Brauche Tipps beim Flirten?

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Rede mit der Person als sei dein Freund 0%
Gib ihr ein Kompliment und beginne das Gespräch 0%
Frag sie um den Weg und rede dabei etwas 0%
Trau dich, Sprech sie über etwas an 0%

1 Antwort

"Alle fragen sich sicherlich "Definiere Erfolgreich?!"

Nun mal so gesagt, wie spreche ich sie an ohne dabei Angst zu haben? Wie spreche ich sie an ohne dabei blöd dar zu stehen? Wie spreche ich sie an ohne das sie denkt ich sei der größte Vollidiot des gesamten Planeten"

Das hat in erster Linie nichts mit "Erfolgreich" zu tun. Erfolg fängt nicht erst bei einer weiblichen Anerkennung und Bestätigung, sondern bei der Selbstüberwindung und beim Lernprozess, Rückschläge einstecken zu können an. Eine positive Reaktion wäre wünschenswert, aber nicht notwendig für uns. Sprich sie in erster Linie aus dem Grund an, weil du überprüfen willst, ob du mit ihr auf einer Wellenlänge schwebst - weist sie dich mit kalten Blicken und Stirnrunzeln ab, ist das nun mal keine Verhaltensweise die wir uns von einer Frau wünschen. Also ist das "Hinterhertrauern" und Angst-Haben sich blamiert zu haben, buchstäblich für die Katz, weil wir nämlich nichts verloren haben - wir hätten einen Bogen um die verschenkte Zeit gemacht, mit einer Frau auf der Straße zu reden, die offenbar unsere Kontaktaufnahme abwehrt. Körbe - und das müssen Menschen begreifen - können viele diverse Gründe haben - es hat jedoch nichts mit der eigenen Persönlichkeit zu tun - du bist nur einer von 100.000 Männern - sie hat ein verzerrtes Bild von dir und kann sich gar kein Urteil über deine Gesamtpersönlichkeit erlauben - sie sieht nur den einen kleinen Sekunden-Auftritt von dir, den sie an dir subjektiv bewertet und das Match ist aus. Um der größte Vollidiot auf dem Planeten zu werden, müsstest du ihr 10000 Autobiographien und Tagebücher von dir in ihre Hände drücken, und sie bitten, diese durchzulesen, um dann am Ende zu fragen, wie sie dich denn nun findet - überspitzt gesagt. Mach dir also um deinen kleinen Auftritt keine Sorgen - es sagt nichts über dich aus, wie du außerhalb dieser kleinen Darbietung bist. Zudem könnte der ein und andere Auftritt stattdessen einer anderen Zuckermaus gefallen und wir wären im Sumpf der völligen Subjektivität.

Soll ich sie direkt ansprechen? Oder fragen um den Weg und so ins Gespräch kommen?

In den Pick-Up-Foren werden ganze Grabenkämpfe darum geführt, ob nun die direkte Ansprechmethode ("Hey ich finde dich süß, ich möchte dich kennenlernen") oder die indirekte Ansprechmethode ("Kannst du mir mal sagen , wo es hier zum Tierpark geht?") das Allheilmittel in der Verführungsszene ist. Aus genau zwei Gründen ist dieser Krieg der Kontaktaufnahmvarianten hausgemachter Unsinn - 

