Brauchen nur schwache, unselbstbewusste Leute einen Gott, an dem sie sich anlehnen können, wenn sie nicht mehr weiter wissen?

19 Antworten

"Der selbstbewusste, starke Mensch verlässt sich immer auf seine eigenen Stärken und braucht auch keinen Teddybär wie Kinder ihn oft brauchen."

Diesem Satz stimme ich voll zu.

Vor allem suchen sich viele Menschen ein Idol, und wenn unter den "gewöhnlichen" Idolen nichts geeignetes dabei ist, dann muß es eben ein Gott sein, der dem entspricht, was man sich so unter einem Gott vorstellt. Ein Extrabonbon dabei ist, daß man mit einem solchen Gott auch noch sprechen kann, ungefähr so, wie Kinder mit ihrem Teddybären, jedoch mit der Einschränkung, daß so ein Teddybär im Gegensatz zu einem Gott nicht unbedingt als Autorität angesehen wird.

Das sind aber mehr unbewußte Vorgänge, die durch die bloße Existenz von Religionen gefördert und durch religiöse Indoktrinationen in sehr frühen Lebensjahren weitgehend vorbestimmt werden. Das Nachdenken darüber, sofern es erfolgt, kommt später.

Unter "brauchen" verstehe ich in solchen Zusammenhängen, daß Menschen ein möglichst beständiges Leitbild brauchen, nach dem sie sich formen. Dieses Leitbild befindet sich meiner Ansicht nach vor allem im Kopfkino, und es wird intensiv verteidigt, ist also auf den Schutz durch den Menschen angewiesen (paßt gar nicht zu dem Gedanken, daß der Mensch auf den Schutz durch seinen Gott angewiesen ist).

Durch solchen Gottesglauben entsteht auch eine für den Menschen brauchbare emotionale Stärke, die sich sehr oft auch als Stärkung für das Leben allgemein zeigt. Wenn aber dieser Gott eine Kopfkinogestalt ist, dann existiert die daraus erfolgende Stärkung auch nur im Kopfkino, und wo sie sich im Fall der Nagelprobe als Seifenblase erweist, da geschieht dann eben das, was auch noch menschentypisch ist - entweder fühlen sich Betroffene als von Gott Geprüfte oder als aus Glaubensgründen Verfolgte, oder sie zweifeln an ihrem Gott und fangen an, mit dem herumzuhadern, was sie in ihrem Kopfkino zu ihrem Gott erhoben haben.

Hier müßte dann die Frage gestellt werden, ob Menschen ihre Wolkenkuckucksheime brauchen oder nicht, wenn sie schwach sind und zu wenig Selbstbewußtsein haben.

Eine ganz andere Sache ist die Frage, ob Menschen z. B. die Naturgesetze brauchen, ein Bewußtsein oder schlechthin ihr Leben. Diese Frage läßt sich wohl klar mit ja beantworten, ganz unabhängig von Schwäche, Stärke, Wolkenkuckucksheimdenken und Realitätssinn.

Genau diese Dinge kann man als Bündel betrachten, dazu auch noch ethische Notwendigkeiten, und dieses Paket kann man ebenfalls als Gott bezeichnen, wenn man es so sehen möchte. Das hat dann aber rein gar nichts mit Religion zu tun.

Wie definierst du denn Stärke? Sind diejenigen die behaupten stark zu sein es tatsächlich? Man kann immer viel vorgeben oder nach außen vermitteln, ohne die Wirklichkeit zu berühren. Wie es innerlich in einem aussieht, ist oft ganz unterschiedlich zum äußeren Auftreten. Es gibt auch immer gute Schauspieler. und Menschen, die sich selbst und anderen etwas vormachen. Aber davon abgesehen - wer ist vor einem allmächtigen Gott nicht schwach?

Sicherlich gibt es Menschen, die sind stärker als andere (innerlich und äußerlich) aber mit dem Glauben an Gott hat das nichts zu tun. Es gibt solche und andere die beide an Gott glauben oder auch nicht. Wer aber grundsätzlich meint niemanden zu brauchen und selbst alles regeln und erreichen zu können, hat eher ein Wahrnehmungsproblem als einer, der weiß, daß er im Leben auch Hilfe und Unterstützung benötigt. Und dies für alle Mögliche. Wie immer man auch ist als Mensch (oder noch wird), seine Sünden kann man nicht loswerden ohne die Gnade Gottes und den Glauben an die Vergebung am Kreuz durch Jesus Christus!

Wir haben diese Erlösung alle bitter nötig und wer meint es gibt keinen Gott und keine letzte Instanz, vor der wir Rechenschaft ablegen müssen über unser Leben, der wird sich noch wundern. Gott existiert und unsere Schuld ist Realität. Ohne Glauben an das Evangelium geht man verloren. Und ohne Demut vor Gott wird man das auch nicht einsehen.

Ich kann nur für mich selbst sprechen. Und mir hilft der Glaube gerade in schwachen Momenten sehr weiter. "Anlehnen" ist für mich allerdings nicht das richtige Stichwort. Ich habe im religiösen Erleben eher Einheits- als Du-Erfahrungen.

Und so selbstbewusst und stark, dass ich mich "immer auf (m)eine eigenen Stärken" verlasse, möchte ich eigentlich gar nicht sein. Da bin ich lieber schwach und religiös.

Gute Freundin (20) ist verzweifelt. Wie kann ich ihr helfen?

Guten Morgen Leute,

Ich habe folgendes Problem: Eine gute Freundin (20) hat mir anvertraut, dass ich sie falsch eingeschätzt habe. Ich sah sie immer als starke, selbstbewusste Frau, die weiß wo es lang geht.

Aber in Wirklichkeit sieht es anders aus:

Sie hat mir erzählt, dass sie sich jedes mal durchschlagen muss. Sie taucht manchmal in eine Art "Mutterrolle" ein. Sie erledigt zum großteil die ganze Arbeit, hilft immer wo sie auch kann, da es die anderen nicht schaffen und musst dann ständig die Verantwortung für die anderen übernehmen. Sie wird dann nur noch beschuldigt und da sie ein emotionaler Mensch, die schnell ein schlechtes Gewissen bekommt gibt sie dann auch früher oder später nach. Sie fühlt sich innerlich gebrochen und sieht alles so hoffnungslos.

Dazu kommt noch, dass sie das Gefühl hat wertlos zu sein. Sie sieht echt gut aus. Dennoch zweifelt sie an sich, ob sie nicht die Männer nur langweilt. Sie bezeichnet sich sogar selbst als eine Art "Spielzeug", wertloses Mist*****, "30 Minuten-interesse" usw. Mit anderen Worten: Eine Frau, die überhaupt nichts wert ist.

Leider ist das bei ihr seit ihrer Kindheit. Ihre Eltern haben ihr schon dieses Gefühl gegeben und später auch der eine oder andere Partner, wo es auch ziemlich heftig ausging.

Jedenfalls versuche ich ihr die ganze Zeit zu helfen, aber irgendwie komme ich nicht an sie heran. Vor allem als sie mir erzählt hat, dass sie kurz davor stand sich selbst zu verletzen, da haben bei mir erst Recht die Alarmglocken geläutet.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, was ich noch machen könnte?

Könnte ich ihr vielleicht irgendwas empfehlen? (Ein Ratgeberbuch, einen Kurs, eine Therapie oder sonst was in dieser Richtung)

Kennt ihr vielleicht noch andere Lösungen?

Ich bedanke mich schon mal für jede hilfreiche Antwort!

Euer laime ;)

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