Bohrsches Atommodell? Brauche Hilfe

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in der atomphysik gibt es eine reihe an modellen. immer wenn jemand eine entdeckung macht, die das modell nicht erklären kann, muss ein neues modell her.

im bohrschen atommodell besteht das atom aus einem schweren, positiv geladenen kern. das bedeutet, es gibt einen kern (stellt man sich als kugel vor), der elektrisch positiv geladen ist. das hat rutherford mit seinen streuversuchen herausgefunden. der kern ist weiterhin sehr schwer, d.h. sehr massereich im vergleich zu den elektronen und seine ladung ist in den meisten fällen viel größer als die ladung eines elektrons (vom betrag her). diese sind elektrisch negativ geladen. elektrisch positiv geladene teilchen und elektrisch negativ geladene teilchen ziehen sich an. da der kern sehr viel schwerer ist als die elektronen, sind die elektronen beweglicher und der kern relativ schwerfällig, heißt: er bewegt sich so gut wie gar nicht. du kannst ja mal tauziehen mit einem sehr schweren typen machen, dann weißt du, was ich meine. dann müssten die elektronen jedoch alle in den kern fallen, tun sie aber nicht. sonst wäre die welt nicht so, wie wir sie kennen. die elektronen müssen sich also bewegen. das ist so, wie erde und mond: der mond fällt ja auch nicht auf die erde. das liegt daran, dass er sich um die erde dreht. die fliehkraft wirkt der anziehungskraft entgegen (schleuder mal einen gegenstand im kreis, dann merkst du die fliehkraft von objekten, die sich auf kreisförmigen bahnen bewegen). bohr geht nun davon aus, dass sich die elektronen um den kern bewegen, wie sich die planeten um die sonne bewegen. das ganze soll auf kreisbahnen geschehen.

jedoch gibt es auch dinge, die das bohrsche atommodell nicht erklären kann.

EINFACH TOLL WAS SOLL ICH SAGEN !!! DANKESCHÖN ERHLICH JETZT ! Jetzt hab ich verstanden......;)

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Das, was du da (sehr schön) beschrieben hast, ist das Rutherfordsche Atommodell. Das zu verstehen ist notwendig und richtig, aber leider nur die halbe Wahrheit des Bohrschen Atommodells.

Das Bohrsche Atommodell erweitert das Rutherfordsche Atommodell um ein paar Postulate. Diese Postulate berücksichtigen die gemessene Tatsache, dass Atome nur bestimmte Energiemengen aufnehmen und abgeben können

1) Die Elektronen können nur auf bestimmten Bahnen um den Kern fliegen. Alle anderen Abstände vom Kern sind verboten.

2) Wenn ein Elektron von einer erlaubten Bahn auf eine andere wechselt, emittiert bzw. absorbiert es eine Lichtmenge, die gerade der Energiedifferenz zwischen den Bahnen entspricht

3) Das dritte Postulat sagt etwas über die Umlaufgeschwindigkeit aus. Ist glaube ich für das Grundverständnis eher hinderlich.

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@Bernte

Ja, da hast du natürlich recht. Hab mich hier wohl eher auf das Zitat mit dem schweren Kern gestürzt. Das rutherfordsche atommodell muss natürlich um die bohrschen Postulate ergänzt werden, die du beschrieben hast, um zum bohrschen atommodell zu gelangen. Danke für die Ergänzung ;)

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@ali46

Kannst du mir nochmal erklären was du bei der 2) meinst ich hab das jetzt nich verstanden - mit der Energiediffernez ? ;)

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@ali46

ein elektron kann sich nur auf bestimmten bahnen bewegen. diese "bahnen" entsprechen bestimmten energieniveaus. man bezeichnet diese "bahn", oder den energiezustand mit n und nummeriert durch, also n=1,2,3,...

zwischen diesen bahnen kann sich das elektron nicht aufhalten. je weiter das elektron vom kern entfernt ist, desto höher ist seine energie. könnte man anhand eines satelliten vergleichen: um einen satelliten in eine umlaufbahn zu bringen, benötigt man energie. je höher man den satelliten bringt, desto größer ist seine energie. genau so ist das bei den elektronen.

ein elektron kann von einem energieniveau n auf ein höheres energieniveau, z.b. n+1 gelangen. dazu ist energie nötig. diese energie erhalten sie von den lichtteilchen, den sogenannten photonen. die energie eines photons hängt von dessen wellenlänge ab. je kleiner die wellenlänge des photons ist, desto höher ist dessen energie. die energie eines photons errechnet man aus E=hf, wobei h das plancksche wirkungsquantum (eine naturkonstante) und f die frequenz des photons ist. (zusammenhang zwischen frequenz f und wellenlänge lambda ist: c=lamda*f, c=lichtgeschwindigkeit).

um ein elektron von einem niveau n auf ein höheres energieniveau m zu bringen, benötigt man ein photon, dessen energie genau der energiedifferenz zwischen diesen beiden niveaus n und m entspricht. man benötigt also ein photon mit passender frequenz, bzw. passender wellenlänge. das photon wird dabei absorbiert.

springt ein elektron von einem höheren energieniveau m auf ein niedrigeres niveau n (also genau umgekehrt), so "hat das elektron quasi weniger energie als vorher". die übrige energie wird in form eines photons abgegeben. dieses photon hat wieder die zur energiedifferenz gehördende wellenlänge.

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Ein Atom ist wie ein kleines Sonnensystem. Der Atomkern wäre die Sonne, die Elektronen die Planeten. Negativ und Positiv zieht sich gegenseitig an. Deshalb geraten die Elektronen auch nicht auf eine "schiefe Bahn". Die Elektronen umkreisen nun den Atomkern, der aus Protonen und Neutronen besteht, die wiederum aus Quarks bestehen... Aber ich will hier nicht zu genau ins Detail gehen. Dann würdest du absolut nichts mehr verstehen.

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