borreliose und sport +rückenschmerzen

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2 Antworten

Sport ist sogar gut bei Borreliose.

Das Wichtigeste bei einer aktiven Borreliose ist, daß man sich nicht unterkriegen lässt dadurch. Wenn die Borreliose serologisch bestätigt ist und Du Probleme hast ist in jedem Fall eine langfristig angelegte Antibiotikatherapie angesagt. Dein Hausarzt soll mit Dir ein Antibiotikum aussuchen, welches Du gut verträgst (in Tablettenform - die Infusionstherapien helfen nicht, da sie nicht länger als 3 Wochen angewandt werden können und sind nur unnötig belastend). Das AB solltest Du mindestens ein halbes Jahr lang durchgehend anwenden.

Um Dich auf eine Borreliose zu testen, nimmt Dir der Arzt etwas Blut ab und lässt es auf Antikörper gegen Borrelien untersuchen. Es handelt sich um üblicherweise um 2 Tests, die mit dem Blut durchgeführt werden: Elisa- und Westernblot. Fällt der Test positiv aus und Du hast gesundheitliche Probleme (beispielsweise Gelenkschmerzen) sollte ein seriöser Arzt Dir dann Antibiotika verschreiben. Wenn er erfahren ist, wird er die ABs gleich für einen längeren Zeitraum verschreiben, auch wenn die Standardersttherapie eigentlich nur 3 Wochen Doxycyclin vorsieht. Die 3-Wochen-Therapie ist lediglich bei einem frischen Zeckenbiß ausreichend, wenn sich die Borrelien im Körper noch nicht fest etabliert haben. Beim fortgeschrittenen Stadium hilft nur noch eine lang angelegte AB-Therapie.

Borrelien vertragen keine Wärme. Deswegen können Saunabesuche hilfreich sein.

Wenn sich die Symptome nach Beginn der AB-Behandlung oder einem Saunabesuch verstärken ist das übrigens normal. Das ist ein Zeichen dafür, daß gerade sehr viele Borrelien abgetötet werden. Die dabei entstehenden Giftstoffe sind die eigentlichen Verursacher der Probleme. Die kurrzeitige Verstärkung der Probleme nennt sich Herxheimerreaktion, die dann meist nach kurzer Zeit wieder abklingt und dann sollte eine deutliche Besserung eintreten.

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Sport kannst Du machen, soweit das überhaupt geht. Aber vor allem sollte eine hochdosierte langdauernde Antibiose gemacht werden, vor allen dann wenn der Nachweis vorliegt oder die Erkrankung auf Grund der Symptome sehr wahrscheinlich scheint. Das duldete keine Verzögerung. Aber von hier kann ich das natürlich nicht beurteilen.

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Kommentar von WKNordenham
23.10.2012, 20:23

Sprich am Besten noch mal ausführlich mit Deinem Hausarzt.

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