Brauche ich ein Attest in der Kündigungsfrist?

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7 Antworten

Kommt drauf an: Ihr braucht immer schon am 1. Tag eine AU?

Dann:

Ja natürlich. Ohne begehst Du einen klaren, arbeitsrechtlichen Fehler und mit Pech werden Dir die unentschuldigten Tage vom Lohn abgezogen.

Brauchst Du eine AU immer erst am 3. Tag.. brauchst Du sie jetzt auch nicht.

Merke: Bis Vertragsende verhalt man sich korrekt.


Ich würde aber überlegen, ob gerade um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich auf jeden Fall eine AU vorlegen würde.


Gute Besserung!

Habe das schon in einem anderen Kommentar geschrieben aber schreibe es hier nocheinmal da ich deine Antwort recht hilfreich finde.

Es ist nur ein Minijob gewesen und ich war noch in der Probezeit... Ich habe einfach direkt gemerkt das der Betrieb und ich nicht zusammen passen und hab deswegen wieder gekündigt. Einen richtigen Vertrag habe ich nicht... Was jetzt?

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@Gekas97

Es gibt keinen "falschen" Arbeitsvertrag. Ihr hattet euch darauf geeinigt, dass du dort arbeitest, und dafür Geld bekommst. 

DAS ist bereits ein "richtiger" Arbeitsvertrag.

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@Gekas97

"Minijob" und "Probezeit" spielen dabei keine Rolle.

Wenn es keine schriftliche oder beweisbare mündliche gegenteilige Vereinbarung gibt, dann gilt die gesetzliche Bestimmung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 5 "Anzeige- und Nachweispflichten" Abs. 1 Satz 1 und 2.

Du musst Deinen Arbeitgeber unverzüglich informieren, wenn Du nicht arbeiten kannst (Information sofort zum Arbeitsbeginn), und Du musst eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung spätestens nach dem 3. Tag vorlegen, wenn Du länger als 3 Tage erkrankt bist (bist Du z.B. nur 2 Tage erkrankt, brauchst Du dann keine Bescheinigung).

Aber es "kommt besser an" - besonders in Zusammenhang mit Kündigung -, wenn Du gleich ein Attest abgibst.

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GERADE in der Kündigungsfrist, wird der Arbeitgeber auf eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bestehen.

Wenn denn vertraglich eine von der entsprechenden Bestimmung des Entgeltfortzahlungsgesetzes abweichende Regelung (Vorlage schon ab dem ersten Tag einer Krankschreibung und nicht erst wie im Gesetz - ab dem 4. Tag) vereinbart wurde!

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Wenn die Firma ab dem ersten Tag eine Krankmeldung verlangt, musst du sie auch in der Kündigungsfrist bringen. Und auch deine Arbeit ordentlich zu Ende bringen, wenn du wieder da bist.

Ja, du arbeitest ja noch in dem Betrieb und bekommst auch noch bis zum letzten Tag Geld!

Ja

Nein, weil es darauf ankommt, ob die gesetzliche Bestimmung (Bescheinigung erst bei Erkrankung von länger als 3 Tagen) oder eine abweichende vertragliche Regelung gilt.

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Natürlich brauchst du ein Attest. Bis zum Datum der Kündigung steht du unter Vertrag, mit allen dazugehörigen Pflichten!

Natürlich brauchst du ein Attest.

"Natürlich" selbstverständlich nicht.

Bei einer Erkrankung von weniger als 4 Tagen nur, wenn das abweichend von der gesetzlichen Bestimmung des Entgeltfortzahlungsgesetzes EntgFG § 5 "Anzeige- und Nachweispflichten" Abs. 1 Satz 2 so vereinbart worden ist.

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@Familiengerd

Stimmt schon. Bin schon so dran gewöhnt das die meissten AG schon ab dem ersten Tag ne AU haben wollen.

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@TheHeckler

Diese Arbeitgeber tun sich damit selbst keinen Gefallen.

Wenn es einem Arbeitnehmer einmal nicht gut geht, dann bleibt er eben 1 Tag oder 2 Tage zu Hause, wenn die gesetzliche Regelung gilt.

Verlangt der Arbeitgeber aber eine Bescheinigung schon ab dem 1. Tag, werden aus 1 Tag oder 2 Tagen meist gleich mehrere Tage - weil der Arbeitgeber taktisch kurzsichtig handelt!

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@Familiengerd

Sehr guter Einwand, den ich auch bestätigen kann. Aber Firmen denken wohl anders. Die Kollegen aus der Perso sagten mir mal, das die oberen Etagen den Missbrauch der Regelung befürchteten.

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@TheHeckler

Wer "partout" einmal zu Hause bleiben will, der tut es auch dann - nur eben länger; eine AU für ein paar Tage zu bekommen (weil es einem "so schlecht geht"), ist doch kein Problem.

Ich würde allenfalls in kleineren Betrieben (nicht mehr als 30 Arbeitnehmer) ein finanzielles Argument sehen:

Bei einer Krankschreibung schon ab dem 1. Tag bekommen sie die Lohnfortzahlung durch das obligatorische Umlageverfahren zum großen oder größten Teil von der Krankenkasse ersetzt; ohne Krankschreibung muss der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung selbst zahlen.

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Na klar, es sei denn in Eurer Firma ist "krank ohne Schein" erlaubt

Hast du dein Arbeitszeugnis bereits bekommen?
Wenn ja, würde ich drauf sch... wenn nein, solltest du eins bringen.

Es könnte sonst sein das sich dein Arbeitszeugnis bedeutend schlechter ausfällt als gedacht.

LG
Healz

Und vom Lohn abgezogen werden könnten sie auch.. dann ist das Geheule sicherlich groß.

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