Ist die Börse auf lange Sicht weiter auf Talfahrt?

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5 Antworten

Also jetzt Montag früh panikartig zu verkaufen dürfte ein Garant für grauenhafte Verkaufskurse sein.

Der DAX dürfte in dem Bereich um 10000 schon eine recht starke Unterstützung haben. Ich vermute auch, dass er in einigen Tagen auch wieder ein paar hundert Punkte höher stehen wird. Allerdings rechne ich zum Herbst hin mit einer weltweiten deutlichen Verschärfung der Krisenlage. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dann zu einem "großen Crash" kommen könnte, sehe ich bei 50:50.

Was ausländische Papiere angeht solltest Du auch EUR/USD im Blick halten. Der Euro steht gerade mit den jüngsten Wechselkursgewinnen fast am oberen Ende seiner mittelfristigen Handelsspanne. Ob es für einen Ausbruch aus dem Korridor der letzten 6 Monate reicht, halte ich für sehr fraglich. Eher schätze ich ihn im Moment leicht überbewertet ein wegen der hysterischen Reaktion auf die Wirtschaftsdaten in China, in Verbindung mit dem ewigen US-Zinsdebakel (was objektiv für EUR/USD absout egal ist, weil 0.25 % mehr oder weniger an Zinsen in den USA keine mehreren ganzen Prozentpunkte Devisenauf-/abwertung rechtfertigen).

In manchen Märkten wie z. B. Singapur sehe ich Kaufkurse. Bei deutschen Nebenwerten zum Teil auch.

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Kommentar von pantilo
22.08.2015, 21:37

Ok, das klingt mal wieder nach nichts was einen wirklich Sicherheit gibt, aber so ist das nun mal in diesem Geschäft :-)

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Ich verstehe Kursrückgänge als Kaufegelegenheiten, wenn die Fundamentaldaten und das sonstige Umfeld stimmig sind.

Günter


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Einfach behalten und abwarten. hat sich bis jetzt immer alles erholt.

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Du stellst auch komische Fragen. Die Antwort ist: Es kommt drauf an. Was hast du für Aktien/Fonds und welche Strategie du fährst. Zu sagen: Ich hab ein schlechte Gefühl, ich verkaufe jetzt alles bedeutet nur, dass du keine Strategie hast.

Auf dem Aktienmarkt sollte man nicht nach Gefühlen gehen, sondern nach festgelegten Regeln.

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Kommentar von pantilo
23.08.2015, 11:44

Jeder fängt mal an...

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Kommentar von dan030
23.08.2015, 14:00

Ich empfinde die Ausgangsfrage ehrlich gesagt überhaupt nicht als "komisch", sondern angesichts der aktuellen globalen Lage durchaus nachvollziehbar. Und auch (langfristige) Strategien müssen gelegentlich auf den Prüfstand, wenn sich Rahmenbedingungen fundamental ändern.

Wir stehen meines Erachtens an einem Punkt, wo es starke fundamentale Veränderungen in der Weltwirtschaftsordnung gibt. Hinzu kommen diverse Krisensituationen, die jeweils auch Veränderungsdruck zumindest auf den europäischen wie auch den asiatischen Wirtschaftsraum ausüben. Strategien, die in den letzten 10-20 Jahren funktioniert haben, könnten jetzt scheitern und in einem Crashszenario sogar so viel Verlust produzieren, dass Anleger, die im letzten Jahrzehnt erst eingestiegen sind, sogar mit Realverlusten rausgehen. Trotz der unterm Strich guten Entwicklung in den vergangenen Jahren.

Hier mal ein gerade heute frisch erschienener Kommentar aus dem Spiegel Online, der vielleicht zum Nachdenken anregt:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boerse-und-kapitalismus-warum-die-aktienkurse-fallen-a-1049369.html

Das ist nur eine Seite der Medaille. Dazu kommt der wirtschaftliche Strukturwandel in China (ich schreibe bewußt "Strukturwandel" und nicht einfach nur "Crash"!), die Veränderung der Weltordnung durch Migration im großen Stile, bei uns in Deutschland/Europa dann noch die Mutlosigkeit der Politik, die ihrerseits wiederum auch für Investitionszurückhaltungen (siehe verlinkter Artikel) mitverantwortlich sind usw.

Kurzum: ich betrachte die Lage an der Börse im Moment zu einem Teil auch als eine "politische Börse". Und da muss man seine Strategie nachjustierend entsprechend dem, was man als politischen Zielzustand erwartet.

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Sell in May and go away,

but remember to come back in September

scheint was wahres dran zu sein.

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