Böller Schaden an Silvester?

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8 Antworten

Die Versicherung ist mit ihrer Weigerung in jedem Fall im Recht, da der Wurf eines Böllers an die Haustür in jedem Fall grob fahrlässig, wenn nicht sogar als Vorsatz zu werten ist. 

Weiter stellt sich die Frage, was dein Freund seiner Versicherung (ich gehe mal davon aus, du meinst die Privat-Haftpflicht) angegeben hat. Diese muss nämlich nur Schäden, die durch ihn selbst verursacht werden, bezahlen. Es gibt keine Sippen- oder Gruppenhaftung.

Hat er seiner Versicherung gegenüber angegeben, er sei der Werfer gewesen, hat dein Freund ein Problem. Behauptet er nun, er sei es nicht gewesen, hat er ganz schnell eine Anzeige wegen Versicherungsbetrug am Hals. 

Will der Nachbar Schadensersatz fordern, muss er die Person benennen können, die er haftbar machen will. Im Streitfall muss er auch Beweise vorbringen, was er wohl eher nicht kann. Nun stellt sich für den Freund natürlich die Frage, ob er seinen Nachbarn mit dem Schaden im Regen stehen lassen will oder ob er der guten Nachbarschaft willen, den Schaden aus eigener Tasche übernimmt bzw. ob ihr zusammenlegt und den Schaden gemeinsam begleicht. 

Vielleicht geht ihr in der Gruppe nochmals in euch und der Werfer findet den Mut, für den Schaden, den er angerichtet hat, gerade zu stehen. 

Bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz muss die Versicherung NICHTS bezahlen. Also zahlt Dein Kumpel den Schaden! Gut ist!

Beim nächsten mal also erst das Hirn einschalten und überlegen, wo man den Böller lieber nicht hinschmeißt!

Hallo jaaaaaaaaaman,

der Schaden muss nur von demjenigen beglichen werden, der den Böller vor die Haustür geworfen hat. Dein Freund scheint nicht der Täter gewesen zu sein und somit muss der Versicherer den Schaden nicht begleichen.

Die Frage ist, ob ein solcher Schaden überhaupt über die Privathaftpflichtversicherung versichert ist. Es handelt sich hier vermutlich um ein vorsätzliches Verhalten.

Der Versicherer ist erst einmal im recht.

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