Borderline-Persönlichkeitsstörung. Möglichkeit als Abschlusspräsentation?

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3 Antworten

Ich finde, es kommt darauf an, wie alt Du bist.

Im Teeny-Alter haben irgendwie alle Borderline, die sich mal ritzen. Das stammt nicht von mir, sondern von einem netten Psychiater.

Borderline ist so vielschichtig. Nicht jeder, der sich ritzt, hat Borderline.

Und nicht jeder Borderliner ritzt sich.

Ich bin Borderliner seit 16 Jahren habe ich die Diagnose. Die Diagnose bekam ich, weil sich mein Freund von mir trennen wollte und ich habe mir die Pulsadern aufgeschnitten, wollte aber nicht sterben. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich in einer Psychiatrie. Dort habe ich kapiert, dass mein Empfinden, meine Gefuehle nicht "normal" sind.

Mein Freund hat mich dort besucht und ich habe ihn auf Knien angefleht, mich nicht zu verlassen, weil ich ihn doch so sehr liebe. Wir sassen auf einer Parkbank und ich weiß noch, dass ich versucht habe, ihn durch Zärtlichkeiten umzustimmen. Ich habe sein Gesicht gestreichelt und ihm gesagt, wie sehr ich ihn liebe.

Irgendwann sagte er dann, es habe keinen Sinn mehr, die Trennung wuerde er jetzt durchziehen.

Da bin ich ausgetickt. Ich bin auf ihn losgegangen. Habe ihn beschimpft.

In diesem Moment habe ich ihn abgrundtief gehasst.

DAS ist Borderline. Nur Schwarz oder Weiss. Gut oder Böse. Natuerlich habe ich auch selbstverletzendes Verhalten. Aber das muss nicht Ritzen sein. Das kann auch uebermässiger Alkohlkonsum sein, Drogenmissbrauch. Oder einfach bei Rot ueber die Ampel gehen, mit dem Gedanken "Ist mir doch egal".

Ich finde, Du hast Dir da ein gutes Thema ausgesucht, aber auch ein schwieriges. Ich wuerde es schön finden, wenn Du Borderline so präsentierst, wie es wirklich ist.

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Kommentar von alevalev016
26.08.2016, 10:38

Wow, danke. Ich hoffe es hat dich nicht irgendwie Überwindung gekostet. Ich Danke dir, dass wird mir helfen 

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Ich finde deine Idee gut. Du musst es halt nur eher ernst als lustig verpacken. Dann wird das schon was

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Kommentar von alevalev016
20.08.2016, 15:17

Natürlich, danke für die Antwort.

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Hallo

ich verstehe deine Bedenken nicht. Warum solltest du dieses Thema nicht nehmen? Du scheinst es ja ernst anpacken zu wollen.

Wie stellst du dir denn den Rollenwechsel konkret vor? Vielleicht kann ich dir als Betroffene helfen? Was hast du denn für Ideen dazu?

LG

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Kommentar von alevalev016
20.08.2016, 18:10

Das wäre unglaublich lieb von dir. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass ich am besten soviel darüber lese, wie es nur geht. So das ich es mir wenigstens etwas vorstellen kann , um es dann vorzustellen. 

Wie zum beispiel 'Ich nehme Dinge anders auf als ihr. Gefühle sind für mich viel intensiver'. (Ein Beispiel, bin mir auch nicht so sicher ob das stimmt.)

Vielleicht könntest du mir erzählen, wie du dich an manchen Tagen fühlst. Ob du mit anderen überhaupt gerne darüber redest. Wie dein Umfeld dich behandelt(unterstützt?) Und vielleicht noch, ob es sich gebessert hat. Ich habe mal gelesen, dass es unterschiedliche 'Stufen' gibt.

Das ist natürlich nicht nötig die fragen zu beantworten, wenn sie dir zu privat sind. :D

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