Brauche ich ein Gewerbe um selbst hergestellte Dinge bei Kleinanzeigen zu verkaufen?

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7 Antworten

Ein Gewerbe wird nicht angemeldet aufgrund der Höhe des Gewinns oder des Umsatzes, sondern ob der Absicht Gewinn zu erzielen und einer wiederkehrenden selbständigen Tätigkeit nachzugehen (§ 15 Abs. 2 EStG).

Es handelt sich hier zwar um eine im weitesten Sinne künstleriche Tätigkeit, ob dieser aber auch die Bedingungen nach § 18 EStG erfüllt, würde ich nicht zwingend unterschreiben.

Fazit: Ja du musst höchstwahrscheinlich ein Gewerbe anmelden. Gedenkst du deine Werke online anzubieten?

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Kommentar von elevenmoons
10.03.2016, 14:58

Erst mal nur online bei bekannten Kleinanzeigen-Webseiten. Je nachdem wie es sich verkauft vielleicht auch in einem Shop (eigener oder welche wie Dawanda etc), oder aber später vielleicht auch auf Flohmärtken. Das steht aber bislang alles noch in den Sternen und  wenns wirklich klappen sollte, ist noch ein bisschen Zeit bis dahin.

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ich könnte mir vielleicht etwas Taschengeld dazu verdienen.

Du hast also eine Gewinnerzielungsabsicht ! Da du mehrere Sachen speziell zum Verkauf produzierst, bist du schon Gewerbetreibender. Und das ist keine Kunst, sondern Kunsthandwerk und eindeutig eine gewerbliche Tätigkeit, die du gemäß § 14 GewO von Anfang an beim Gewerbeamt anzuzeigen hast.

Umsatz- oder Gewinnfreibeträge gibt es im Gewerberecht nicht!

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Wenn du als Künstler arbeitest, dann kannst du das m.E. auch freiberuflich machen, musst dann aber die Einkünfte im Rahmen der Einkommenssteuererklärung auch erklären und dafür Steuern und Soli bezahlen. Dafür kannst du aber auch die entstehenden Kosten Gegenrechnen.

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Kommentar von Geochelone
10.03.2016, 18:22

Das ist doch nicht zum Aussuchen !

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Kommentar von Yetiator
10.03.2016, 18:24

Stimmt ... Und m.E. können Künstler, Journalisten und Lehrer Freiberuflich tätig sein ? Wenn ich falsch liege, dann berichtigen sie mich.

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Versuche es erst mal als Privatverkäufer ob Du überhaupt etwas verkaufen kannst. Wenn Dein Geschäft läuft kannst Du ja ein Gewerbe anmelden

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Kommentar von kevin1905
10.03.2016, 16:29

Gibt es nicht.

Wer regelmäßig Sachen veräußert, welche nicht einst der privaten Lebensführung zuzuordnen waren (z.B. Keller oder Kleiderschrankinhalt ausräumen und auf dem Flohmarkt verticken) handelt immer gewerblich, wenn die Tätigkeit nicht der Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG) oder einem freien Beruf (§ 18 EStG) unterliegen, da hier von Nachhaltigkeit und Gewinnerzielungsabsicht auszugehen ist.

Ob hier 15er oder 18er Einkünfte vorliegen hängt sicher nicht zuletzt davon ab, ob hier die Handwerklichkeit oder der künstleriche Aspekt überwiegen.

Es liegt Regelmäßigkeit vor und auch eine Gewinnerzielungsabsicht.

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Kommentar von Geochelone
10.03.2016, 18:23

Das ist eine Aufforderung zu ordnungswidrigem Verhalten. Der fragende will sicherlich wissen, wie es richtig ist.

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Du kannst ein Kleingewerbe anmelden damit darfst du meine ich einen Jährlichen Umsatz von mehr als 17.000 € nicht übersteigen damit darfst du auch ohne Mwst ausweisung kleingewerblich verkaufen. Und du kannst deinem Kleingewerbe einen Namen geben :)

Informier dich einfachmal über das Kleingewerbe bei Google

viel Glück.

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Kommentar von ErsterSchnee
10.03.2016, 10:33

Es gibt KEIN Kleingewerbe!

