Brauche Rat, Kind (22m) schläft schlecht ein und will nachts spielen..

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Erst mal das Mamamantra zum Beruhigen: Esisteinephaseesisteinephaseesisteinephase... Wenn ein Kind nachts aufwacht und putzmunter ist, dann braucht es offenbar weniger Schlaf, als es im Moment hat. Wie ist das denn tagsüber? Manche Kinder wollen und brauchen mit 22 Monaten keinen Tagesschlaf mehr, wie viel schläft sie denn über Mittag? Wann bringt ihr sie denn ins Bett? Wann wacht sie morgens auf? Einige Kinder brauchen deutlich weniger Schlaf als andere, da kann es dann helfen sie morgens früher zu wecken oder abends später ins Bett zu bringen, damit sie insgesamt durchschlafen. Ein hilfreicher Tipp ist es, mal ein Schlafprotokoll zu führen, um herauszufinden, wieviel sie denn in 24h schläft. Sehr gut beschrieben wird das in Remo Largo, Babyjahre (http://www.amazon.de/Babyjahre-Entwicklung-Erziehung-ersten-Jahren/dp/3492257623), da ist auch ein Vordruck drin, wie man so ein Protokoll führt, und was man da herausfinden kann. Schreien lassen ist keine Lösung! Und was ist da so schlimm dran, wenn sie mit ihrer Matratze neben euer Bett kommt? Wenn sie da dann ruhiger schläft - was ist das Problem? Keine Sorge, irgendwann zieht sie schon wieder aus!

sie ist ein kind, dass viel schlaf braucht, ich sie aber nur hinlege, wenn sie müde ist. sie hat immer gut geschlafen und von heut auf morgen hat sichs geändert. ich denke, es ist eine phase, die aber schon ziemlich lange andauert. ich hab kein problem damit, wenn sie mit ihrer matratze bei uns schläft :) das ding ist, dass sie (letzte nacht) aufsteht und spaß hat.

0
@FenyaChan

"Sie ist ein Kind, dass viel Schlaf braucht...", vielleicht hat sich das ja geändert? Vielleicht bekommt sie tagsüber einfach zu viel Schlaf? Ich würde sie tatsächlich mal nach einer Stunde Mittagsschlaf schon wecken. Es ist völlig normal, wenn sich der Schlafrhythmus ändert. Das kann auch mal sehr plötzlich sein. Ich hatte auch zuerst ein total pflegeleichtes Kind, dass sehr früh sehr schön durchschlief, dann ein sehr quakiges, das gar nicht mehr schlafen wollte, dann wieder ein total pflegeleichtes mit langen Schlafphasen... und so weiter. Jedes Kind ist anders - und jedes Kind ist manchmal ganz anders als gestern.

0

Nicht schreien lassen - besonders nicht alleine.

Möglich, dass die Backenzähne kommen oder sie einen Entwicklungssprung macht. Wenn sie nicht schlafen will würde ich sie halt so lange wach lassen bis sie auf der Stelle umkippt und einschläft.

Gleichzeitig ihr klar machen, dass ich jetzt schlafen möchte und zwecks Bespaßung erst wieder am nächsten Morgen zur Verfügung stehe. Sprich "ich schlafe jetzt. Morgen früh spiele ich wieder mit dir".

„Wenn mein Kind nicht schlafen will – und was Eltern tun können“

Seit einer Stunde schon liegt das Kind im Bett und soll schlafen. Doch an Schlaf ist nicht zu denken, immer wieder ruft es nach seinen Eltern. Die sind schon genervt, schließlich wollten sie eigentlich einfach mal die Beine hochlegen und gemütlich den Spielfilm anschauen.

