Blutmehl bei Obst-/Gemüseanbau?

9 Antworten

Hast du gut erkannt. Veganer leben auf unsere Kosten, weil eine vegane Landwirtschaft nicht funktioniert. Erst recht nicht mit derlei hohen Erträgen, wie wir sie derzeit haben (z.B. 450dt/ha Kartfoffeln)

Hallo, 

Bienen und Tierkot tragen zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Anders funktioniert das nicht, es würde nix wachsen. Du kannst dich höchstens darüber aufregen, dass der Kuhmist von Kühen aus nicht-artgerechter Haltung kommt. 

Dann bau selbst an. Sammel Mist von Tierhalter (Pflanzenfresser) und bau an. Das kannst du dann essen. Damit´s wirklich reicht müsstest du dann zum Selbstversorger übergehen und dazu brauchst du viel Platz. 

Allerdings muss da auch ich sagen: Hier wird kein Tier ausgebeutet. Tiere scheiden nun mal den Mist aus. Was du damit machst ist ihnen egal. Anderst sehe ich das bei der Milchproduktion. Aber bei Kot? Oder auch bei Eiern? 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Komisch. Bei meiner Oma im Garten wächst seit 50 Jahren das beste Gemüse, dass ich je gegessen habe. Ohne Kuhmist oder künstlichem Dünger. Sie kommt aus einer Zeit, wo man noch den hauch einer Ahnung von Fruchtfolge hatte und auch Kompost zu nutzen wusste. Ich helfe ihr seit Jahren im Garten. Sie nutzt nie Dünger. Nur einmal im Jahr etwas Kompost, der auch eher sparsam untergemischt wird. Sie weiß genau welche Pflanzen nebeneinander stehen dürfen und welche nicht. Es geht auch ohne Tierhaltung. Zudem gibt es schon ein oder Zwei Höfe in Deutschland, die Biovegane Landwirtschaft betreiben. Mit unter anderem Kompost. 

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@Rixon

Die Story von "Rixon" ist keine Lösung. Man kann das als "tender loving care Wirtschaft betreiben". Es liegen diesbezüglich eine Menge Erfahrungen vor: Wenn ein Mensch, der nicht unter Gelderwerbsdruck steht, sich fast täglich stundenlang mit seinem Gärtchen befaßt, kann er beachtliche Erfolge erzielen: Einen zwei Meter breiten Kürbis usw. Solche Leute pflegen täglich mit dem Häckchen ihren Pflanzen hinterher....

Aber ein Erwerbsgartenbau kann diese Personalintensität niemals bezahlen. Beim Verkauf von Gartenerzeugnissen verschwinden jede Menge Stickstoff, Phosphor, Kali etc. aus dem Boden und kehren nicht zurück. Eine Oma kann das in der Regel ausgleichen, da sie auch viel Nahrungsmittel einkauft und die Küchenreste ihrem Kompost zuführt. Weiterhin werden in der Regel noch Bioabfälle von Verwandten, Nachbarn genutzt, sowie Rasenschnitt usw.

Mit all dem kann ein Erwerbsgartenbaubetrieb nicht kalkulieren. Weiterhin muß ein Profi mehrere Ernten pro Jahr machen um über die Runden zu kommen, Oma kann sich mit einer begnügen. Oma muß auch nicht laufend die Fläche bezahlen mit Pachten, kann Fruchtwechsel optimieren... Ein Erwerbsgärtner kann kaum seine halbe Fläche mit Leguminosen bepflanzen und den Aufwuchs dann - ohne Tierhaltung - auf dem Kompost zu verschwenden.

Kompost eigener Pflanzenreste ist grundsätzlich kein Weg um die Nährstoffbilanz auszugleichen. Der Nährstoff, der verkauft wurde, fehlt für immer. Deshalb kaufen konventionelle Bauern seit 100 Jahren Mineraldünger zu. Das ist keine ökologische Lösung aber es funktioniert, solange es Nährstofflager auf der Erde gibtr.

Bei richtigen Biobauern geht die Rechnung höchstens auf, wenn sie auch Tierhaltung betreiben. Und in der Demeter-Landwirtschaft, die das Tier für "essentiell" im Betriebskreislauf hält, ist Tierhaltung sogar verpflichtend.

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@Rixon

Deine Oma nutzt eben Kompost und Bienen tragen dennoch zu einem großen Teil mit bei. 

Auf Dauer wird das aber nix mit dem veganen Kompost...

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der Anbau von Obst und Gemüse mit der Tierhaltung verbunden ist,
denn Mist, Blutmehl und Hornspähne

Dafür muss man nicht den Dünger bemühen. Die Honigbiene, die für die Bestäubung dieser Pflanzen sorgt, ist auch ein Nutztier. Ohne die Biene gehts aber nicht...

Die Veganer beweisen in diesem thread mal wieder ihre erschreckenden Nullkenntnisse von Landwirtschaft und Biologie überhaupt.

Der 100% Veganer dürfte kein Obst essen, weil er hier ja die Dienste der Biene "mißbraucht". "Bienenfreien Obstbau" gibts zum Glück nirgends und wirds nie geben.

Seit 3 Milliarden Jahren ist das Normalste von der Welt, daß tierisches Leben auf der Erdoberfläche vergeht und über "Destruenden" zerlegt wird. Die Nährstoffe werden den Pflanzen wieder zugeführt und neues Leben entsteht.

Es brauchte die veganerische Weltfremdheit von 2016 um darin "Unrecht, Gewalt und Ekel" zu sehen.

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@Cerberos

Und du zeigst, dass du vom Veganismus keine Ahnung hast. 

Ich glaube jedem Veganer ist bekannt, dass Bienen für die Bestäubung und Fruchtbarkeit alle Pflanzen zuständig sind. Die Biene tut dies freiwillig und wird nicht ausgebeutet oder gezwungen - darum geht es einem Veganer, der aus Tierschutzgründen vegan lebt. 

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@Cerberos

An "Unrecht, Gewalt und Ekel" ist da durchaus einiges vorhanden. Wer das nicht sehen will, ist genauso weltfremd und eingleisig.

Klar, das Leben ist kein Ponyhof - aber ein Akkord-Schlachthof muss es auch nicht sein.

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@VanyVeggie

Das Problem dabei VenyVeggie: Da der Veganismus keine Ahnung von Landwirtschaft hat können die auch fordern was sie wollen. Weltfremde Theorien muss man einfach ablehnen! Egal wie oft ihr im Veganismus sagt "es geht auch ohne".

Da braucht man auch keine Ahnung von eurer Ideologie haben. Die versteht sowieso kein normaler Mensch.

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