a) Es kommt nämlich in größerem Umfang auf deine Ausstrahlung an. Wenn du denkst "Ich muss sie irgendwie rumkriegen, ich darf mich nicht blamieren" und du dabei dein zerfasertes Nervenkostüm anziehst -  gehst du in der maskulinen Jammerlappenmasse unter und du wirkst genauso befangen-bedürftig wie die 100 zittrigen Schweißbubis vorher auch. Das menschliche Superbrain scannt den ersten Eindruck von Menschen innerhalb von Mili-Sekunden. Diese enge Zeitspanne sagt eigentlich alles. Jedes noch so selbstzerstörisches Gedankengut müssen wir vom Platz stellen. Darum sollte man sein Selbstwertgefühl, seine innere Zufriedenheit nicht abhängig von einem Ergebnis von Außen machen , da diese offensichtlich gerne mal schwanken und nicht immer Höhenflüge garantieren - darum ist es so wichtig, dass wir uns noch vor der Kontaktaufnahme mit einem Mädel in unserer lebensbejahenden Haut wohlfühlen und uns eher an positiven Gedanken orientieren wie "Oh die ist aber süß, die spreche ich mal an". Du gehst nicht mit den Gedanken hin "Was wenn ich mich blamiere?" sondern du versuchst sie als eine Person zu sehen (auch wenn uns die H&M-Kundin die wir im Kleidungsgeschäft ansprechen wollen, völlig unbekannt ist) die du schon lange kennst. Mit der inneren Haltung heraus, dass es sich hier unmittelbar um eine Bekannte handelt (obwohl das nicht der Fall ist)- wächst die Chance aus seinem sanft-schüchternen Gefängnis herauskommen und das ein und andere kollegial-lässige Wörtchen hinauszuposaunen, um einen lockeren Auftritt zu garantieren.

b) Ob man die Frau nun fragt auf welcher Zahl der dicke Zeiger steht oder ob man sie direkt zum Cocktailschlürfen oder Rasenmähen einlädt, ist - in erster Linie, aus psychologischer Natur heraus - schnurzegal. Wieso? Egal ob du nun direkt oder indirekt bist - in beiden Fällen wirst du deine Interesse durchschimmern lassen - sie wird , ob du willst oder nicht - den Braten deiner Interesse riechen. Keine Frau ist naturblöd - Männer die denken, sie könnten mit der "Uhrfrage" wenigstens etwas verbergen, weil sie ja für eine direktere Ansprache zu nervös wären - haben hier die Rechnung ohne die hübsche Wirtin vor ihnen gemacht. So oder so wird sie die Andeutungen decodieren und sich geschmeichelt fühlen, dass ihr ein Mann Aufmerksamkeit geschenkt hat. 

Heißt das jetzt, dass ich dir rate, dass du nun jede dümmlichste Phrase herausposaunen kannst? Nein. Einen kleinen Unterschied gibt es schon. Und zwar liegt die Kunst des Ansprechens darin, dass man herausfindet, welche Gesprächsöffner ein gewisses Kommunikationspotenzial bieten. Wenn man eine Frau nach der Uhrzeit fragt und sagt "Wie spät ist es?" - antwortet die kecke selbstbewusste Schönheit "12, wieso?" und spätestens dann wird der arme verunsicherte Kerl, noch nervöser und versinkt zu Boden, weil ihm darauf aber auch gar nichts einfallen mag. Man könnte die Nummer noch retten und sagen "Du hast da wirklich eine schöne Uhr" oder "Ach, übrigens ich finde dich süß". Schön und gut. Wieder gibt die flotte Madame eine Antwort darauf. Diesmal sagt sie neutral und fast übervorsichtig "Danke..."...und sucht mit den Fußspitzen schon halb das Weite, weil sie zu spät zum Bus kommt.  Verdammt! Schon wieder ist das Spiel abgepfiffen und man muss sich wieder was Neues überlegen, wie man den Ball zum Rollen bringt. Nun: Jetzt muss man natürlich festhalten, dass es natürlich besser ist, die Frau (sei es auch nur mit der Chronometer-Masche) anzusprechen, als sich der völligen Passivität hinzugeben. Es ist besser, wenn wir dennoch auf die Frau zugehen, als das Gefühl des Bereuens erneut über sich ergehen zu lassen.

