Bodenablauf verschließen. Wer übernimmt diese Arbeit?

6 Antworten

Heizölsperre

Heizölsperren sind eine Kombination aus Bodenablauf und Abflusssperre, bei denen ein Schwimmer den Verschluss abdichtet, sobald eine bestimmte Leichtflüssigkeitsmenge erreicht ist. Sie sind in der DIN EN 1253 Abläufe für Gebäude - Teil 5: Abläufe mit Leichtflüssigkeitssperren geregelt und kommen dort zum Einsatz, wo bei einem Abfließen von Leichflüssigkeiten mit der Verunreinigung der Kanalisation durch Heizöl gerechnet werden muss. Das ist besonders in Ölheizungsräumen oder Heizöllagerräumen der Fall.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Ist zwar keine wirkliche Antwort auf Deine Frage, aber erkundige Dich, ob Du das überhaupt darfst. In den Kesselraumrichtlinien die ich kenne ist der Bodenablauf im Kesselhaus zwingend vorgeschrieben. Das hat den Sinn, dass bei einem Heizungsgebrechen nicht der gesamte Keller geflutet wird.

Wenn der Bodenablauf Geruchsprobleme verursacht, weil der Geruchsverschluss austrocknet, dann schütte Speiseöl hinein, das verhindert, dass das Wasser im Geruchsverschluss verdunstet.

In den Kesselraumrichtlinien die ich kenne ist der Bodenablauf im Kesselhaus zwingend vorgeschrieben. 

Wie heißt denn die Richtlinie? Wo steht das, was Du kennst?

Hat der Fragesteller überhaupt ein "Kesselhaus"?

... dann schütte Speiseöl hinein, das verhindert, dass das Wasser im Geruchsverschluss verdunstet.

Ranziges Öl stinkt ja nicht. Super Idee.

Bevor bissige Rückkommentare kommen, die Antwort von HansimGlueck911 habe ich positiv und somit als praktikabel bewertet.

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@DietmarBakel

Keine Sorge, auf einen vernünftigen Kommentar kommt von mir keine bissige Antwort.

Ich kenne die österreichischen Kesselraumrichtlinien, die werden sich von den deutschen nicht wesentlich unterscheiden.

Da der Fragende von Öltanks in einem anderen Raum schreibt, gehe ich von einer Ölheizung aus.

Das Öl im Geruchsverschluss kann man ja von Zeit zu Zeit tauschen, bevor es stinkt, aber das Öl muss biologisch abbaubar sein und so schnell wird das nicht ranzig.

Den Vorschlag mit dem Blech finde ich auch praktikabel, aber eben nicht sinnvoll.

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@airblue68

Danke für Deine moderate Antwort.

Den Sinn lässt der Fragesteller ja offen.

  • Will er ihn nur temporär verschleißen?
  • Will er ihn dauerhaft rückbauen?
  • Welche Oberfläche (an dieser Stelle) wünscht sich der Fragesteller? Will er z.B. den Boden durchgehend neu Fliesen?

Das muss der Fragesteller beantworten. Wir sollten nicht raten.

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@DietmarBakel

Ich wollte ja nur darauf hinweisen, dass sein Vorhaben mit behördlichen Auflagen kollidieren könnte.

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Ein Bodenablauf im Heizraum in dem ein Ölkessel steht ist nur ein Bodenablauf mit Integriertem Ölabscheider erlaubt. Es kann ja auch mal etwas am Ölbrenner undicht werden oder am Ölfilter oder den Ölschläuchen. Das würde dann verbotenerweise in den Abwasserablauf kommen und so für einen nicht unerheblichen Schaden führen den der Verursacher dann auf eigene Rechnung bezahlen muss. Da kann schnell das Häuschen weg sein bis alles bezahlt ist.

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@HansimGlueck911

Ein Bodenablauf im Heizraum in dem ein Ölkessel steht ist nur ein Bodenablauf mit Integriertem Ölabscheider erlaubt. 

Vollkommen richtig!

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ließ mal die AwsV gilt seit 1.08.2017 oder erkundige dich bei der Kreisbehörde (Landratsamt ) da geht es nur darum das wen deine Heizöltanks auslauffen etc oder etwas undicht am Brenner,oder Öl Filter damit kein Heizölauslauft in Kanalisation dann bist du verantwortlich

sowas macht in der regel der Maurer

erkundige dich auf jedenfall was wie gemacht werden muß

Anrecht auf abschließbaren Kellerraum?

