Brauche Rat weil ich Angst hab Psychisch zusammen zu brechen?

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8 Antworten

Dass du anders bist mit deiner Vorgeschichte ist nicht weiter verwunderlich. mach dir deswegen keine Sorgen, du wirst noch genug Menschen treffen, die so ticken wie du.

Du solltest dir baldmöglichst einen Psychologen suchen, wenn das mit deiner Mutter passiert, ist es zu spät. Sprich einfach mit ganz vielen und bei dem, bei dem du dich am wohlsten fühlst bleibst du. Du kannst bei jedem Psychologen 5 "Probestunden" haben. Das übernimmt die Krankenkasse, danach wird ein Antrag gestellt von dem Therapeuten. Aber damit hast du im Großen und ganzen nichts zu tun.

Dein Freundeskreis kann klein sein, das sagt nichts über die Qualität aus. Wenn du nur 1 oder 2 Freunde hast, die aber super kennst und du sie und sie dich verstehen, dann ist das 1000000000 mal mehr wert als ganz viele Bekanntschaften. ( und wie gesagt, du wirst noch sehr viele Menschen in deinem Leben treffen, die so ticken wie du)

Mit der Schule musst du dir überlegen, was du machen willst. Ich nehme an, dass du nicht in deiner Klasse bleiben möchtest. Überleg dir was du machen willst, und wechsel im Sommer einfach nochmal die Klasse, kannst ja deinen Lehrer mal fragen, an wen du dich in der Schule wenden musst, wer entscheidet, in welche Klasse du gehen kannst. Du solltest dich nur entscheiden, vielleicht auch ne andere Berufsschule. Dir stehen noch alle Türen offen, nutze das.

Das mit deiner Mutter tut mir unendlich Leid. Ich glaube da kann ich mich kaum rein versetzen, wie du dich damit fühlen musst. Ich kann dir da auch nur sagen, was alle sagen: es wird weiter gehen, du wirst weiter leben, du wirst dich immer an deine Mutter erinnern, aber sollte sie sterben, wird der Schmerz irgendwann weg gehen. Und du wirst schnell lernen alleine klar zu kommen, du brauchst keine Angst davor zu haben. Deine Mutter hat sich entschieden keine weitere Therapie gegen den Krebs zu machen. Das ist ganz sicher sehr hart, aber du musst das akzeptieren. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sie sich noch um entscheidet, wenn das Ergebnis da ist.

Ich kann dir nur das Beste wünschen für dich, für deine Mutter und deine Zukunft. Lass dich nicht unterkriegen. Du hast viel bisher schon geschafft, du wirst auch diese Hürde überstehen und dann weiter gehen können.

Viel Kraft

Wie schön das es Menschen wie dich gibt, die sich Zeit nehmen und vor allem das ganze hier ernst nehmen. Es sollte mehr Menschen wie dich geben :)

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Guten Morgen,

lass mich zu den anderen tollen Antworten hier noch einiges ergänzen:

A) Es gibt Selbsthilfegruppen auch für Angehörige von Krebspatienten. Es ist nämlich für alle eine sehr große Belastung, wenn ein nahes Familienmitglied schwer krank ist. Und vielen Menschen tut es einfach gut, mit anderen darüber zu reden, die ähnliches durchmachen.

B) Du kannst dich auch jederzeit an das Jugendamt wenden und dort fragen, was sie dir und deiner Familie an Unterstützung anbieten können. Es gibt Einzelfallhelfer, die dich/euch zuhause unterstützen könnten, es gibt Beratungsstellen mit Einzel- und Gruppenangeboten, Jugendfreizeiten und vieles mehr. Das ist die Kernaufgabe des Jugendamts Familien und Kindern in schweren Lebenslagen beizustehen!

C) Habt Ihr an Eurer Berufsschule einen Vertrauenslehrer, Schulpsychologen oder Sozialpädagogen? Auch die sind sehr gute Ansprechpartner, um dir Hilfe zu holen. Du hast da ja so eine kleine Baustelle, was deine Berufsfindung betrifft.

Ich verstehe natürlich, dass die Schule nicht leicht fällt, wenn man in der Familie noch so viel schwerere Probleme zu beackern hat. Deshalb solltest du wissen, dass es Ausbildungen gibt, wo man mit Nachhilfe oder sozialpädagogisch unterstützt wird. Diese Ausbildungen vermitteln die Jobcenter. Du scheinst mir ein klarer Fall für so eine Ausbildung zu sein.

D) Und weil es ätzend ist, sich immer nur um Probleme zu kümmern, nun zu den schönen Dingen im Leben: Was macht dir Spaß? Bei welchen Tätigkeiten entspannst du, fühlst du dich gut und wohl? Sport, Waldspaziergänge, Gartenarbeit, basteln, aufräumen, singen, tanzen, durch Geschäfte schlendern, Brettspiele, Möbel anmalen, Zöpfe flechten... Du solltest das rausfinden und gezielt machen.

Wir Menschen brauchen jeder auch Momente, wo wir ganz sinnloses Zeugs machen, einfach weil uns das gut tut. Und wenn man emotional so gestresst ist wie du, vergisst man sich selbst gerne und macht genau sowas nicht. Darauf sollte man also achten!

So, das waren meine kleinen Ergänzungen! Ich hoffe du findest ein paar Anregungen, die dir in der nächsten Zeit weiter helfen!

Naja zu der Krebssache, ist es letztenendes die Entscheidung deiner Mutter, wie verfahren werden soll, falls sich eure Befürchtungen bestätigen.

Ich würde auch garnicht groß anfangen deine Mutter zu überreden sich behandeln zu lassen, du solltest ihr lieber gerade jetzt beistehen und als offenes Ohr für sie da sein.

