brauchen arabische Länder einen Diktator?

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7 Antworten

Im Grunde braucht niemand einen Diktator und wenn es nach mir ginge, gäbe es auf der Welt keine Diktatur. Aber: Wie viele Beispiele gezeigt haben, funktioniert die Zwangsdemokratisierung der Amerikaner nicht. Das ist ein Prozess, der viel Zeit braucht. In Frankreich gab es nach der Revolution direkt wieder einen Alleinherrscher, Deutschland wurde nach keinen 20 Jahren Weimarer Republik wieder zur Diktatur und die Schuld das ganze Chaos im Nahen Osten lässt sich wohl größtenteils den Ami's in die Schuhe zu schieben. Demokratisierung braucht seine Zeit, also darf man den arabischen Ländern nicht einfach ihre Diktatoren entreisen, sondern muss abwarten, bis das Volk von selbst eine Demokratie will. Das kann man fördern und es dann auch unterstützen, aber ein Eingreifen ohne den Willen der Bevölkerung wäre btw auch undemokratisch.

Also nochmal die kurze Antwort auf die Frage: Nein, langfristig nicht.

Die US-Amerikaner dachten bei den Deutschen hat es ja ganz gut funktioniert mit der Zwangsdemokratisierung auch bei Japan und Italien, also warum nicht auch Irak.

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@Olejnischak

Dass es in Deutschland nach dem 2. WK so gut geklappt hat mit der Demokratie, ist eher auf die deutsch-französchische Aussöhnung  zu verdanken, den nach dem  1.WK gab es ja auch eine Demokratie in Deutschland (Weimarer Republik), die aber scheiterte, weil der Versailer Vertrag eigentlich nur das gegenseitige Misstrauen zwischen Frankreich und Deutschland verschlimmert hat.

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@Olejnischak

Also die deutsche Demokratisierung nach dem 1.WK ist ja mal ganz in die Hose gegangen. Und nach dem WK 2 gab es dann ja bereits die Demokratischen Strukturen, die dann genutzt werden konnten. Außerdem waren die Menschen bereits etwas daran gewöhnt, immerhin gab es die Demokratie ja schon seit rund 30 Jahren als die BRD gegründet wurde. Und es kam noch hinzu, dass nach der Aufklärung über die Verbrechen der Nazi und dem Krieg überhaupt die Deutschen eher einsahen, dass ein Personenkult wie unter Hitler oder in jeder anderen Diktatur ziemlich übel enden kann. Man sieht also an Deutschland genau das, was ich sage: Demokratisierung braucht seine Zeit. Nicht umsonst wurde Adenauer auch der erste deutsche Bundeskanzler: Er hatte eine starke Persönlichkeit, dh er war zwar kein Alleinherrscher, aber vermochte es dennoch einen gewissen Personenkult aufzubauen und als einzelne Person Macht auszustrahlen. Selbst heute sieht man das noch an Merkel: Die CDU ist heute nur dank ihr so erfolgreich. Klar wäre die CDU auch ohne Merkel noch eine starke Partei, aber ich bin mir sicher, dass die CDU ohne Merkel gut und gerne 5-10% der Stimmen verlieren würde.

Was Italien und Japan angeht kenne ich mich leider nicht aus, aber wenn ich die Zeit finde lese ich mich da vllt auch mal rein.

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@Jaridien

Dass es zu dieser Aussöhnung kam hatte aber nicht nur etwas mit DE und Frankreich zu tun. Die Einstellung der Sieger nach dem 1.WK: Böses Deutschland, die sind schuld, jetzt ist eure Chance für Genugtuung. Nach dem 2.WK hat nur die UdSSr (zunächst) so gedacht, während GB, die USA und Frankreich eine Lösung mit und nicht für Deutschland wollten. Was einen eigentlich wundern sollte, beim 1.WK waren die Deutschen nämlich nicht die Bösen, da waren alle irgenwie auf Krieg aus und die Deutschen waren dementsprechend in etwa so schuldig wie alle anderen europäischen Großmächte, während beim WK 2 ganz eindeutig Deutschland allein den Krieg angefangen hat. Die einzigen Vorwürfe, die man da den anderen Großmächten kann, ist ihr Umgang mit DE vor dem Krieg (Versailler Vertrag, Appeacement Politik, ...).

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Eine wichtige Frage, deren Beantwortung hier einigen sehr schwer fällt, daher deren Bemühung, sehr unfreundlich zu reagieren.

