BMW 1 im Winter Hilfe?

10 Antworten

Du hast Hinterradantrieb. Wenn die Straße nicht nur verschneit, sondern auch vereist ist, kannst du rutschen. Die spurführende Achse ist angetrieben, kann also schneller ausbrechen.

Ich hatte selbst mal einen 1er (ohne xDrive) und der lief wie auf Schienen. Das DSC/DTC hat sofort runtergeregelt, sofern es nicht völlig ausgeschaltet war.

Schau mal, ob im Tacho der DSC/DTC Knopf leuchtet. Falls ja, bist du entweder auf den Knopf gekommen oder den Sensor spinnt und es ist ausgefallen. Da müsste aber auch eine Fehlermeldung oder zumindest das DTC/DSC Symbol aufleuchten.

Ansonsten könnte ich es auch an dir liegen. Vlt hast du einen sehr unruhigen Gasfuß oder schlechte Reifen.

Desweiteren hat der 1er einen rel. kurzen Radstand und kann schnell giftig werden. Aber auch nicht, wenn die el. Helfer eingeschaltet sind.

Wenn du unsicher bist, was nach so einer Situation verständlich ist, solltest du langsamer und vorrausschauender Fahren. Du musst dich immer den Witterungsverhältnissen anpassen.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass du so auf den Pin getreten hast, dass der Arsch kommt. Ich bin auch im Winter in allen möglichen Situationen gefahren und konnte auf schneebedeckter Straße mit abgeschwächten DSC ordentlich aufs Gas und geradeaus beschleunigen, ohne dass mich das Heck überholen wollte.

Lass mal den Fehlerspeicher auslesen. Das ist nicht normal.

Aber wie gesagt, vorsichtig fahren. Bei dir geht es jetzt uns vorankommen. Du rutscht beim losfahren. Du musst aber auch bremsen. Wenn du nicht angepasst fährst, rutschst du ganz schnell geradeaus in ein anderes Auto.

Das Fahrverhalten selbst ist für n Hecktriebler recht normal. Gerade bei neuem, recht nassem Schnee auf sehr kalten Boden geht mir das Auto noch im 4. Gang bei 100 weg.

Nicht normal ist allerdings, dass sich das Auto dann dreht. Auskuppeln und gegenlenken und schon gibt's keine Probleme mehr.

DSC und DTC haben damit recht wenig zu tun, meiner hat nicht mal ABS und gedreht hab ich mich auch noch nie. Und der Radstand eines MX-5 NA ist doch noch kleiner als der eines 1er.

Ich bin auch im Winter in allen möglichen Situationen gefahren und konnte auf schneebedeckter Straße mit abgeschwächten DSC ordentlich aufs Gas und geradeaus beschleunigen, ohne dass mich das Heck überholen wollte.

Bei einer schönen Schneedecke, wie ich sie hier lange Zeit habe vor der Tür, passiert das auch nicht. Das passiert erst, wenn da Salz drauf kommt oder das ganze taut und friert. Auf Schnee lässt es sich gut fahren.

Lass mal den Fehlerspeicher auslesen. Das ist nicht normal.

Das Problem sitzt hier hinterm Steuer.

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@roboboy

Vlt liegt es wirklich am Fahrer, wer weiß. Aber mit DSC und DTC (aktiv) kannst du nichtmal im Schnee die Reifen durchdrehen lassen. Bei BMW kann man das ja noch zum Glück separat runterregeln. Wenn man (bei neueren BMWs) im Sport oder Sport plus Modus unterwegs ist, ist das DTC aktiviert und DSC (analag zu ASR) aus. Das lässt sich auch manuell mit der Taste unter der Klimabedieneinheit regeln. Dann kann sie noch nicht abfliegen, nichtmal gezieltes Driften ist möglich. Nach 10-15 grad kommt kaum noch Leistung an. DSC (analog zu ESP) lässt sich nur durch sehr langen Knopfdruck deaktivieren. Das passiert nicht absichtlich.

Meine Vermutung: entweder kann sie einfach nicht fahren, so hart es klingt, oder da stimmt was nicht. Der Impulsgeber sitzt logischerweise an den entsprechenden Achsen. Wenn da die Gierrate falsch oder nichtmehr gemessen wird, fällt beides aus. Anders kann ich es mir nicht erklären. Dass kein Fehler im Bordcomputer angezeigt wird, wäre ja nicht überraschend.

Oder sie wollte die Physik außer Kraft setzen 😅

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@Beamer97

ABS zu überlisten ist fast nicht möglich. Ich sage absichtlich fast, denn oft genug blockiert auch ein Fahrzeug mit funktionsfähigem ABS.

ASR zu überlisten ist leicht. ASR regelt als erstes voll ein, hat dies kein Erfolg gibt so gut wie jedes "moderne" ASR mehr Schlupf frei.

