Blasenkrebs zum 2. Mal was tun?

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Liebe Lalelu79

Das tut mir sehr leid - eine Krebsdiagnose ist immer eine Extremsituation für den Betroffenen wie auch Angehörige - und in Deiner Situation besonders schwierig.

Zuerst einige Infos zur Ernährung und zu "Chemo"

Betreffend Ernährung gibt es energiereichen, sog "Astronautennahrung" die helfen könnte wieder etwas Gewicht zuzulegen oder auch Maltodextrin® (damit kann sie Getränke, Kompotte, Soßen etc. mit zusätzlichen Kalorien anreichern. Maltodextrin 6 ist ein geschmacksneutrales, koch-/backstabiles Stärkepulver (je höher die Zahl desto süsslicher)
Fragt nach, ob / dass es ihr ärztlich verschrieben wird (bin aus der Schweiz von daher kenne ich mich in D nicht aus)

Es gibt nicht "die" Chemo ... bei einer Chemotherapie werden je nach Krebsart und -stadium meist verschiedene Medikamente (Zytostatika) verabreicht - die verschiedenen Zytostatika sind teils leichter teils schwieriger erträglich resp haben verschiedene Nebenwirkungen. Sicherlich werden die Ärzte den Zustand Deiner Mutter berücksichtigen.

Sofern Ihr es noch nicht kennt - wendet Euch an die Deutsche Krebshilfe, die unterstützen Euch (Information, Anlaufstellen etc) https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/ihre-persoenliche-beratung-dasinfonetzkrebs/

Frag auch in der Klinik nach die haben teils ebenfalls Beratungsstellen -
auch für Angehörige, allenfalls auch eine Selbsthilfegruppe (für Dich,
wenn Du das möchtest).

und meine persönlichen Gedanken

Deine Mutter hat einen grossen Lebenswillen - sie hat den Krebs im Endstadium doch schon um 10 Jahre überlebt.
M.M. am wichtigsten ist - es ist ihr Weg, den sie gehen muss ...
Du kannst versuchen sie so gut es geht zu unterstützen (frag wie Du ihr am besten helfen kannst)
Sprecht viel miteinander - über alles, auch über Eure Ängste (die auch sie haben wird).
Versuch anzunehmen wie immer sie auch handelt um ihren Weg zu gehen.
Und sie wird viel Ruhe brauchen und sich auch zurückziehen - das ist nicht gegen Dich - der Körper braucht einfach viel Kraft um mit dem Krebs & den Therapien umzugehen.

Und ebenso wichtig ist auch, dass DU neben Deiner Mutter eine Vertrauensperson hast (eher jmd Erwachsenen - allenfalls aus der Familie?) mit der Du darüber sprechen kannst und die ein bisschen "von aussen" draufblickt :)

Ich wünsche Euch beiden von Herzen viel Kraft und Energie in dieser schwierigen Zeit.
(PS Du kannst mich jederzeit auch anschreiben - liebe Grüsse aus der Schweiz)

Merci für den Stern

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Du und Diene Mutter- ihr beide scheint starke und mutige Persönlichkeiten zu sein! Ihr habt meinen tiefsten Respekt.

Es gibt in jeder Region eine ambulante Krebsberatung. Diese ist auch für die Angehörigen da. Aussenstehende Personen können sich deinen Alltag kaum vorstellen. Die Menschen in der ambulanten Krebsberatung kennen deine Ausnahmesituation. Sie nennen dir weitere Hilfsorganisationen, nehmen dir Gänge ab, beraten bei Hilfsmöglichkeiten, begleiten dich zur Krankenkasse, bei Bedarf beraten sie auch in finanziellen Situationen. Sie sprechen auch ggf. mit deinen Lehrern, Ausbildern usw.

Im Krankenhaus gibt es einen Psychoonkolgen. Diese Therapeuten sind extra für eure Situation ausgebildet.

Nur eines musst du wissen:

deine Mutter möchte nicht, dass du ihr alles abnimmst.Deine Angst wird sie dir jetzt nicht nehmen können. Und du musst auch nicht versuchen, fröhlich und unbelastet zu sein. Die Situation ist nun mal so, wie sie gerade ist. und es ist manchmal sehr schwer es auszuhalten. Darum hole DU DIR Hilfe! Nehme jede Hilfe an, die dir / euch angeboten wird und vergesse den Stolz.

Ausserdem solltest du wissen, dass Krebs nicht immer tödlich ist. In uns schlummern gewalitge Kräfte, die wir vorher nicht kennen.

Ich wünsche Dir und Deiner Mutter Mut und Kraft, Glaube und Vertrauen,

Belladonna

Es klingt zwar blöd. Wenn aber deine Mutter Montag eine Chemotherapie anfängt kannst du nicht hast anderes machen außer abwarten, wie es sich entwickelt.

Wenn deine Mutter sagt ihr geht es gut, du aber vom Gegenteil überzeugt bist versucht sie es zu entschärfen, damit die Sorge/Angst klein gehalten wird.

Natürlich kann ich dich verstehen, es ist ja auch kein einfaches Thema. Ich wünsche euch viel Kraft.

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