Blutdruckamplitude

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Für die Amplitude des Blutdrucks sind keine Werte definiert, aber es ergibt sich natürlich eine Amplitude von ungefähr 40, wenn man 120/80 mal als Idealdruck nimmt. In der Tat bleibt die Amplitude meist einigermaßen konstant, jemand mit erhöhtem systolischen Blutdruck hat oft auch erhöhten diastrolischen Druck, die Amplitude verändert sich nicht groß.

Als Wert an sich kann man in die Amplitude nicht viel rein interpretieren. Sie gibt allerdings interessante Rückschlüsse auf den Zustand des Blutgefäßsystems. Dazu muss man wissen, wie die beiden Blutdruckwerte zustande kommen:

  • der systolische Druck entsteht durch Kontraktion des Herzens. Das schiebt das Blut im Gefäßsystem sozusagen an und erzeugt so die messbare Pulswelle.

  • dabei dehnt sich unmittelbar hinter dem Herzen die große Brustschlagader (die Aorta) durch den Druck ein wenig aus. Lässt der Druck aus dem Herzen nach (in der Diastole, also der Füllungsphase des Herzens) zieht sich die Aorta wieder zusammen und drückt so nochmal Blut durch das Gefäßsystem, es entsteht die diastolische Druckwelle. Dieses Phänomen nennt man "Windkesselfunktion" der Aorta.

Ist das Gefäßsystem verkalkt, sind die Wände der Adern starr und können sich nicht mehr gut ausdehnen. Das gilt dann auch für die Aorta. Durch weniger Ausdehnung kann im Rahmen der Windkesselfunktion die Aorta sich nicht so effizient zusammenziehen und Blut vor sich herschieben - der diastolische Druck wird niedriger. Gleichzeitig ist der systolische Druck höher, da das komplette Blut vom Herzen durch die starren Rohre des Adersystems gepresst wird und nichts im sich ausdehnenden Windkessel "gespeichert" wird. Durch diese Kombination haben stark gefäßkranke Menschen hohen systolischen und niedrigen diastolischen Druck - und damit eine große Blutdruckamplitude.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Blutdruckamplitude an sich sagt wenig aus, Grenzwerte gibt es nicht, jedoch lässt sich durch sie der Zustand des Blutgefäßsystems abschätzen.

Die Blutdruckamplitude kann übrigens nicht bzw. nur indirekt durch Beeinflussung des systolischen bzw. diastolischen Blutdrucks verändert werden.

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Danke!

ja, wie die einzelnen Werte entstehen, weiß ich...wir hatten das ausführlich in der Schule (Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege)...umso mehr hatte es mich gewundert, weil die Amplitude eigentlich nie zur Sprache kam.

bin wie gesagt nur irgendwo auf die Aussage gestoßen, dass diese wichtiger sei, als die eigentlichen Werte und das hat mich dann stutzig gemacht!

aber wenn auch du nun sagst, dass das nicht wirklich so ist, bin ich beruhigt...hatte schon Selbstzweifel ;)

LG Moony

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Hallo Moony90, Ein etwas niedriger Blutdruck ist besser ( wenn auch manchmal unangenehmer ) als ein zu hoher. Hatte schon öfters beim Doc.. gemessen 90 / 60 gehabt u. bislang nicht umgekippt.. Jeder Mensch reagiert anders. Im Rahmen liegt er je nach Alter eines Erwachsenen zwischen 110/70 bis max. 140/90. Vorausgesetzt in Ruhe gemessen,keine Aufregung usw. Zudem schwankt er ständig was normal ist bei einem Gesunden der sich regelmäßig bewegt. Einen guten Rutsch wünscht mit liebem Gruß, Leila8

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vielen Dank, Leila8! dass jeder Mensch anders reagiert, weiß ich, denn meine Mama is an der Dialyse (Patient) und hat oft net total hohen oder niedrigen Blutdruck und merkt es überhaupt net! bei ihr geht der UNTERE wert auch gern über 100...und sie merkt nichts...und sie war auch schon mal bei UNTER 50...hat auch nix gemerkt...aber wird ja alles genau überwacht...darum hab ich da keine Bedenken!