Eine Situation, die wohl jede Mutter und jeder Vater kennt, egal wie alt der Sprössling ist. Auch ein häufiges nächtliches Erwachen kann für Kind und Eltern belastend sein. Die Gründe für solche Schlafstörungen sind sehr vielfältig, sie sind abhängig vom Alter, vom Schlaftyp, von der Psyche und vom Gesundheitszustand des Kindes. Doch die meisten Kinder sind körperlich und psychisch gesund. Der häufigste Grund für kindliche Schlafstörungen sind falsche Erwartungen der Eltern, die deswegen entstehen, weil sie die Bedürfnisse und Eigenheiten ihrer Kinder nicht genau kennen.

So ist es beispielsweise normal, dass ein einjähriges Kind nachts zwölf Stunden schläft. Aber welches Kind ist schon in der Norm? Einige Einjährige schlafen 13 bis 14 Stunden und andere kommen mit 9 bis 10 Stunden aus. Wenn Eltern ein Kind, das nur wenig Schlaf braucht, länger als nötig im Bett behalten, dann ist die Schlafstörung vorprogrammiert. Es hat abends Mühe mit dem Einschlafen, wacht nachts auf und / oder ist morgens schon wieder in aller Herrgottsfrühe wach. Der Schlafbedarf ist nämlich eine feste Größe. Daher ist auch der Mittagsschlaf einzurechnen. Wenn ein Kind tagsüber viel schläft, braucht es nachts weniger. Sie können den Mittagsschlaf Ihres Kindes aber verkürzen. Dazu brauchen Sie Geduld und müssen Ihr Kind während 7 bis 14 Tage konsequent auf einen kürzeren Mittagsschlaf umstellen.

Ebenso wie die Schlafdauer von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, ist es der Schlaftyp. Da gibt es die Morgenmenschen-Kinder: Sie wollen abends freiwillig ins Bett, sind aber dafür in früher Stunde wieder putzmunter. Dann gibt es die Nachtmenschen-Kinder. Sie neigen dazu, abends länger aufzubleiben, weil sie sich noch nicht müde fühlen. Für Eltern kann das Zubettbringen ein Problem werden. Wenn sie aber immer wieder nachgeben, gehen solche Kinder immer später ins Bett, schlafen am Morgen entsprechend länger, was dazu führt, dass sie am nächsten Abend noch später müde werden. Hier sollten die Eltern versuchen, die Kinder konsequent zu immer der gleichen Uhrzeit zu Bett zu bringen. Nur so können die Kinder auch einen inneren Tagesrhythmus aufbauen. Umerziehen können Sie Ihr Kind jedoch nicht. Denn der Schlaftyp und das Schlafbedürfnis sind vererbte Eigenschaften. Sie sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt.

Die Schlafeigenschaften verändern sich allerdings im Laufe des Lebens. In den ersten zwei bis vier Lebenswochen sind Schlaf- und Wachperioden gleichmäßig über den Tag verteilt. Langsam beginnt der Säugling, sich auf einen Tag-Nacht-Wechsel einzustellen. Das Schlafverhalten wird gleichmäßiger. Etwa ab dem dritten Monat beginnen Kinder durchzuschlafen, oder nur einmal aufzuwachen. Dies hängt vom Reifungsgrad des Gehirns ab. Man kann das Einschlafen aber unterstützen, indem Gute-Nacht-Rituale eingeführt werden. Auch ein regelmäßiger Tagesablauf mit geordneten Zeiten für die Mahlzeit, das Spazieren gehen und das Schlafen sind dem Kind wie Taktgeber, sie helfen ihm seinen Rhythmus zu finden und damit auch durchzuschlafen. Das Signal für den nächtlichen Schlaf kann man über Gute-Nacht-Rituale setzen: Sie können schon Babys abends etwas vorlesen, vorsingen oder vorbeten, dann das Licht ausschalten und vielleicht die Spieluhr anmachen.

Aber wie soll man sich verhalten, wenn man alles richtig gemacht hat und das Kind trotzdem schreit? Wichtig ist es für die Eltern, zu erkennen, warum ihr Kind schreit. Hat es Hunger? Will es Zuwendung? Hat es Schmerzen? Dies sind die drei entscheidenden Fragen, meint Kinderarzt Dr. Seidel aus Worms, der auch schon für das Projekt „Viva familia – Servicestelle für lokale Bündnisse“ in der LZG den besorgten Eltern beratend zur Seite stand.

