Borax-Behandlung?

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Das ist ein Verfahren zur Reinheitsverbesserung und wird, meines Wissens nach, nur bei manchen Rubinen, z.B. aus Mong Hsu in Myanmar (Burma) angewandt.

Dabei werden natürliche Risse im Stein "geheilt". Dazu wird der Stein hoch erhitzt und ein borax-hältiges, glas-ähnliches Flussmittel dringt in die Risse ein. Durch die hohe Temperatur schmelzen die Wände der Risse teilweise wieder zusammen. Beim Abkühlen verbleiben Reste des Flussmittels im Stein und bilden einen typischen Einschluss, der in der Gemmologie "Flüssigkeitsfahne" oder "Fingerabdruck-Einschluss" genannt wird.

Ich bin kein Festkörperphysiker, aber so, oder zumindest so ähnlich, funktioniert das.

Das Ergebnis ist eine deutlich verbesserte Reinheit und somit ein höherer Preis.

Das Verfahren ist legitim, unterliegt jedoch der allgemeinen Auszeichnungspflicht. Das heißt, so behandelte Steine müssen als "behandelt" oder "reinheitsverbessert" bezeichnet werden.

Danke. Das war eine große Hilfe. :)

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