bleibt, aber definitiv keinem Jungpferd oder geschwächtem erwachsenen Pferd. Äpfel gibt es für meine Pferde gar nicht, die ess ich besser selber.

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