Wenn man das Kind hochnimmt und es sich dabei rasch beruhigen lässt, dann kann das ein wichtiger Hinweis sein, dass ein Kind Zuwendung braucht. Wenn man ein Kind immer wieder beruhigen kann, dann kann man auch dazu übergehen, es etwas länger schreien zu lassen, und nicht immer bei jedem Pieps sofort zu kommen.

Ich dachte ja schon, ich könnte schnell tippen, aber das hier ist ja der Wahnsinn :p

0
@FataMorgana2010

Weiß ich ja. Ich dachte, der User würde den Wink verstehen und noch einen Link nachschieben.

0

"Wenn man das Kind hochnimmt und es sich dabei rasch beruhigen lässt, dann kann das ein wichtiger Hinweis sein, dass ein Kind Zuwendung braucht. Wenn man ein Kind immer wieder beruhigen kann, dann kann man auch dazu übergehen, es etwas länger schreien zu lassen, und nicht immer bei jedem Pieps sofort zu kommen."

Absolut vernünftige Ansicht, vor allem der erste Satz!

0

Glaube mir, ich verstehe Dein Problem aus eigener Erfahrung und weiss, was Ihr durchmacht. Wenn gesundheitlich sonst alles im grünen Bereich ist, dann hat Deine Tochter wahrscheinlich einfach nur das große und völlig natürliche Bedürfnis, neben Mama und Papa zu schlafen, anstatt alleine im eigenen Bettchen. So hart und (heutzutage) ungewöhnlich sich das jetzt vielleicht anhören mag, die Erfüllung dieses Bedürfnisses solltest Du ihr nicht verweigern. Kinder sind nicht böswillig oder bockig, sondern sie haben ernstzunehmende, individuell unterschiedliche Bedürfnisse. Werden diese nicht beachtet, z.B. indem man sie "schreien lässt" oder mit Tricksereien versucht, sie abends quasi "loszuwerden", werden sie später immer wieder Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben. Kinder sind keine Erwachsenen, die sich "zusammenreissen" können, sondern sie verlangen ein hohes Mass an ungeteilter, sozialer Zuwendung. Das erzählt einem so vorher keiner, ich weiss, aber so ist das nun mal, und es betrifft vor allem die Kinder unter drei Jahren.

Lasst sie in eurem Bett schlafen und das Problem ist gelöst. Das ist eine Phase und früher oder später geht jedes Kind freiwillig in sein Bett. Man muss sich nur davon frei machen, dass man das Kind verzieht oder zu sehr verwöhnt. Dass sie spielen will obwohl sie müde ist zeigt doch, dass es ihr nur darum geht, bei euch zu sein, egal wie.

nein, eben nicht. wenn sie bei uns schläft, macht sie das ganze theater ja auch. wenn sie dann bei uns im bett ist, steht sie auf, lacht, ärgert uns, hält sich selbst wach.

0
@FenyaChan

Dann würde ich mich anschließen und auch sagen, dass ihr mal testweise den Mittagsschlaf weglassen solltet. Auf jeden Fall ist sowas wie schreien lassen oder böse reagieren ganz schlecht. Das Kind kann nicht in Worte fassen, was in seinem Kopf vorgeht, daher gehen viele davon aus, es könnte nicht mehr als 'Juhu, Mama ärgern!' sein.

0

@Socat5

Die beste Antwort bisher!

