Bokeh-Effekt ohne Nachbearbeitung, wie?

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6 Antworten

Beim Bokeh-Effekt geht es nicht nur darum, das Hauptmotiv otisch freizustellen, sondern Lichter im Hintergrund leicht überstrahlen zu lassen, die dann wie unscharfe Punkte aussehen.

Hierzu solltest Du mit einer Brennweiten-Einstellung nicht unter 80 mm (analog zum KB) und der größtmöglichen Blendöffnung arbeiten.

Dann ist aber auch wichtig, dass die Person, bzw. das Hauptmotiv in einem beträchtlichen Abstand zum Hintergrund steht, der nicht gleichbleibend Hell ist, sondern eher Lichtdurchflutet, wie zum Beispiel beim Laub an Bäumen oder größere lichte Büsche.

Die Entfernung zwischen Motiv und Hintergrund ist abhängig von der gewählten Brennweite und Blendöffnung -ausprobieren.

Und jetzt wird es etwas schwieriger mit einer "einfachen Kamera", wie Du es beschrieben hast. Die Verschlusszeit ist nämlich auf das etwas dunklere Hauptmotiv allein auszurichten und einfache Kameras bieten weder Spotmessungen noch Belichtungsspeicher.

Das heißt Du müsstest für die Belichtungsmessung an das Motiv so dicht heran treten dass es das gesamte Bild aus füllt um nur die Verschlusszeit zu messen.

Mach' dann drei Aufnahmen - eine mit gemessener , eine mit längerer und eine mit kürzerer Verschlusszeit. Prüfe aber die Ergebnisse. Es kann gut sein, dass Du eher längere Verschlusszeiten als gemessen benötigst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Für weitere Fragen: www.dasauge.org/kontakt/

Scaramouche59 24.05.2011, 13:17

Herzlichen Dank für Deine Auszeichnung! Viele Grüße Scaramouche

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Das Bokeh wird duch eine möglichst große Blende (kleine Blendenzahl) erreicht und kann durch eine längere Brennweite und einem gut gewählten Abstand zwischen Kamera und Motiv und Motiv und Hintergrund verstärkt werden.

So ganz ohne Nachbearbeitung wird das wohl nicht gehen, wenn Du aber eine große Blendenöffnung wählst (kleine Zahl, z.B. Blende 2,8) dann wird der Hintergrund unklar/verschwommen, während bei einer kleinen Blendenöffnung (z.B. Blende 8 und größer) der Vordergrund und der Hintergrund scharf abgebildet werden, Das musst Du einfach einmal ausprobieren. Wenn Du eine Kamera mit Motivprogrammen hast, kannst Du auch einmal versuchen das Motivprogramm Portrait auszuwählen. Probieren geht über studieren.

Je größer die Blende, je näher die Schärfenebene (das Motiv sollte nah an der Kamera sein), je größer die Brennweite, desto größer wird die Unschärfe des Hintergrunds, also das Bokeh.

das kriegst du mit kleinem Blendenwert und recht hoher Brennweite hin, je höher die Brennweite, desto höher die Unschärfe.

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