Borderline,Depressionen,citalopram,seroquel und co?

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3 Antworten

Hallo Jess

Erstmal Hut ab für deinen Mut hier darüber zu sprechen.

Ich kann verstehen das es schwierig ist wenn die Therapeuten in deinen Augen zu kalt oder zu emotional reagieren. 

Ist es doch gerade für Borderliner schon schwer genug mit den eigenen Gefühlen zurecht zu kommen. 

Und dann auch noch damit zurecht zu kommen das der Gegenüber mit dem man versucht offen über Alles zu sprechen so reagiert.

Die einzige Lösung dabei ist es weiter zu versuchen. Und wenn du einen findest wo du dich wohl fühlst, nicht gleich aufzugeben wenn es mal weniger gut läuft. Es gibt nun mal gute und weniger gute Phasen.

Was die Medikamente betrifft. Darüber sprichst du am besten mit deinem Therapeuten bzw eben Jenem der es dir verschrieb.

Was du mit der Sexualität und Orgasmen Frage meinst wird mir leider nicht ganz klar, deshalb kann ich dir darauf nicht antworten.

Auf das letzte hingegen schon. Es ist leider nicht selten das Leute selbstzerstörerisch handeln. 

Sei es ritzen, Fressattacken oder eben Sex mit Leuten die einen anekeln. Es ist in dem Moment durchaus eine Art der Selbstbestrafung.

Falls du sowas tust, gerade was diese Sex Sache angeht dann versuch daran zu arbeiten. Denk daran das es dir nicht gut tun wird, und du das Recht hast gut behandelt zu werden. 

Das du etwas Wert bist.  

Und es auch Wert bist deinen Körper nur jemanden anzuvertrauen der es wirklich verdient hat und der mit Respekt damit umgeht.

Ich weiß nicht ob es dir was hilft, aber ich kann dir auch ein Forum empfehlen wo du ganz offen über all deine Sorgen sprechen kannst.

www.borderline-forum.org

Schau doch dort mal vorbei, wenn du möchtest. Die Leute dort kennen Einiges und können es oft besser nachvollziehen als Außenstehende. Das könnte dir helfen, weil du dich so verstanden fühlen kannst.

lg Caila

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Super dass du dich überwunden hast hier zu schreiben! Ich gebe dir jetzt mal eine relativ medizinische und weniger sozialtechnische Antwort, denn ich glaube das war deine Frage.

Obwohl man nicht verallgemeinern sollte lässt sich sagen, dass Psychologen (mit entsprechender Weiterbildung) geeigneter für eine Psychotherapie sind als Psychiater. Mit Psychotherapie meine ich eine richtige Therapie und nicht das Gespräch beim Arzt, welcher anschliessend einfach Medikamente verschreibt.

Wichtig ist, zuerst Probestunden bei diversen Psychologen zu absolvieren, um zu sehen, wo die Chemie stimmt. Das Verhältnis von Therapeut und Patient ist elementar wichtig für eine Psychotherapie.

Zudem würde ich zu einem Psychologen gehen, der mit einem Arzt zusammen arbeitet. Ein Psychologe darf dir keine Medikamente verschreiben, das darf nur ein Arzt.

Zu deiner Medikamentenfrage: Seroquel ist bekannt für Gewichtszunahme, muss aber nicht bei jeder Person gleich sein. Ich habe jedenfalls von Seroquel stark zugenommen, kenne aber auch Personen die nicht zugenommen haben.

Citalopram ist bekannt für Libidoverlust, besonders bei Männern, aber auch bei Frauen. Libidoverlust heisst in erster Line, dass man nicht mehr "scharf" wird. Folglich leidet man auch unter Orgasmusstörungen. Auch eine Gewichtszunahme ist möglich, besonders bei längerer Anwendung. Eine Gewichtsreduktion ist ebenso möglich, das hängt von der Konstitution des Patienten ab.

Weitere sehr häufige Nebenwirkungen von Seroquel sind: Benommenheit, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, hoher Blutdruck, Erbrechen, erhöhtes Serumprolaktin und Absetzerscheinungen bei Beendigung der Therapie.

Weitere sehr häufige Nebenwirkungen von Citalopram sind: Benommenheit, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Übelkeit und Schwitzen.

Das heisst jedoch nicht, dass du alle diese Nebenwirkungen bekommst.

Hoffe konnte bisschen weiterhelfen...

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Hey Jess,

ist Dir bewust, dass es zur Borderline Störung gehört, dass Du mit KEINEM Therapeuten über längere Zeit zufrieden sein wirst?

Es wird in jeder Beziehung, auch in der zu Ärzten oder Therapeuten immer wieder schwierige Phasen geben und den Wunsch die Beziehung abzubrechen.

Daher wäre es wichtig, dass Du Dich für einen Therapeuten/Eine Therapeutin entscheidest und längere Zeit bei diesem/dieser bleibst auch wenn es unbequem ist.

Wenn ein Therapeut Tränen zeigt spricht das aus meiner Sicht für den Therapeuten, denn er ist empathisch und hat keine Angst davor dich emotional nah rankommen zu lassen und seine eigenen Gefühle zu zeigen.
Vermutlich war es Dir bei diesem zu viel emotionale Nähe. Und bei den anderen zu wenig. Entscheide Dich mit wem Du es versuchen willst und dann bleib dabei ;)

Medikamente werden gegen Borderline kaum helfen. Wenn Du Medikamente möchtest die Symptome lindern (z.B. depressive Symptome, Druck, Unruhe) solltest Du dies mit Deinem Psychiater/Deiner Psychiaterin besprechen.

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Kommentar von Caila
27.06.2016, 01:33

Es gehört nicht zu Borderline das man mit keinem Therapeuten auf lange Sicht zufrieden ist.

das hat rein gar nichts mit der psychichen Erkrankung zu tun.

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