brauche ein paar negative seiten über das anschaffen und besitzen eines Hundes!?

6 Antworten

Die Frage ist warum brauchst du eine solches Seite? Musst du gegen dein Kind argumentieren oder vielleicht deinem Partner? So oder so, warum braucht es Gründe?

Ich hatte jahrelang keinen Hund, wo ich bei meinen Eltern lebte. Der Grund? Ich durfte nicht.

Nun habe ich einen und werde deine drei Fragen beantworten:

Kosten:

  • Anschaffung: zwischen 200 (Tierheim) und 1.500 € (Rassehund) es geht siche rnoch höher, aber ich gehe mal von "normalen" Hunden aus. Dazu kommen aber noch Leine, Napf, Bettchen und Spielzeug
  • Versicherungen: Je nach Größe Haftpflicht und OP
  • Unterhalt: Markenfutter kostet mich 100 € in 3 Monaten + Spielzeug
  • Hundesteuer: Erkundige dich was es bei dir kostet. Ich zahl 135 € / Jahr. Kampfhunde weit mehr.
  • Tierarzt: Impfungen 1x im jahr ca. 60 € und einmalig Kastration (Rüde - 200 €). Im Alter kommen noch Krankheiten hinzu...
  • Hundeschule: Nachdem es euer erste Hund ist, solltt ihr diese unbedingt besuchen. Preise kann ich dir leider nicht mehr sagen, schon zu lange her.

Krankheiten:

  • Diese Frage zu beantworten übersteigt die maximale Zeichenzahl :) Aber gerade große Hunde sind HD anfällig. Darauf wird aber beim Züchter geachtet im Erbgut. Naja, meiner hat leider seit kurzem Arthrose.

Verpflichtungen:

  • Mindestens 3x am Tag muss ein Hund raus, dabei ist es egal ob es regnet oder stürmt. Ob Herrchen Lust hat oder keine. Keine Zeit gibt es nicht
  • Zudem sollte mindestens ein großer Spaziergang dabei sein, wo der Hund sich richtig austoben kann
  • Urlaub: Es muss immer für den Hund gesorgt werden. Fahrt ihr in den Urlaub muss die Person die Verantwortung übernehmen (Gassi, Fressen usw.)
  • Habt ihr die Zeit? Der Hund braucht Eingewöhnung. Wor waren den ersten Monat komplett zuause. Er musste sich ja an alles gewöhnen und Stubenrein werden.
  • Familienfeiern und Freunde: Versteht er sich mit allen? Kann er überall mit hin?

Ich hoffe ich hab nichts vergessen :)


Doch einen Punkt:

Ich würde meinen Hund für nichts auf der Welt eintauschen. Diese Entschedung war eine Bereicherung für meine Familie.


... nicht zu vergessen, die "Freude", wenn sich der Hund den Magen verdorben hat und auf den schönen Wohnzimmerteppich erbricht. Oder besser noch, Dünnpfiff hat und sich gleichmäßig in der Wohnung oder an Tapeten "verteilt", und man schon morgens vor dem Aufstehen riecht, dass etwas nicht stimmt.

.-)

Oder der Hund groß ist und alle Menschen anspringt, denen er begegnet, weil er aus Zeit- oder Motivationsmangel oder fehlender Kenntnis nicht erzogen ist. Am besten kommen dabei z. B. "Matschpfoten" auf weißen Hosen an oder zerrissene/zerstörte feine Festtagskleidung.

Wenn jeder Gang zum Tierarzt zum Nerventest mutiert, weil der Hund nur zu gerne den Tierarzt beißen möchte und sich partout nicht ins Maul schauen, untersuchen lassen, eine Spritze geben oder Blut abnehmen lassen möchte.

Man sich bei seinem todkranken alten Hund tagelang die Frage stellen muss, wann man spätestens den Tierarzt anrufen sollte, um seinen besten Freund einschläfern zu lassen.

Wenn man zum Zelten fahren möchte und am Campingplatz keine Hunde zugelassen sind oder man ins Wellness-Hotel möchte, in das Hunde nicht hineindürfen.

Wenn man abends ins Kino gehen möchte und muss den Hund zuhause lassen, wissend, dass er die ganz Zeit heulen und die Nachbarn nerven wird.

Wenn der Hund keine anderen Hunde mag und man ihn im Urlaub deshalb auch in keine Tierpension geben kann.

Wenn der Hund besonders Uniformen "hasst" und der Briefträger keine Post mehr bringen möchte.

Wenn man während des Fellwechsels oder auch darüber hinaus ständig die Haare einzeln von der Kleidung "pflücken" muss.

Wenn der Hund aus dem Maul riecht und man 300 Euro für den Tier-Zahnarzt für eine Sanierung berappen muss.

Ich vermisse meine Hunde.

Ich liebe Hunde und habe selbst welche, aber ja- es gibt negative Seiten.

Man verliert einen Teil seiner Freiheit, ich kann nicht mal eben entscheiden einen ganzen Tag unterwegs zu sein, entweder ich habe dann jemanden der nach meinen Hunden schaut oder ich muss darauf verzichten. Beim Urlaub das gleiche, entweder mit nehmen, jemanden haben der sie in dieser Zeit betreut oder eben auch hier verzichten. Wenn andere an Sylvester feiern gehen bin ich Zuhause bei meinen Hunden.

Auch die Kosten können sich schnell häufen, man kann Glück haben und der Hund hat bis ins hohe Alter nichts, dann fallen eben die Kosten für Futter, Kontrolle beim Tierarzt, Verischerung, Steuer, etc. an.. Es kann aber auch etwas mit dem Hund sein, wodurch sich die Tierarztkosten sehr schnell auf ein paar hundert Euro oder auch deutlich mehr belaufen. Mein Senior war in seinen letzten jahren krank , seine Medikamente haben zeitweise über 100 Euro im Monat gekostet, dazu kamen noch die Kosten für regelmäßige Kontrolluntersuchen. Das summiert sich...

Und natürlich die Zeit, Hunde wollen und müssen raus, einmal um den Block langt nicht. Meiner Meinung nach sollten es täglich schon drei Stunden sein und die muss man eben investieren, egal ob man an dem Tag gerade will oder nicht. Dazwischen wollen sie ja auch noch Aufmerksamkeit.

Wenn man auf Haus oder Wohnungssuche ist, macht ein Hund das auch nicht einfacher, weil viele Vermieter keine Hunde wollen.

Und mehr putzen muss man auch, da sie ja während dem Fellwechel doch einige Haare verlieren...

Ein hund ist etwas tolles, man muss sich wirklich gut überlegen, ob man als Hundehalter geeignet ist

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