Bleibt ein Titel von 30 Jahren nach Privatinsolvenz bestehen?

4 Antworten

Wenn der Schuldner in die Insolvenz geht, und die Schuldnerin die 30.000 € geliehen hat benennt, dann sind mit dem Tag der Restschuldbefreiung auch diese Schulden erledigt! Sollte die Gläubigerin allerdings nachweisen können, das das Geld unrechtmäßig und in betrügerischer Absicht angenommen/ausgegeben wurde, und sie klagt das ein, dann gibt es auch keine Restschuldbefreiung und der Titel gilt weiterhin 30 Jahre. Das gilt auch für den Fall, dass der Schuldner die Gläubigerin vergißt anzugeben, den für die Restschuldbefreiung zählen nur die Gläubiger, die auch angegeben wurden.

Schulden aus unerlaubten Handlungen (z.B. Unterschlagung, Betrug...) werden durch ein Insolvenzverfahren nicht berührt und bleiben bestehen ! - Zum Glück

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wo ist denn bitte schön eine unerlaubte Handlung zu sehen, wenn man sich Geld borgt?

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@eddali

Grins! Eben, eddali. Da ist keine Spur einer unerlaubten Handlung.

Ich borge mir etwas und kanns nicht zurück geben, weil ich pleite bin. Das wird vom Strafrecht natürlich nicht erfasst.

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@Saarland60

Kommt drauf an was für Vorraussetzungen gegeben waren. Geld auszuleihen wenn völlig klar ist, dass man es niemals zurückzahlen kann und dabei noch falsche Angaben machen ist ganz einfach Betrug.

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@Saarland60

also geht es mit in die Insolvenzmasse, oder man gibt es nicht an, aber dann wär man ja schön blöd.

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@user1439

Das ist zum einen juristisch Unfug, und zum anderen steht davon nichts, aber auch gar nichts in der Frage, was eine solche Unterstellung rechtfertigen würde.

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@user1439

ach so hast du das gemeint, na dann ist es Betrug, dann müßte es aber erst zu einer Anzeige kommen,oder?

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@eddali

Falsch. Als Gläubiger muß man die unerlaubte Handlung glaubhaft machen - dann wird dies von der Insolvenz abgetrennt.

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@eddali

Die Schulden als solche und die Straftat sind zwei Paar Stiefel.

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@Saarland60

juristisch ist das eindeutig in der Insolvenzordnung geregelt und in der Frage fehlt jeglicher weitere Hintergrund.

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@user1439

Auch das ist wieder juristisch falsch. Der Gläubiger kann zwar im Tabellenverfahren Forderungen anmelden, die nach seiner eigenen Einschätzung aus unerlaubten Handlungen entstanden sind, aber dann werden die Forderungen noch lange nicht vom Insolvenzverfahren abgetrennt.

Der Schulder ist vielmehr über sein Widerspruchsrecht zu informieren, und wenn er dieses wahrnimmt, kommt es zu einem Prüfungstermin beim Insolvenzgericht. Dieses entscheidet dann darüber, ob die Eingabe des Gläubigers berechtigt ist oder nicht.

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@Saarland60

Das ist jetzt zur Abwechslung mal richtig. Ich habe dies lediglich verkürzt wiedergegeben um genau solche Verwirrspielchen zu vermeiden.

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@user1439

Aber sehr verkürzt, und sehr falsch. Juristen in der Verwandtschaft hast Du offenbar keine :-)

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@Saarland60

Was soll dabei sehr Falsch sein ? Ich war leider schon öfter öfter bei Gläubigerversammlungen und habe auch schon Forderungen aus unerlaubter Handlung angemeldet. Übrigen: Juristen in der Verwandtschaft zu haben, ist wie täglich an der Universität vorbeigehen.

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Es werden alle Schulden, auch die deiner Bekannten, mit in die Insolvenz eingefasst. Sonst würde sich jeder einen Titel über eine bestimmte Zeit holen und die Insolvenz und das ganze Verfahren wäre für Nüsse. Es soll dem Schuldner ja helfen, aus der Geschichte wieder herauszukommen.

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Falsch

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@user1439

Der Betrag wird nur in die Insolvenz aufgenommen, wenn er auch angegeben wird.

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