Brauche wirklich Hilfe bei einem Text, Verkäufer meldet sich nicht mehr, möchte nun mit dem Anwalt kommen wenn er sich nicht mehr meldet, lesen wird es wohl?

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2 Antworten

Sehr geehrter Herr xy,

Durch *Handlungen, Situation beschreiben* ist zwischen Ihnen und mir ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen.

Durch diesen haben Sie sich verpflichtet, mir die Kaufsache zu übereignen, § 433 Abs. 1 BGB. Ich fordere Sie hiermit noch einmal auf, dieser Pflicht nachzukommen.

Sollten Sie sich weigern, dieser Pflicht nachzukommen oder weiterhin nicht auf meine Nachrichten reagieren, sehe ich mich gezwungen, einen Anwalt einzuschalten. Ich bitte Sie daher nachdrücklich, Ihrer Pflicht nachzukommen, auch in Ihrem eigenen Interesse.

Bitte seien Sie sich der Folgen bewusst, die die Einschaltung eines Anwalts meinerseits hervorrufen würde. Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, müssen Sie im sicheren Falle meines Obsiegens nicht nur Ihrer Pflicht als Verkäufer nachkommen, sondern auch die Gerichts- und Verfahrenskosten, insbesondere meine Anwaltskosten, tragen. Verschonen Sie sich von diesen unnötigen Kosten und uns beide vor einem für Sie sinnlosen Rechtsstreit.

[Für den Fall, dass du schon Geld an ihn überwiesen hast, also du deiner Leistung schon nachgekommen bist, er aber nicht:]
Wenn Sie sich nicht bis zum [Datum einfügen, vllt. eine Woche Frist] gemeldet haben, sehe ich mich darüber hinaus gezwungen, zusätzlich zu einer zivilrechtlichen Klage auch strafrechtliche Schritte gegen Sie einleiten zu lassen. Ich werde für den Fall, dass Sie sich nicht melden, Anzeige gegen Sie erstatten. Ihr Verhalten stellt insoweit einen Betrug dar, der nach § 263 StGB strafbar ist.

Mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung, bald von Ihnen zu hören,

ABC

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Sehr geehrter Herr XYZ (Namen einsetzen hier),

sie haben XYZ zum Verkauf angeboten und zwar zum Preis von XYZ Euro.

Ich habe ihnen mehrfach zu verstehen gegeben, die oben erwähnte Ware zum oben genannten Preis erwerben zu wollen. Damit ist ein gültiger Kaufvertrag geschlossen. Nun bitte ich Sie, diesen auch ein zu halten, denn ansonsten sehe ich mich gezwungen meinen Anwalt ein zu schalten.

Mit freundlichen Grüßen,

xshishax1

Gruß

Henzy

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Friedel1848 08.03.2016, 18:30

Der Text ist erstens rechtlich nicht wirklich richtig und zweitens passt er wohl nicht auf die Situation des Fragestellers.

Wer öffentlich ein "Verkaufsangebot" macht, der handelt grundsätzlich nicht mit Rechtsbindungswillen. Das bedeutet, sein "Angebot" stellt rechtlich gesehen nur eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes dar. Wäre sein "Angebot" bereits ein rechtlich verbindliches Angebot, dann müsste er jedem, der ihm schreibt, er nehme das Angebot an, die Kaufsache übergeben. Weil er das nicht kann, macht er sich bezüglich aller "Käufer" (bis auf einen) schadensersatzpflichtig.

Da das nicht der Wille des Verkäufers sein kann, nimmt man von vorneherein an, dass es sich bei solchen "Angeboten" lediglich um Aufforderungen zur Abgabe von Angeboten handelt. Beispiele dafür sind zum Beispiel Warenangebote in einem Einzelhandelsgeschäft.

Der Fragesteller meinte, wenn ich das richtig sehe, wohl die Situation, dass er einen Kaufvertrag bereits abgeschlossen hat, dieser also rechtswirksam zustande gekommen ist und sich nun der Verkäufer nicht mehr meldet, d.h. auch seiner Pflicht, die Kaufsache zu übergeben, nicht nachkommt.

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henzy71 08.03.2016, 23:07
@Friedel1848

Bezogen auf die Situation des Fragestellers ist es wie auch immer zu einem gültigen Kaufvertrag gekommen. Das geht sogar mündlich. Dann sind aber beide Parteien an diesem Vertrag gebunden. Wie er zustande gekommen ist, ist dabei irrelevant.

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