Bombardiert Deutschland eigentlich auch Syrien?

7 Antworten

Bisher bombadiert Deutschland gar nichts. Und wenn es soweit kommen sollte, würde Deutschland auch nicht Syrien als solches bombadieren, sondern gezielte Stellungen des IS. Allerdings ist es unwahrscheinlich, daß Deutschland Luftangriffe fliegen wird. Die deutsche Beteiligun sieht in der Regel anders aus, zumal die Stärken bei der Bundeswehr ganz woanders lieben. Wie genau sich Deutschland beteiligen wird, steht noch nicht fest. Fakt ist nur, Frankreich hat sich auf einen Vertrag berufen, nachdem Deutschland zur Hilfe verpflichtet ist. Wie genau die Hilfe aussieht, wirst du schon noch aus den Medien erfahren, sobald es spruchreif ist.

Die Stärken der Bundeswehr liegen anders - der war gut ;-). Die Bundeswehr hat derzeit überhaupt keine Kapazitäten für ein größeres militärisches Vorgehen.

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@Superstudent

Ich habe nicht von der Kapazität geredet, sondenr wirklich von den Stärken, wie sich die Bundeswehr auch in anderen Einsätzen einbrigen kann. Das wäre z.B. der Sanitätsdienst, die ABC-Abwehr und die Logistik und Instandsetzung, der Feldjägerdienst auch zum Teil... In den anderen Einsetzen wird das auch von Deutschland gestellt, so wie andere Länder auch ihre Spezialitäten einbringen. Daß die Kapazität jetzt knapp wird, liegt eher daran, daß ein allgemeiner Personalmangel bei der Bundeswehr herrscht. Man hätte halt die Wehrpflicht nicht so radikal abschaffen sollen.

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@DerTroll

Die Kapazitäten haben unmittelbar mit den Stärken zu tun. Da sieht es bei der Bundeswehr aber ziemlich düster aus und das nicht erst seit der Abschaffung der Wehrpflicht. Die hatte mit den operativen Fähigkeiten und "den Stärken" ohnehin nicht viel zu tun, weil Wehrpflichtige bekanntlich nicht nach Afghanistan oder in andere Einsätze geschickt werden. Akut hat die Bundeswehr weniger ein Personalproblem als vielmehr eines mit Effizienz und Material. Die Logistik ist übrigens mit Sicherheit kein Aushängeschild der Bundeswehr, weil derzeit keine modernen Lufttransportkapazitäten vorhanden sind.

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@Superstudent

Der Korrektheit halber, die Wehrpflicht wurde formal nicht abgeschafft, sondern ausgesetzt. Faktisch kann sie aber so schnell nicht wieder eingeführt werden, weil sowohl viele Kreiswehrersatzämter als auch entsprechende Bundeswehrstandorte längst geschlossen wurden.

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@Superstudent

ja ich kenne mich an sich ziemlich gut mit der Bundeswehr aus. Gehöre ja auch dazu. Was ich meinte, ist nicht die Abschaffung der Wehrpflicht, sondern die Abschaffung die Wehrpflicht als Personalbezugsquelle zu nutzen. Ich weiß, daß sie formal gesehen nur ausgesetzt ist. Wir haben genug Leute, zur Erfüllung der Aufgaben im Ausland. Nur wenn wir die alle abrufen, können wir die Aufgaben im Inland nicht mehr erfüllen. Da fehlt es eben an dem, was früher die Wehrpflicht eingebracht hat.

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@DerTroll

Sicher, nur ist Zwangsarbeit nicht mehr zeitgemäß, politisch nicht vermittelbar und es gibt zudem genug Streitkräfte auf der Welt, die mit einem geringeren Etat als die Bundeswehr auch ohne Wehrpflicht weit bessere Ergebnisse erzielen. Die Bundeswehr hatte 2013 ein Budget von 48 Mrd. USD und gehört damit global zu den Top 10. Dennoch existieren andere Armeen, die offensichtlich schneller und massiver agieren können als die Bundeswehr. Frankreich beispielsweise gibt, wenn man die Kosten für die Force de frappe abzieht pro Jahr gar nicht so viel mehr aus als Deutschland und kennt überdies keine Wehrpflicht. Dennoch kann man sehr kurzfristig und in bedeutendem Maßstab global agieren, das haben u.a. die Einsätze in Mali und nun in Syrien gezeigt. Eines ist klar: Der Grund dafür liegt weniger in den Kasernen, als im Verteidigungsministerium in Berlin, wo seit der Gründung eine unausgegorene Bundeswehrreform die nächste ablöst.

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@Superstudent

Aber ich denke das Problem wurde mittlerweile wenigstens im Ansatz erkannt, denn der Etat soll in den nächsten Jahren steigen. Aber da du ja von der Bundeswehr bist, wirst du auch viel stärker mit diesen Fragestellungen konfrontiert, als ein Zivilist.

Allerdings ist das in anderen Bereichen nicht viel anders, das Gesundheitssystem hat im Großen betrachtet sehr ähnliche Probleme. Darf ich fragen, wie die Rezeption der Verteidigungsministerin v.d.L. in der Bundeswehr ist? Ist eine Frage, die mich schon immer interessiert hat.