Du könntest ihr ja nochmal ein Gespräch bezüglich der Behandlung vorschlagen, aber respektiere danach besser auch ihre Entscheidung und guckt wie ihr zsm das beste daraus machen könnt.

Zudem muss es ja nicht zum schlimmsten kommen (Daumen drück) ^^.

Zu der Schulsache:

Ja die Schulpflicht ist leider Gottes ätzend, aber da kann man dir nur raten es halbwegs gut durchzustehen. Kochen ist ja nun wirklich nicht dass allerschlimmste (wen ich noch so an Mathe, Physik etc. denke .......:D)

Gegen das Schüchtern sein, da hilft es nur in kleinen Schritten offener zu werden, dass kan man üben.
Und ohne emotionale Menschen wäre die Erde auch kein toller Ort also Kopf hoch ^^.

Letztenendes wäre geistiger Beistand glaube ich sehr wichtig, also wen du die Chance hast mal bei einem Psychologen ein Termin zu machen, würde ich dir das dringend nahelegen. Diese sind zwar keine Wunderheiler, aber Helfen tuhen sie in den meisten Fällen sehr gut. (Kommt natürlich auch auf den Psychodoc an)

Mfg,

Samus3110

Finde ich echt nett von dir das du dir die Zeit nimmst und so viel schreibst. Gibt leider echt zu wenige Menschen die hilfsbereit sind.

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Vielleicht machst du gerne Sport oder sonst was anderes (Yoga, Fotografieren, Malen, Musik, Kochen etc.). Auf jeden Fall sollte es etwas sein, das man in der Gruppe macht. Melde dich für einen Kurs an (z.B. einen Kochkurs an der Volkshochschule) oder trete gar in einen Verein ein. So findet man Menschen mit gleichen Interessen und dadurch automatisch Freunde, selbst wenn man schüchtern ist. Diese Freunde können einen in schweren Stunden eher stützen.

Die traurige Wahrheit ist natürlich, dass dir und deiner Familie hier niemand wirklich helfen können wird. Das höchste wäre eine Aufmunterung durch ein paar nette Worte.

Das mit deiner Mutter ist natürlich nicht leicht für dich zu verkraften und ich würde in deiner Situation auch nicht anders reagieren. Dein Gefühl psychisch völlig zusammen zu brechen ist normal. Ich hoffe, dass du etwas Kraft aus der Kraft deiner Mutter schöpfen kannst, denn sie scheint es bereits akzeptiert zu haben. Zeig ihr, dass du für sie da bist und nicht völlig mit dir selbst aufgibst egal was kommt.

Das mit deiner Schule hat sich vielleicht auch nicht sonderlich gut entwickelt, aber im Endeffekt bleibt es nur eine Schule. Du wirst du sie für wenige Jahre besuchen und deine Mitschüler wirst du auch nicht mehr sehen danach. Natürlich ist das momentan eine sehr schwierige Zeit für dich, aber wer weiß schon was noch alles kommen mag und wie sich dein Leben vielleicht ganz plötzlich zum guten wendet. Du bist doch noch so jung und hast noch soooo viel vor dir. Sei jetzt stark - für deine (hoffentlich schöne) Zukunft und für deine Mutter.

Hoffe, dass ich dich zu solch einer späten und einsamen Stunde wenigstens ein ganz klein wenig aufmuntern konnte. Du solltest dir auch nicht all zu lange dir darüber Gedanken machen und möglichst bald ins Bett gehen. :) Alles Gute und viel Erfolg wünsche ich dir bei allem was du tust.

wow krass wie viele Leute hier so hilfreich und freundlich sind. Hätte ich nicht gedacht. Finde ich toll :)

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@cocopaff

Das finde ich schön. :) Sollte ja "eigentlich" selbstverständlich sein, schließlich sind wir alle Menschen und haben alle unsere Probleme.

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Das ist eine schwierige Lebensphase in der du jetzt bist, ich finde deine Reaktion ganz normal. Ich würde jetzt erstmal hoffen, dass deine keinen Krebs hat. Und mich voll auf meine Ausbildung konzentrieren.

Tut mir leid, das mit deiner Mutter. Leider sind das Dinge die du nicht ändern kannst. Die Krankheit Krebs ist wirklich eine sehr unfaire Geschichte.

Was deine Schüchternheit angeht, versuch doch einfach mal deine schüchternheit für dich zu akzeptieren. Selbstironie ist der Schlüssel, nimm dich selber nicht so ernst. anders zu sein bedeutet nicht automatisch falsch zu sein. Du unterscheidest dich doch von deinen Mitschülern, das macht dich individuell!. Und wer will schon einen großen Freundeskreis?. Wir haben nur eine Handvoll guter Freunde, echte Freunde im Leben. Such dir Menschen als Freunde aus die zu dir passen und genau so "Anders" sind wie du. Ich kann dir nur Raten: Orientiere dich nicht an der groben Masse.

Falls aber dennoch deine Angst vor einem zusammenbruch so groß ist, dann rede mit einem psychiater,Gesprächstherapie kann sehr entlastend sein.

Erstmal gute Besserung. Hoffentlich hat sie keinen Krebs. Ich bete für sie. Und 2. das ist mal ehrlich normal wenn man bei sowas zusammen bricht: aber gib nicht auf! das Leben geht weiter. Alles regelt sich mit der Zeit. Also nicht zu tief in die negativen Sachen vertiefen. Bau dir dein Leben auf. Oder änder deine Persönlichkeit. Ich glaub an dich und du bist ein starkes Mädchen! Hoffentlich schaffst du das! 

Vielen Dank ^^ Ich hoffe auch so sehr das sie keinen Krebs hat und ich habe schon oft versucht meine Persönlichkeit zu verändern Bis jetzt hat es nicht geklappt aber ich arbeite daran ^^

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