Brauche drigend einen Experten zur Aufklärung von Gewerbeanmeldung/Selbständigkeit?

1 Antwort

der Arbeitgeber präferiert Gewerbeanmeldung.

Dann ist er kein Arbeitgeber, sondern ein Auftraggeber, der für einen oder mehrere Aufträge Auftragnehmer sucht.

Wie hoch ist der in meinem Fall ( also wegen meinem Bafög ) ?

BAFöG ist nicht mein Spezialgebiet aber meines Wissens waren es 4.896,- € p.a. (408,- € p.M.). Wenn dein Einkommen aber deutlich höher ist als dein BAFöG ist die Frage doch eh irrelevant. Mehr Geld ist immer besser als wenig Geld.

Und bei einem Werkstudentenvertrag müsse man am Ende des Jahres eine Einkommensteuererklärung abgegeben um sich die Steuer zurückzuholen.

Es besteht bei einer Anstellung i.d.R. keine Abgabepflicht. Kann aber sinnvoll sein, wenn man Lohnsteuern abgezogen bekommen hat. Als Selbständiger ist das aber für dich nicht die Thematik. Dir wird nichts abgezogen. Du erklärst deine Einkünfte und das Finanzamt setzt ggf. eine Steuer fest.

Angenommen ich melde Gewerbe an und komme nicht über diesen Freibetrag
hieße das ich müsste nichts an das Finanzamt abführen am Ende des
Jahres.

Wenn du weniger als 8.652,- € pro Jahr an zu versteuerndem Einkommen generierst, fallen keine Einkommensteuern an.

Hierbei stellt sich mir aber noch eine Frage ist mit Ende des Jahres
wirklich immer Ende des aktuellen Kalenderjahres gemeint oder der
Zeitpunkt nachdem ich die Tätigkeit beendet habe?

I.d.R. beginnt ein Wirtschaftsjahr am 01.01. und endet am 31.12. Die Einkommensteuer ist eine Jahressteuer.

Weiterhin stellt sich mir auch die Frage, nehmen wir mal an ich muss
doch was abführen wie läuft das dann ab, muss ich mich dann bei denen
melden oder melden die sich.

Du bist verpflichtet zum 31.05. des Folgejahres dem Finanzamt eine Einkommensteuererklärung zukommen zu lassen, inkl. der Anlage G bzw. S und einer Gewinnermittlung (EÜR oder bis 17.500,- € Umsatz auch formlos, z.B. als Excel-Tabelle). Im Mantelbogen gibst du deine Bankverbindung an.

Steuererstattungen werden dorthin überwiesen, Steuerschulden können eingezogen werden.

und hoffe das es jemand gibt der sich die Zeit nimmt mir das ganze mal zu erklären.

Am Ende des Tages gibt es dafür eine Berufsgruppe. Sie nennen sich Steuerberater.

Unternehmerische Tätigkeiten ohne die Hilfe eines solchen enden oft im Chaos oder im Stress mit dem Finanzamt. Selbst wenn man viel Ahnung von der Materie hat, muss man Zeit aufwenden, in der man auch einfach Kunden oder Geschäftspartner bedienen könnte.

Weil so aus dem eigenen Freundeskreis ist bis jetzt noch niemand dazu gekommen Gewerbe anmelden zu müssen/wollen.

Irgendwie traurig, keine Gründerkultur. =(

Hinweis meinerseits:

Die Thematik der Umsatzsteuer hab ich gar nicht angesprochen, du hast auch in die Richtung nicht gefragt.

Auch die Rentenversicherung habe ich außen vorgelassen. Rate dir aber dich mal mit den Begrifflichkeiten "Scheinselbständigkeit" und "Selbständiger mit einem Auftraggeber" zu beschäftigen. Da gibt es nämlich wichtige Unterschiede.

Auch deine Krankenkasse könnte ein Interesse daran haben was du machst, hängt etwas davon ab, wie du aktuell versichert bist.

Dun dun.

Ich danke Ihnen für diese ausführliche Antwort, man könnte fast meinen Sie sind Hauptberuflich Steuerberater:).

Ja mit dem Gedanken mir einen Steuerberater zu suchen habe ich schon mehrmals gespielt, aber man liest ja immer es sei schwer einen zu finden der loyal ist usw. das schreckt schon ein bisschen ab und zweitens möchte ich ja nach den Semesterferien wieder in Vollzeit studieren und erstmal keiner selbstständigen Tätigkeit nachgehen. 

Vielen Dank für die weiteren Hinweise habe mich mal im Internet bisschen schlau gemacht. Liegt der Unterschied nicht nur darin das bei einer Scheinselbständigkeit der Auftraggeber wenn es rauskommt da es illegal ist mit einer Geld Strafe rechnen muss und bei der anderen Varianten wäre alles rechtlich in Ordnung.

Falls sie tatsächlich ein Steuerberater sind würde es mich mal interessieren was das für einen Student im Monat/Jahr kosten würde wenn man einen Steuerberater in Anspruch nimmt.

0
@Yayo50

man könnte fast meinen Sie sind Hauptberuflich Steuerberater:).

Ich bin Versicherungs- und Immobilienmakler. Aber eben seit 12 Jahren unternehmerisch tätig. Da der Steuerbereich mich selbst betrifft hab ich da ein gewisses Wissen, bin aber kein Steuerberater.

Liegt der Unterschied nicht nur darin das bei einer
Scheinselbständigkeit der Auftraggeber wenn es rauskommt da es illegal ist mit einer Geld Strafe rechnen muss und bei der anderen Varianten wäre alles rechtlich in Ordnung.

Wenn sich rausstellt der Aufttraggeber ist in Wahrheit ein Arbeitgeber, so muss er vor allem Abgaben nachentrichten.

1

Tut mir leid habe sie versehentlich negativ bewertet. Ziemlich blöd gemacht das man eine Bewertung nicht nachträglich noch ändern kann. 

Auf alle Fälle danke ich Ihnen. 

0

Was möchtest Du wissen?