Bonner Ultras, was meinte der Begriff genau?

5 Antworten

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Noch einmal, etwas eingehender:

Fanatische Antikommunisten, Fanatische Spalter, Fanatische Nazis?

Ich denke, dass der Begriff „Bonner Ultras“ alles beinhaltete, was sich die BRD auf die Fahnen geschrieben hatte und von der DDR abgelehnt wurde.

Fanatische Antikommunisten sowieso, da der Kommunismus für ein kapitalistisches Wirtschaftssystem nicht systemimmanent ist, d.h. einen antagonistischen Widerspruch in sich trägt.

Fanatische Spalter insofern, dass „man“ lieber ein halbes Deutschland ganz als ein ganzes Deutschland halb haben wollte, und man deshalb auch das Entgegenkommen Stalins, Deutschland zu vereinigen und ihm Neutralität zu geben, ablehnte. Die Sowjetunion wollte verhindern, dass Westdeutschland sich mit Amerika verbündet und zugleich eine neutrale Pufferzone zwischen den Machtblöcken schaffen. Die Aden.-Regierung bezeichnete dieses Ansinnen als Finte, die nach ihrer Meinung nur dazu dienen sollte, ganz Deutschland unter die russische“Knute“ zu bekommen…

Fanatische Nazis? Der westdeutsche Staat hatte dem Nazismus zwar abgeschworen, aber trotzdem zugelassen, dass etliche tausend Altznazis wieder zu Rang und Würden kamen und selbst hohe Staatsämter bekleideten, was im Osten Deutschlands nicht geschah.

Man mag über den DDR-Begriff „Ultras“ geteilter Meinung sein. Und für manch einen war er eine leere Worthülse, die damals von einfachen, wenig nachdenkenden Menschen als das Böse schlechthin verstanden wurde, ohne sich über die Inhalte richtig im Klaren zu sein, was sich nicht unterscheidet von der heutigen Unbedarftheit vieler Landsleute, die zwar nicht mit dem Begriff „Pankower Ultras“ aufgewachsen sind, dafür aber mit einem nicht weniger dumm interpretierten Zerrbild des Landes DDR, das immer wieder gern auf die Stasi reduziert wird, wenn das Wissen und der Wille zum Argumentieren und zum Verstehen fehlen.

anscheinend hast du entweder null Ahnung oder du willst es nicht wahrhaben! In der DDR gab es im Gegensatz zu Westdeutschland keinerlei Bereinigung von Nazis. Fast alle wurden komplett in Ämter der DDR übernommen. Nach wie vor gab und gibt es in der ehemaligen DDR deshalb mehr Nazis als sonst wo.

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@Mismid

Aha ... im Osten mehr Nazis als im Westen ... aha ... alles klar ... geht schon rechnerisch nicht, da in der Bundesrepublik 65 Millionen lebten und im Osten 17 Millionen. Und natürlich konnte man nach dem Krieg nicht alle Menschen die vorher noch "Heil H.itler!" schrieen ausrotten und vielen gab man natürlich wieder Arbeit und Brot auch im Staatsdienst. Aber man versuchte zumindest im Osten eine Lösung zu finden mit der man leben konnte, d.h. Kriegsverbrecher vor Gericht. Im Westen war der Antikommunismus wichtiger, sodass man lieber einem Kriegsverbrecher einen Persilschein ausstellte als diesen vor Gericht zu stellen, wenn dieser im Kampf gegen den Kommunismus behilflich sein konnte.

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@Mismid

Du bist offenbar ein ausgemachter Dummkopf. Mit dir zu reden ist vergeudete Zeit. Also verschone mich in Zukunft.

Da nützen auch dein Links nicht!

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@Mismid

@mismid: Der Kommentar ist so abstrus, so ein hanebüchener Unsinn, dass man selbst auf GF lange suchen muss, um so einen Schwachsinn zu finden. Selbst Guido Knoop und Konsorten lassen sich zu solchen Tatsachenverdrehungen nicht hinreißen.