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@Superstudent

Noch etwas, auch wenn du das möglicherweise weißt: Die Nato setzte bekanntlich fest, dass die Mitglieder 2% des BIP für die Verteidigung ausgeben sollen. Das tun aber nur wenige Staaten, wovon gerade der amerikanische Bündnispartner nicht sehr begeistert ist.

Dennoch, für Deutschland, das ein BIP von 3,73 Billionen Euro hat würde das bedeuten, dass der Verteidigungsetat etwa 75 Mrd. Euro betragen müsste.

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Die Kanzlerin hat sich klar dazu geäußert, sie setzt tatsächlich auf Aufklärung.

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@Twinkles

Hört sich nach einer guten Strategie an, wenn man den Verbündeten sonst nicht helfen kann.

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Bombardieren nicht.

Waffen liefern, an wen ? An Assad ? Oder IS? an wen?

ich habs, an Putin ?

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@EgonL

An die Peschmerga, die bekanntlich gegen den IS kämpfen, liefert man alten Krempel aus Bundeswehrbeständen, G3-Gewehre, MILAN etc.

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@EgonL

So ist es, zumal sich MILAN laut Wikipedia auch im Nachgang als nicht sehr gesundheitsförderndes System darstellen soll:

Radioaktivität

Der Infrarotstrahler von MILAN-Raketen enthält etwa 2 g radioaktives Thorium mit einer Aktivität von 10 kBq,[9] welches während des Fluges und bei der Detonation freigesetzt wird. Seit 2001 werden deshalb vom Führungsstab des Heeres Schutzmaßnahmen beim Aufsammeln der Glühstrahler befohlen sowie die landwirtschaftliche Nutzung der Zielgebiete untersagt.[10]

Eine Studie zum Umwelteinfluss der Militärbasis Shilo in Manitoba (Kanada), auf der mit MILAN-Systemen geübt wurde, konnte einen erhöhten, jedoch unter dem Grenzwert liegenden Gehalt von Thorium 232 im Grundwasser nachweisen und empfahl, auf dem Gelände keine MILAN-Raketen mehr abzufeuern.[11]

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@Superstudent

Stimmt,

es ist aus meiner Sicht ein Riesenproblem, diese Waffenlieferungen .

Daher, und noch einiges befeuert ja diese Flüchtlingswelle. 

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@EgonL

Worin liegt denn das Problem der Waffenlieferungen an die Kurden? Ohne diese Hilfe wäre in den entsprechenden Regionen nur noch der IS aktiv, mit bekannten Konsequenzen. Die Flüchtlingswelle, wird mit Sicherit nicht dadurch befördert, dass die Peschmerga gegen den islamischen Staat kämpfen. Das Problem ist vielmehr, dass die Waffenlieferungen aus Angst vor dem Zorn der Türken viel zu marginal sind und sich auch nicht in eine Gesamtstrategie einfügen. Der Westen weiß selbst nicht so ganz genau, was er eigentlich erreichen will. Assad soll zwar weg, einen Nachfolger kann aber niemand präsentieren. Der IS soll bekämpft werden, aber nur halbherzig aus der Luft. Rebellen in Syrien sollen unterstützt werden, aber nur "gemäßigte", deren Existenz sehr zweifelhaft ist.

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@Superstudent

Natürlich wird die Flüchtlingswelle nicht durch die jetzigen Waffenlieferungen befördert.

Ich sagte: "Daher, und noch einiges befeuert ja diese Flüchtlingswelle."

Ich will damit gesagt haben, die westlichen (überwiegend) Staaten habe in früheren Jahrzehnten dort nur eigene Interessen verfolgt, diese Länder (nicht nur im nahen Osten) ausgebeutet und zweifelhafte Staatschefs gestützt. 

Bedingt durch diese falsche Politik, kam es zu der Entwicklung die wir jetzt haben.

D.h. Die Fehlentwicklung begann schon vor Jahrzehnten.

Die Waffenlieferungen, IS und Flüchtlingswelle ist nur das Ergebnis.

Und, ich befürchte, es kommt noch viel dicker.

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Nein. Noch nicht, zuerst die  Franzosen, dann Amerikaner,dann Russen,...

...und dann?

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@Twinkles

...dann nichts. Die Bundeswehr hat weder personell noch materiell die Fähigkeit zu größeren Operationen. Die haben schon in Afghanistan genug zu tun, v.a. wenn der Einsatz verlängert werden sollte.

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Ja, eben... Geht gar nicht. Der Meinung bin ich auch.

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@Twinkles

Wobei man sich schon die Frage stellen muss, was eigentlich mit dem Geld aus dem Verteidigungsetat geschieht. 2013 gab Deutschland 48 Mrd. US-Dollar für die Bundeswehr aus, Frankreich ca.61. Mrd.. Die haben dafür aber auch die kostspieligen Atomwaffen an der Backe. Der Unterschied ist also eigentlich nicht so groß. Dennoch hat Frankreich sehr viel umfassendere Verteidigungsfähigkeiten als Deutschland. Wo ist bloß das ganze Geld geblieben...

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