0

Manche Kinder gehen eben nicht früher oder später von alleine in ihrem Bett schlafen :-( Kenne diese Problematik aus der eigenen Familie.Da hat das Kind noch mit 5 Jahren mit im Elternbett geschlafen.Es ist zwar auch ab und zu im eigenen Bett (nur mit Hinlegen der Mutter) eigeschlafen,kam aber dann jede Nacht ins Ehebett gekrochen.Oder es wollte gleich im Elternbett einschlafen :-( Die Eltern waren dann auch nicht konsequent genug um diesen Zustand zu ändern. http://eltern.t-online.de/schlafen-im-elternbett-bis-zu-welchem-/indealter/id_18702250x

0
@dialea1170

Und? Schläft es mit 18 immer noch bei den Eltern? Wo ganz genau ist denn das Problem, wenn ein Kind mit 5 Jahren noch bei den Eltern schläft? Außer "das geht doch nicht" oder "das tut man nicht" oder "so was kann doch nicht gut sein".

0
@dialea1170

Meine Tochter hat mit 6 von selbst gesagt, jetzt würde es wohl mal Zeit, im eigenen Bett zu schlafen.

Mit 5 immer noch - genau, 5 und nicht 15. 5 ist noch 'früher' und noch lange nicht 'später'.

0

ich habe mal gehört, dass man die kinder schreien lassen sollen. sonst wissen sie, wenn ich schreie kommt sofort jemand und kümmert sich um sie. spielt z.b mit ihnen usw. aber 22 monate sind ja schon fast 2 jahre, oder? ich würde am besten zum kinderarzt gehen. die wissen sicher auch über solche sachen wie "schreien lassen" bescheid.

viel glück!!

Großer Gott! Es ist doch gerade DER SINN DER SACHE, dass jemand kommt, wenn das Baby schreit! Schon mal daran gedacht, dass ein Baby ausser Schreien kaum eine andere Möglichkeit hat, auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen? Wie soll denn aus einem Baby, das nicht ernst genommen wird, jemals ein selbstbewußter, erwachsener Mensch werden? Warum bekommen Menschen überhaupt Kinder, wenn sie dann doch keine Lust haben, sich um sie zu kümmern?

0
@erhari64

Wohl wahr. Aber die Idee, die bösen bösen Kinder wollten mit dem Geschrei ihre Eltern nur manipulieren und ärgern, lässt sich nicht ausrotten. Ein Kind, das nachts nicht schlafen kann und die Nähe seiner Eltern sucht, braucht die Nähe seiner Eltern.

0

schläft sie denn tagsüber?

ja, sie macht einen mittagschlaf. aber der hat damit nichts zu tun, denke ich.. ich wecke sie konsequent um 2 Uhr(d.h. sie darf max. 2 stunden schlafen). Es kam auch alles ganz plötzlich. vom einen zum anderen tag :/ ich seh abends ja, dass sie totmüde ist, sonst würde ich sie ja nicht hinlegen..

0
@FenyaChan

Versuch mal, den Mittagsschlaf zu verkürzen. Mit knapp 2 Jahren braucht sie keine 2 h mehr.

0
@FataMorgana2010

sie schläft meistens 1 1/2 std und ich sehe, dass sie das wirklich braucht. wenn sie weniger schläft, ist sie den ganzen tag müde und unausstehlich

0
@FenyaChan

Das wäre vielleicht einige Tage so, aber dann hätte sie sich daran gewöhnt.

0
@Socat5

Das denke ich auch. Man kann ja auch andersherum argumentieren: sie braucht den Tagesschlaf im Moment, weil sie nachts nicht richtig zur Ruhe kommt. Gleichzeitig verhindert der ausgiebige Tagesschlaf, dass sie nachts richtig zur Ruhe kommt. So eine Umstellung klappt nicht von einem zum nächsten Tag, aber nach ein paar Tagen wird sie sich dran gewöhnen.

0

die vermutung hätte ich auch.

ansonsten den gewohnten rhytmus beibehalten

0
@larry2010

ich würde auch den Mittagsschlaf auf jeden Fall kürzen. das wird sicher hart, aber dann ist sie abends vielleicht zu müde um wieder wach zu werden

0

Was möchtest Du wissen?