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@bigheizer1975

wieso sollte das rechnerisch nicht gehen? Es ist und war ja nicht jeder Nazi! Man sieht daß du die Tatsachen nicht verstehst. Aber du kannst ja nichts dafür. Die Deinformation der DDR hat bei dir voll gewirkt

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@Mismid

Nein bei mir haben 20 Jahre Volksverdummung nicht gewirkt!

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"Bonner Ultras" war einfach ein Schimpfname für die Bonner Regierung, dafür brauchte man keine Begründung. Ein Arbeitskollege von mir hat sich Anfang der 80er Jahre mal darüber lustig gemacht, damals benutzte man dieses Wort in der DDR aber schon lange nicht mehr. Was sich Ulbricht dabei gedacht hatte (denn von ihm stammte dieser Ausdruck), weiß man heute auch nicht mehr, aber er diffamierte alles, was ihm nicht in den Kram passte. Widerspruch duldete er sowieso nicht. Ein anderes Beispiel: Bei dem Kesseltreiben gegen die Junge Gemeinde in den 50er Jahren (das weiß ich vom Erzählen) wurde ein Plakat zum Anlass genommen, das im Schaukasten der Kirche hing und einen Bibelspruch trug: "Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme" oder einen ähnlichen Spruch. Da wurde behauptet, damit sei die Stimme vom Sender "RIAS" (der "Feindsender" überhaupt) gemeint, und die Junge Gemeinde sei "Agent des Imperialismus". Damals wurden alle jungen Kirchenmitglieder aus der FDJ geworfen (weshalb mir meine Eltern später den Eintritt in die FDJ verboten haben). So plötzlich und irrational, wie diese Kampagnen begannen, verschwanden sie auch wieder, und es wurde nie wieder darüber geredet. Aber die Demütigungen wurden so schnell von den Betroffenen nicht vergessen, und manch einer ging dann doch lieber in den Westen, was damals noch möglich war.

Wer blieb, der hatte meist für derartiges nur Spott übrig. In den Familien- und Freundeskreisen existierte eine "Rotkäppchen"-Variante, immer wieder heimlich abgetippt und weiterverbreitet, die die ganze Ernsthaftigkeit von DDR-Schlagwörtern und -Kampagnen verspottete. Sie kursiert sogar heute noch im Internet, ich habe allerdings den Link nicht parat.

Also ich verstehe den Streit hier nicht ganz. Selbstverständlich stimmt das, dass in der DDR Nazis wieder in ihre Ämter kamen, wenn es dem Regime passte. Die DDR glaubte auf die Bundesrepublik mit dem Finger zeigen zu könen, weil sie sich als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches sah und auch daraus resultierende Schuld anerkannte. Das gab es in der DDR nicht. Wenn du mal den Film 'Wir Kellerkinder' gesehen hast, der nun nicht eben im Ruch rechten Gedakengutes steht, wirst du wissen, was gemeint ist. Google mal : Olaf Kappelt: Braunbuch DDR/Nazis in der DDR.

Da stand sogar kurz nach der Wende ein Artikel in einer (damals noch) DDR-Zeitschrift über das Schicksal einer Jüdin, die nach Kriegsende die DDR für den besseren deutschen Staat hielt und hier blieb. Sie hatte im KZ gesessen, fing als Kellnerin neu an und hätte eines Tages fast das Tablett fallen lassen: Da saß ihr Peiniger (Aufseher) aus dem KZ im Restaurant. Der war inzwischen Parteisekretär. Doch auch er hatte sie wiedererkannt und versuchte, sie als Staatsfeindin zu denunzieren und erneut hinter Gitter zu bringen, damit er straflos blieb. Andererseits wurden Kriegsverbrecherprozesse in der DDR konsequenter durchgezogen - so eine Farce wie im Majdanek-Prozess (ich habe dazu die Berichte in der "Wochenpost" gelesen) gab es hier nicht.

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@Claud18

es bestreitet niemand, dass hier und da mal einer durchs Netz geschlüpft ist, ABER seine reaktion auf die Wiedererkennung deutet ja wohl eindeutig darauf hin, dass die SED nichts von seinem Vorleben wusste bzw. er zumindest seine Biografie "geschönt" hatte ... also bitte NICHT von Einzelfällen verallgeimeinern!

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