ESP zu überlisten ist extrem einfach. Schau einfach mal bei einem Fahrsicherheitstraining vorbei. Da drehen sich alle. Egal wie viele Helferlein, wer das erste mal dabei ist, fliegt ab. Und das auch ohne äußeren Impuls durch die Schleuderplatte.

Es reicht zum Beispiel, dass links der Boden griffiger war als Rechts. Und schon hast du einen Impuls, gegen den das ESP nicht mehr regeln kann, wenn es auf der Schneeseite versucht zu bremsen. Abflug garantiert, Kuppelt man nicht aus und lenkt gegen.

Ein Hinterradgetriebenes Fahrzeug im Winter macht einfach nur richtig Laune und hat auch deutlich mehr Sicherheitsreserven als ein Fronttriebler. Wenn man aber über die Reserven hinaus geht, sollte man schon wissen, was man da tut.

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@roboboy

“Schau einfach mal bei einem Fahrsicherheitstraining vorbei“ hab ich mal ganz an Anfang nach dem Führerschein mit 18 gemacht. War noch mit meinem Smart. Gut, war kein Ausbrechen sondern eher ein Kreiseln auf dieser Rutschbahn.

Ja, keine Frage. Selbst der Smart hat verdammt viel Spaß gemacht, trotz den früh eingreifenden Helfern.

Ein Hinterradantrieb macht einfach in jeder Lage mehr Laune.

Was ich nur vorhin damit sagen wollte:

Wenn ich DSC und DTC ausgemacht (was bei BMW wirklich aus ist) habe, hat man den Wagen selbst bei Schnee nicht unabsichtlich ausbrechen lassen können, sofern man fahren kann. Und der hatte wahrscheinlich das 2-3 fache Drehmoment vom E8x 116i.

Wenn man die Kiste ausbrechen lässt, dann absichtlich. Das war auch alles was ich sagen wollte. Oder sie hat sehr schlechte Reifen. Das darf man auch nicht vergessen. Ich bin schon neue Reifen (nicht auf eigenen Autos) gefahren, die aus nem gut balancierten und sonst sportlichen BMW einen Fronttriebler mit gefühlt 70:30 GV gemacht haben. Bei trockener Fahrbahn und gutem Wetter.

Um so öfter ich mir das aber überlege, zweifel ich daran, dass es am Auto oder den Pneus gelegen hat.

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@Beamer97

Klar, gute Reifen sind sowieso das ein und alles. Das Predige ich hier aber auch immer wieder.

Mein Corsa C Stand schneller als ein BMW M1 von 2014 mit entsprechender Bremsanlage. Ich hatte Conti Sommerreifen drauf und er eben nur irgend so ein Michelin Allwetterquatsch. 5 Meter Unterschied bei 50km/h....

Wer bei Reifen spart hat nicht mehr alle Latten am Zaun.

Was das unbeabsichtigte Wegbrechen angeht: Das kenne auch ich. 4. Gang und Gaspedal streicheln. Und Schlagartig drehen beide (Sperrdiff) Hinterräder durch. Einfach, weil die Drehzahl jetzt gerade so hoch ist, dass es passt. unkontrollierbar ist das aber nicht.

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Hallo Anonymx97

Entweder du warst für die Straßenverhältnisse zu schnell, die Winterreifen haben ein schlechtes Profil oder die Winterreifen sind schon so alt dass die Gummimischung nicht mehr weich genug ist

Gruß HobbyTfz

Dein Fahrzeug hat Hinterradantrieb somit kann das Fahrzeug schneller ausbrechen (vor allem mit kurzem Radstand) wenn man nicht sachte mit dem Gaspedal umgeht.

Vielleicht hast du noch zusätzlich schlechte Reifen (alt, billig, abgefahren) was die ganze Geschichte noch schlimmer macht.

Ich hatte einen BMW 5 E39 und der war nur am rutschen mit der Hinterachse was für mich kein Problem war, habe das Fahrzeug trotzdem unter Kontrolle - lag aber am schlechten Reifen, hatte das Fahrzeug frisch gekauft.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobby und Ausbildung

Du musst dich den Wetterverhältnissen anpassen. Anders herum funktioniert das nicht.

Innerorts ist 50 km/h die HÖCHST-Geschwindigkeit. Das heißt noch lange nicht dass du die auch überall fahren kannst.

Auf einmal dreht sich das Auto?!

Auf einmal passiert sowas nicht. Ich fahre selbst einen Hecktriebler im Schnee-ohne DTC, DSC und wie der ganze Mist bei deinem BMW so heißt. Einfach so gedreht hat sich da noch nie was, die Autos brechen aus, dann muss man gegenlenken. Damit hat man aber zu rechnen, wenn man meint, es sei eine gute Idee, einen Hecktriebler im Winter zu bewegen.

Fehler passieren, aber einen Hecktriebler im Winter zu drehen ist schon selten dämlich.

Ob ich das gleiche Problem habe? Nicht wirklich, ich nutze das Lenkrad um das Ausbrechen einzufangen.

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