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Kommentar von thetee99
10.03.2016, 10:35

Ob sich das lohnt? Mann muss auch für ein Kleingewerbe neben der Einkommenssteuer, eine Gewerbe- und Umsatzsteuer zahlen.

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Ja, brauchst du.

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Wenn die Objekte gebraucht sind brauchst du kein Gewerbeschein

Wenn die Objekte neu sind und du verkauft viele von diesesn Produkte brauchst du einen Gewerbeschein.


Ein Gewerbeschein kostet nicht viel, wenn es hoch kommst 25 Euro davon musst aber für jedes Artikel was du verkauft hast 19% Steuer abführen an den Staat.

Du darfst im Jahr nur einen Umsatz von 17.000 Euro haben.

Du musst auch eine jährliche Bilanz für Finanzamt machen.

Vorraussetzung du bist auch 18 Jahre alt.


Für jeden Produkt führst du 15,20Euro an den Staat


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Kommentar von ErsterSchnee
10.03.2016, 16:42

Daran ist so ziemlich ALLES falsch... :-(

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Kommentar von kevin1905
10.03.2016, 17:24

Wenn die Objekte gebraucht sind brauchst du kein Gewerbeschein

Falsch. Grammatikalsich und inhaltlich. Frag mal Gebrauchtwagenhändler ob die einen Gewerbeschein haben.

Wenn die Objekte neu sind und du verkauft viele von diesesn Produkte brauchst du einen Gewerbeschein.

Ebenfalls nicht zwingend richtig. Gewerblichkeit hat nichts damit zu tun ob Sachen neu oder gebraucht sind. Lies doch mal § 15 EStG.

Ein Gewerbeschein kostet nicht viel, wenn es hoch kommst 25 Euro davon musst aber für jedes Artikel was du verkauft hast 19% Steuer abführen an den Staat.

Kleinunternehmern nach § 19 Abs. 1 UStG gefällt das nicht. Gewerbeschein kostet in der Tat Geld. Die 25,- € liegen auch ziemlich in der Mitte. Es ist aber gemeindeabhängig. Hier in MG kostet es 20,- €, mancherorts 30,- €.

Du darfst im Jahr nur einen Umsatz von 17.000 Euro haben.

Ich mach im Jahr etwa 150.000 bis 200.000,- € Umsatz. Und nun?

Damit widersprichst du deiner vorigen Aussage. Ich stelle mal richtig:

Wenn die umsatzsteuerpflichtigen Umsätze voraussichtlich 17.500,- € pro Jahr nicht überscheiten, ist man Kleinunternehmer und die Umsatzsteuer wird nicht erhoben. Man ist auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Man kann aber (§ 19 Abs. 2 UStG) zur Regelbesteuerung optieren. Das macht dann Sinn, wenn man mehrheitlich mit Regelunternehmern Geschäfte macht.

Du musst auch eine jährliche Bilanz für Finanzamt machen.

Bilanzierungspflichtig ist, wer einen Umsatz von mehr als 500.000,- € oder einen Gewinn von mehr als 50.000,- € generiert, oder eine Kapitalgesellschaft (GmbH, AG, UG, etc.) führt.

Es reicht eine formlose Gewinnermittlung (Betriebseinnahmen - Ausgaben = Gewinn/Verlust)

Vorraussetzung du bist auch 18 Jahre alt.

Spaghetti Prinzip. Wenn man genug Müll schreibt ist ab und zu auch mal was richtiges dabei. Das hier war das Richtige, nebst den Kosten für die Gew-Anmeldung!

Für jeden Produkt führst du 15,20Euro an den Staat

Wo kommt denn die Zahl her?

Nochmal: Umsatzsteuer wird nicht erhoben, wenn nicht optiert wird.

Und geschuldet wird dem Finanzamt, bei Regelbesteuerung, die Differenz aus eingenommener Umsatzsteuer und ausgelegter Vorsteuer.

Beispiel:

  • Wareneinkauf für Netto 100,- € zzgl. USt. 19% = 119,- € Brutto
  • Verkauf für Netto 200,- € zzgl. USt. 19% = 238,- € Brutto.
  • Dem Finanzamt geschuldete Umsatzsteuer: 38,- € - 19,- € = 19,- €
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