Mein Blutdruck liegt meist ziemlich stabil bei ca 120/70...nur unter Aufregung is er bissl höher...aber heut war mir den ganzen Tag schwindelig und als ich dann heut Abend gemessen hab, war ich bei 148/108...etwas später waren es dann noch ca 130/93...so blieb es dann...vorhin dann wieder höher... ca 130/100...und jetzt im Moment (grad gemessen) 133/93...Ruhepuls immer über 80...sonst unter 80... die Amplitude ist heut ja dann immer so um die 40...scheint also "im Rahmen" zu sein...dafür spinnt der Rest :/ keine Ahnung, wieso das heut so ist!! heut war nichts anders als sonst...es war sogar eigentlich alles bissl ruhiger...ich kann mir das net erklären :/ und v.a. weiß ich net, wie ich ihn runter krieg?? hast du ne Idee??

bin irgendwie ratlos :/

vielen Dank!!

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@Moony90

wegen Mamas Blutdruck...das Höchste war bisher 198/111 und das niedrigste war 98/46...und sie merkt nichts...und mir is mit 130/93 noch ganz schummrig und schlecht :(

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@Moony90

zum arzt gehen der hilft bei blutdruck problemen, ich hatte auch schon über 200...

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Hallo Moony90

Die Blutdruckamplitude sagt meines Wissens nicht viel aus.

  1. Wichtig für eine ausreichende Durchblutung der Organe ist der sogenannte "mittlere arterielle Druck", also eigentlich der durchschnittliche Blutdruck. Der Wert sollte mindestens 60 mmHg betragen und liegt normalerweise zwischen 70-110 mmHg. Man kann ihn mit folgender Formel näherungsweise ermitteln: (BDsys + 2 x BDdia) / 3

  2. Um langfristig Schäden an Gefässen und somit Organen zu vermeiden sollte der systolische Blutdruck nicht über 140 mmHg und der diastolische Blutdruck nicht über 90 mmHg liegen.

Dass auch jemand mit normalem Blutdruck mal höhere Werte messen kann, ist völlig normal. Der Blutdruckwert unterliegt starken Schwankungen. Du machst dir echt viel zu viele Gedanken. Bei den von dir geschilderten Blutdruckwerten ist es 1000 mal wahrscheinlicher, dass der Schwindel und die Übelkeit eine andere harmlose Ursache als den leicht erhöhten Blutdruck haben. Schlaf mal gut aus und vergiss den Blutdruck für ein paar Wochen;-) Ich würde mich frühestens in 3-6 Monaten und nur wenn die Werte noch immer ständig über 140/90 liegen sollten, vielleicht mal beim Hausarzt melden.

Und noch ganz allgemein die wichtigsten Massnahmen zur Vorbeugung und Reduktion von hohem Blutdruck: Übergewicht vermeiden/reduzieren (- 5-20mmHg/10kg!), mehrmals wöchentlich mindestens 30 min Sport (- 4-9mmHg), täglich Obst, Gemüse und möglichst wenig gesättigte Fettsäuren einnehmen (- 8-14mmHg), Salzkonsum tief halten.

LG

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vielen Dank! du, ich mach mir eigentlich keine Gedanken wegen meinem Blutdruck...nur weil mir den ganzen Tag so schwindelig war und ich die ganze Zeit gezittert hab, hab ich gemessen...normal ist mir net schwindelig...darum fällt es auf... und bei Schwindelgefühlen muss ich leider sehr vorsichtig sein, weil ich so ne seltsame Zyste unter der Schädendecke hab...normal macht die nix...aber mein Hausarzt meinte halt, wenn mir plötzlich ohne Grund schwindelig is, oder so, muss man vllt gucken, weil sie sich ausdehnen kann und dann irgendwie der Hirndruck steigt, oder so... darum mess ich Blutdruck, wenn mir doch mal schwindelig is...und bisher war es immer so, dass mir da schnell schwindelig wird...vllt reagier ich da einfach empfindlich...und dann muss ich mir keine Sorgen wegen dem Ding in meiner Rübe machen...verstehst??

nur heut ging das Schwindelgefühl einfach net weg...es war total seltsam...und dann hab ich mir doch Gedanken gemacht, weil das eigentlich noch nie so war...

aber is net so, dass ich jeden Tag nur Blutdruck mess ;) normal nur, wenn ich zur Blutspende geh ;)

aso, und was die Amplitude betrifft...ich hab mal wo gelesen, dass die wichtiger sei, als die beiden eigentlichen Werte...und das hat mich dann verwirrt...und so hab ich hier die Frage gestellt...weil ich mir dachte 1. hab ich noch nie gehört, dass das Ding wichtiger is und 2. wenn es so wichtig is, warum steht dann nirgends was gescheites?! :D

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@Moony90

Bin ich also schon etwas beruhigt, wenn du dir nicht jeden Abend mal locker stündlich den Blutdruck misst..

...böses "Ding in deiner Rübe", hehe ;D

Wünsche dir ein frohes, schwindelfreies, normotones neues Jahr!

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