Traditionsgemäß haben sich die Stammesstrukturen seit der Ausbreitung des Islams in den Arabischen Ursprungsländern nicht verändert. Zwar nennen sich einige arabische Regierung föderale Monarchie, meist aber sind sie absolut regierende Erbmonarchien.

Die Emire oder Scheichs, die autoritär und von Geburt an lebenslang die Politik diktieren, lehnen demokratische Werte wie zum Beispiel das Frauenwahlrecht ab. Das Volk darf ab und zu angehört werden, dabei muss es auf Knien rutschend die Bitten vortragen.

Syriens Präsident Baschar al-Assad ist 2000 gewählt worden, seine demokratischen Bemühungen (Damaszener Frühling) kamen durch Machtkämpfe der verschiedenen religiösen Gruppen, besonders der Muslimbrüderschaft zum Erliegen. Die Opposition hat sich seit dem Frühjahr 2011 bewaffnet, ist total zersplittert und die Gruppen bekämpfen sich gegenseitig, hinzu kommt der IS, der eine Theokratie im Kalifat anstrebt.

 Das ist nichts anderes als eine islamisch begründete Diktatur.

Islam heißt Unterwerfung und viele fundamentalistische Gläubige wollen es so.

Eine wirkliche demokratische Grundordnung ist bei den nach Macht strebenden religiösen Gruppen, Stämmen und Ethnien in Syrien unvorstellbar. An einen Verhandlungstisch setzen sie sich nicht mit ihren Kontrahenten, eher sterben sie als Märtyrer im Endkampf. (Erinnert was daran?)


Angesichts der Spannungen und der Instabilität in den besagten Ländern, wäre eine anständige und autoritäre Führung durchaus angebracht, meiner Meinung nach. 

Dazu zwei Beispiele:
1) Syrien: Herrscht zwar schon totales Chaos aber solange Assad an der Macht ist gibt es wenigstens noch eine einheitliche Front gegen den IS und andere "moderate Rebellen". 
2) Libyen: War, als Gadhaffi noch an der Macht war eines der fortschrittlichsten Länder Afrikas, zum Beispiel hinsichtlich Wirtschaft, Bildung, Sozialpolitik. Nachdem die NATO das Land "demokratisierte" ist da zum Teil wieder die Hölle los. 

Finde diese Frage ok, wenn auch vielleicht etwas provokativ gestellt- aber das ist nichts ungewöhnliches. Dass gewisse Leute kritische Fragen, die mit dem Islam (oder hier halt mit islamischen Ländern), nicht mögen, ist leider immer noch stark vertreten und erklärt auch den Erfolg der AfD.

Es ist offensichtlich, dass in keinem Land, in dem der Islam eine Mehrheit darstellt, eine Demokratie nach westlichem Muster funktioniert - scheint schon so zu sein.

Es gibt auf bpb.de einen Artikel zum Arabischen Frühling, http://www.bpb.de/internationales/afrika/arabischer-fruehling/

Ein Diktator ist so unnuetz wie ein Kropf. Deiner Frage ist aber nicht zu entnehmen, warum das ausgerechnet in Arabien gebraucht werden soll?

Hier ist genau, wie auch anderswo, demokratisch gewaehlt worden, wer diese Verhaeltnisse mit Gewalt aendern will und auch versucht, der ist ein Agressor. Dein Gerechtigkeitssinn ehrt zwar, allerdings ist nicht zu erkennen, worauf du hinaus willst?

Starke Worte! 

Es erlauben nicht einmal die Herren Saudis und Scheichs in den Arabischen Ländern, dass Frauen wählen dürfen.

Worauf willst denn Du hinaus?

Was Du demokratisch nennst, ist ein Witz!

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@marylinjackson

Dein Ansprechpartner ist nicht zu erkennen. Hier wird von Arabien gesprochen, somit gibt es da verschiedene Moeglichkeiten. Ich vermute einmal es sollte Syrien gemeint sein?

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Es ist immer noch keine Trollzeit und Hetztrolle sind unerwünscht

Das Gegenteil ist der Fall, denn seine andere Trollfrage wurde vom Support ja ebenfalls bereitwillig "nach Prüfung" durchgewunken. GF geht den Bach runter.

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Willst du Syrien einen geben? Sie haben bislang noch keinen.

Assad ist natürlich völlig demokratisch gewählt worden (deiner Meinung nach).

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@PatrickLassan

Wenn Angie demokratisch gewählt wurde, dann Assad natürlich auch. Nicht nach irgendeiner Meinung sondern per Gesetze der Logik.

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