Brauchen Gläubige unbedingt Gotteshäuser?

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Ich spreche jetzt aus freikirchlicher Sicht.

Alleine kann ich natürlich zuhause beten, mit einer kleineren Gruppe ebenfalls (nennt sich dann Hauskreis oder Kleingruppe, wenn es eine Untergruppe einer Kirchengemeinde darstellt, ansonsten Hausgemeinde).

Aber es geht ja darum, sich in einer größeren Gruppen zu treffen. Es geht auch darum, sich auszutauschen, Gemeinschaft zu haben und Ressourcen zu bündeln.

Und da wird es ab einer gewissen Anzahl Personen schwierig. Anfangs mietet man sich am Sonntag einen Raum, um sich zu treffen. In manchen Ländern wird das grundsätzlich so gemacht. Wenn möglich, mieten oder kaufen Freikirchen ein Gebäude oder Räume, damit sie auch unter der Woche einen Platz haben für Angebote und Treffen, damit sie am Sonntag nicht alles umräumen müssen und um dort auch die Büroräume unterzubringen.

Kirchengebäude im klassischen Stil sind eine Bereicherung, wenn man in der Hektik einen Ort der Ruhe sucht. Von daher haben sie durchaus eine Berechtigung. Katholische Kirchen sind geweiht, und somit kein "normales" Gebäude.

Hilft dir das weiter?

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Danke! Beste Antwort bis jetzt aber;

Reichen diese Argumente aus um Geld für immer neue (od. die Instandhaltungskosten der Alten) Kirchen auszugeben wo doch auf der anderen seite der Welt, soviele Menschen (darunter auch viele Kinder) hunger haben? Würde Gott nicht lieber von uns Gläubigen erwarten dass wir lieber diesen Menschen helfen?

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@LuisHernandes21

Puh, das ist eine schwierige Frage. Ich habe kürzlich im Kino den Film über den Schweizer Reformator Zwingli gesehen, da wurde dies auch thematisiert.

Meine Meinung: Ja, wir sollen diesen Menschen helfen. Aber ich denke nicht, dass wir da gleich "das Kind mit dem Bade ausschütten" müssen. Kirchen sollten Instand gehalten werden. Sonst gehen sie kaputt und niemand hat was davon. Neue Kirchen im traditionellen Sinne (also die welche "teuer" sind) werden m. W. sowieso kaum mehr gebaut. Und alle anderen werden preiswert gehalten, da man nicht unbegrenzt Geld zur Verfügung hat.

Und um den armen Menschen zu helfen, braucht man nicht nur Geld, sondern auch Menschen die dorthin gehen und vor Ort helfen.

Ich könnte auch dich fragen: Wofür gibst du dein Geld aus und wäre es nicht sinnvoller, sparsamer zu sein und das Geld den Armen zu geben?

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@anniegirl80

(.Ich tue was ich kann. Jeden Mon. wird ein kl. Betrag gespendet. Das ist nicht viel aber besser als garnicht! Weihnachten wird dann etwas mehr gespendet!) Ich bin keine Institution. Mir stehen keine Steuergelder zur Verfügung um andere, Christen a.d.ganzen Welt zu helfen!

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Nein, Christen brauchen eigentlich keine "Gotteshäuser".

Die ersten christlichen Gemeinden, von denen das Neue Testament berichtet, haben sich in Wohnhäusern getroffen.

Außerdem werden die gläubigen Christen selbst als "Tempel Gottes" bezeichnet:

"Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?" (1. Korinther 3,16).

"Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?" (1. Korinther 6,19).

ich denke schon, dass "Gläubige" Versammlungsorte gut brauchen können...

...eben um sich zu versammeln, in Gemeinschaft zu sein, gemeinsam zu beten, ihre "Predigten" anzuhören, religiöse Feste gemeinsam zu begehen...etc...

Durch "Allzweckräume" würde sicherlich viel Geld gespart und die Funktion gewahrt.

Da aber viele unter dem Bedürfnis leiden "eigene Räumlichkeiten" für solche Zwecke zu haben und dafür wohl auch genügend Geld zur Verfügung haben, wird es ähnlich sein wie bei anderen Vereinen auch.

Erst ist man froh, wenn man eine Räumlichkeit überhaupt benutzen kann, aber dann wächst das Bedürfnis nach "was Eigenem"

Zudem spielen die Prunk-und Prachtbauten sicherlich auch eine Rolle dabei, sich einer breiten Öffentlichkeit erkennbar und deutlich zu präsentieren.

Last but not least ist dann ja auch noch das Konkurrieren der Religionen untereinander gegeben

Da geht es eben darum, wer den höchsten, dicksten, größten, prächtigsten oder längsten *was-auch-immer* hat.

Möglicherweise auch, dass sie meinen, von Gott besonderen Lohn dafür zu bekommen, wenn sie entsprechende Bauwerke errichten

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