Blickfixation und klassische Hypnose

1 Antwort

Fixationstechnicken heißen im Allgemeinen genau so. Neben der Ermüdung des Augenmuskels, welche den Augenschluss erleichtern soll, geht es in erster Linie um die Fixierung der Konzentration. Dafür kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich habe mal eine nette "geführte Meditation" gefunden, wo der Sprecher den Hörer aufgefordert hat sich auf das (im Hintergrund eingespielte) Geräusch der Wellen zu konzentrieren. Also jede Form von "konzentriere dich jetzt nur auf........" wäre hier denkbar. Einen überbegriff gibt es hier meines Wissens nach nicht, da sowieso Begriffe und wörter in der Hypnose oft sehr wage gebraucht werden und zwei Hypnotiseure mit dem Gleichen Wort oft unterschiedliche Dinge meinen (angefangen beim Wort "Hypnose").

Deine zweite Frage möchte ich mit den Worten von Dirk Treusch beantworten: "Die Induktion IST die Vertiefung, IST die Suggestion, IST der Test!" Damit ist gemeint, dass eine Formelle trennung nur sehr schwer möglich ist und auch unnötig.

Vielleicht hast du schon mal einen "Vortest" oder "Suggestibilitätstest" gesehen, der VOR einer (formellen) Hypnose gemacht wird. Buch und Ballons, Handmagnete usw. Wenn ein Proband beispielsweise bei den Handmagneten seine Hände zusammen gehen lässt IST er in Trance. Ob er das selbst wahrnimmt spielt dabei keine Rolle. Oft braucht es bei einem geübten Bühnenhypnotiseur anschliessend nurnoch ein Fingerschnippen und das Wort "Schlaf!" und der Proband sinkt wie eine leblose Puppe zu Boden.

Suggestionen wirken. Auch wenn es formell gar keine Hypnose gibt. MIT einer "Trance" (also die Formelle Trance mit Augen zu und so) wirkt vieles allerdings leichter, sicherer oder schneller.

Fazit: Auch die Anweisung "Lass dich jetzt immer tiefer in diese ANGENEHME Entspannung gleiten" oder ähnliches sind eine Suggestion.

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