Hallo zusammen.

Ich wohne mit meiner Frau seit drei Jahren in einem 1930er-Jahre Altbau. Das ehemalige Einfamilienhaus hat unser Vermieter vor unserem Einzug sanieren und daraus ein Zweifamilienhaus machen lassen.

In der unteren kleinen Wohnung wohnt bislang einer unserer Freunde, mit dem wir uns sowohl den Garten als auch die Kellerräume geteilt haben. In den nächsten Wochen wird unser Freund allerdings ausgezogen sein und ein uns bislang nicht bekanntes Päärchen in eben diese Wohnung einziehen.

Jetzt zu meiner Frage:

Haben wir ein Anrecht auf einen separaten und abschließbaren Kellerraum? Bisher war es ja aufgrund der persönlichen Beziehungen kein Problem sich die offenen (kleinen) Kellerräume zu teilen. In unserem Mietvertrag ist sowohl der Dachboden (wir bewohnen die oberen beiden Etagen) als auch (ganz allgemein) ein Kellerraum angegeben. Da ich die neuen Mieter aber gar nicht kenne, wäre mir ein abschließbarer Raum natürlich deutlich lieber...!

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten!

Tottman

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Kann man den Keller als Wohnraum vermieten?

Hallo alle zusammen,

 was muss man beachten, um Kellerräume als Wohnraum zu vermieten? Folgende Vorgaben habe ich von der Landesbauordnung Niedersachsen gefunden, wobei ich hier davon ausgehe, dass mit Aufenthaltsraum Wohnraum gemeint ist:

„(1) Aufenthaltsräume müssen eine für ihre Benutzung ausreichende Grundfläche und eine lichte Höhe von mindestens 2,40 m über mindestens zwei Dritteln ihrer Grundfläche haben. Bei der Bemessung der Grundfläche nach Satz 1 bleiben Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1,50 m außer Betracht.

(2) Für Aufenthaltsräume, die im obersten Geschoss im Dachraum liegen, genügt eine lichte Höhe von 2,20 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche. 2Absatz 1 Satz 2 und § 2 Abs. 7 Satz 4 gelten entsprechend. Die Sätze 1 und 2 gelten auch für Aufenthaltsräume, deren Grundfläche überwiegend unter Dachschrägen liegt.

 (3) Aufenthaltsräume müssen unmittelbar ins Freie führende Fenster von solcher Zahl, Größe und Beschaffenheit haben, dass die Räume das erforderliche Tageslicht erhalten und zweckentsprechend gelüftet werden können (notwendige Fenster).

 (4) Räume in Kellergeschossen sind als Aufenthaltsräume nur zulässig, wenn das Gelände vor den notwendigen Fenstern der Räume in einer für gesunde Wohn- oder Arbeitsverhältnisse ausreichenden Entfernung und Breite nicht mehr als 70 cm über deren Fußboden liegt.

 (5) Aufenthaltsräume, die nicht dem Wohnen dienen, brauchen die Anforderungen der Absätze 3 und 4 nicht zu erfüllen, soweit durch besondere Maßnahmen oder Einrichtungen sichergestellt wird, dass den Anforderungen des § 3 entsprochen wird und die Rettung von Menschen möglich ist.“

 Kann mir bitte jemand Passage 4 erläutern? Ich verstehe das nicht so ganz.

 Reicht die Einhaltung der o.g. Passagen aus, um Kellerräume als Aufenthaltsräume (Wohnräume) zu deklarieren?

 Kurz zu den Kellergegebenheiten:

-        Badezimmer mit sanitären Einrichtungen und Heizung ist im Keller vorhanden.

-        Schlafzimmer mit einem kleinen Fenster und Heizung ist im Keller vorhanden.

-        Im Eingangszimmer befindet sich die (kellereigene) Eingangstür (Glas)-->z.Z. keine Heizung

 Zudem befindet sich der Ölkessel und die Tanks (in einem seperaten Raum) sowie die Stromzähler ebenfalls im Keller.

 Welche Vorgaben muss man noch erfüllen? Ist z.B. eine Küche zwingend erforderlich? Spricht etwas dagegen, dass sich die Stromzähler und der Ölkessel im Keller (und somit im Wohnraum) befinden?

 

Über eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

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