Brahmanen im Hinduismus

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1 Antwort

Brahmanen sind die höchste der indischen Kasten, die Priesterkaste. In altvedischer Zeit waren sie nichts weiter als Priester, die die Hymnen des "Rigveda" sangen, Diese Hymnen wurden nie Allgemeingut, sie wurden vom Vater an den Sohn weiter gegeben. Das Volk entfernte sich im Laufe der Zeit immer weiter vom Ursprung dieser Hymnen, ihr Sinn und der Vorstellungskreis um sie wurde dem Volk immer unklarer; doch je weiter sich dieses alte Wissen absetzte, desto höher stiegen die Brahmanen als Bewahrer des geheimnisvollen alten Wissens in der Achtung des Volkes. Die Brahmanen bauten ihre Vormachtstellung aus, indem sie im Volk die Vorstellung nährten, dass nur durch die mit ihnen verknüpften Opferhandlungen der rechte Verkehr mit Göttern möglich sei, von deren Gunst wieder alles irdische Glück, Nachkommenschaft, Reichtum, Sieg über Feinde usw. abhinge.

Später widersetzte sich die Kaste der "Ksatriyas" der Überlegenheit der Brahmenen, es gab einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellung; aus diesem gingen die Brahmanen als Sieger hervor. Als durch ihr Machtsreben die lebendige Religion u erstarren drohte, kam Buddha, dessen Lehre die Herrschaft der Brahmenen überwand, die übrigen Kasten von diesem Druck befreite und ganz Indien reformierte. Als nach über tausend Jahren der Buddhismus in Indien seine innere Kraft verloren hatte und nun ebenfalls in äußeren Formen erstarrte, trat Shankara als Reformator auf den Plan,; er griff auf die tiefen Lehren der Veden und Upanischaden zurück, kommentierte sie und verfasste Schriften über seine Lehre, er gründete Kloster und belebte die alten Lehren wieder.

Quelle: "Lexikon der östlichen Weisheitslehren"

Die Brahmanen sind derzeit die am höchsten angesehene Kaste, sonst nichts.

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