Aber dennoch empfehle ich des Öfteren einer Frau z.B. nach einer weiblichen Meinung zu fragen. Wir können uns auch die Umgebung genauer ansehen. Bzw. die Situation in der sie sich befindet. Geht die Auserwählte gerade durch Buchreihen, könnten wir sie wie folgt ansprechen "Hey, ich brauch mal deine persönliche Meinung. Kennst du ein gutes Buch, was du mir empfehlen kannst?" . Zack! Dieser Einstieg hat ein gewaltiges Kommunikationpotenzial, da hier wohl offensichtlich das Thema "Literatur" in seiner gesamten Komplexität schon auf der Zunge bereit liegt. Der Opener könnte eine Verkettung tieferer Gesprächsanteile bedeuten. Wir müssen nicht rumstammeln, sondern können uns auf einen Smalltalk einstellen. Im Kleidungsgeschäft fragen wir eine junge Frau "Hey ich brauch mal deine weibliche Meinung. Und zwar, findest du mir stehen eher dunkle oder helle Hemden vom Typ her?" Zack! Kleidung, Mode, Outfit ... alles Themen die man schnell in einen gemütlichen Smalltalk umwandeln kann. 
Im Club gehen wir auf eine Gruppe hübscher Mädels zu. Offensichtlich passt das Ambiente zur nächsten Frage "Hey ich brauch mal eure Meinung. Welchen Cocktail trinkt ihr hier am liebsten, was könnt ihr mir hier empfehlen?" oder wir werden etwas allgemeiner und fragen sie "Hey ich brauch mal eure weibliche Meinung. Ich habe gestern eine Diskussion mit einem Kumpel gehabt und ich wollte wissen wie ihr das seht. Findet ihr ein Mann sollte bei einem Date heutzutage der Frau noch die Tür aufhalten oder findet ihr das altmodisch und uncool?" Auf einer Party kann man von Weitem ein Buffet erkennen? Prima! Damit könnten wir z.B. fragen, wie denn das Essen hier sei und was man für den kleinen Snack zwischendurch empfehlen könnte. Oder wir machen mit einer kleinen interessanten Absurdität aus der Kindheit auf uns aufmerksam "Kennt ihr eigentlich noch Furby? Dieses eine komische Pseudo-Meerschweinchen, was immer so rumgequatscht hat und es erst den Mund gehalten hat, wenn man die Batterien rausgenommen hat?" Dieser Gesprächseinstieg bietet den Vorteil, dass die Frau über Vorlieben, Phantasien, Erfahrungen und Geschehnisse aus ihrer Kindheit erzählen und berichten kann. Es müsste eigentlich noch nicht einmal eine weibliche Meinung sein. Das Grundprinzip ist klar. Wir entscheiden uns für einen Gesprächsöffner, der den Smalltalk sofort und konsequent anschneidet - selbst wenn wir am Bahnhof stehen, können wir die mühselige Wartezeit der verspäteten Verkehrsmittel zum Thema machen, genauso wie die Empfehlung der Wagner-Pizza im Einkaufswagen der Maid, ein banaler Einstieg in den Balz-Tanz sein kann. 

Nochmal: Uns ist es egal wie die Frau reagiert. Egal in dem Sinne - dass wir nicht nach positiven Rückmeldungen und femininen Bestätigungen lechzen - unser Ego bleibt zu. Wir werden nicht in die Rolle des "Bekommen-Wollers" treten und uns nicht darüber aufregen, was für ein blamables Würstchen wir doch sind, sollte die Madame uns einen abweisenden kalten Blick vor die Füße werfen. Wir werden nur eben einen Wellenlängen-Check-Up machen, ob die Frau das Potenzial hat mit uns Pferde stehlen zu können oder ob sie durch Desinteresse, Langeweile und forscher Ablehnungs-Laune aus dem Raster unseres Beuteschemas fällt. Du darfst deine innere Gemütsbewegung nicht von ihrer Attraktivität abhängig machen - nur weil das Gold glänzt, müssen wir den Barren nicht ausgraben - wir belassen es dabei - Schönheit ist kein Indikator dafür, ob uns auch zusätzlich die inneren Werte entgegenkommen. Wir dürfen uns nicht blenden lassen - also sollte man das Jammern abstellen und den Gang nach draußen wagen. Raus mit dir!

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Kommentar von KeVKa2142
21.04.2016, 18:12

Bislang die beste Antwort die ich je gelesen hatte :D 

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