Blackout in Deutschland?

10 Antworten

Unter einem "Blackout" versteht man üblicherweise einen großflächigen und langanhaltenden Stromausfall, der über mehrere Tage und mehrere Bundesländer hinweg anhält.

Wie wahrscheinlich ein Blackout ist, kann dir niemand seriös sagen.

Aber eines ist Fakt: er wird immer wahrscheinlicher!

Ablesen kann man das an der zunehmenden Anzahl der Eingriffe der Übertragungungsnetzbetreiber nach § 13 EnWG.

Das sagen mittlerweile auch Experten:

https://www.zdf.de/nachrichten/zdfheute-live/energiewende-blackout-gefahr-video-100.html

Wie ein Blackout in Deutschland aussehen könnte, kann man u. a. in dieser (sehr jungen) Dukumentation sehen:

https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/blackout-in-deutschland--reale-gefahr-100.html

Oder in dieser (etwas älteren) Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag nachlesen:

https://publikationen.bibliothek.kit.edu/140085927

Vorbereitung:

Grundsätzlich sollte jeder Bundesbürger in der Lage sein zwei Wochen ohne Einkaufen, Strom und Wasser klar zu kommen.

Das sagt zumindest eine Empfehlung der Regierung.

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/vorsorge_node.html

Wichtig sind vor allem:

  • Mobilität (Tankstellen funktionieren nicht ohne Strom)
  • Wärme
  • Nahrung & Wasser (Vorräte, Wasserfilter, Kanister, Campingkocher, ...)
  • Medikamente (Vorräte an wichtigen Medikamenten, Ggf. Ersatzstrom für Heimbeatmung, CPAP, etc.)
  • Information (batteriebetriebenes Radio)

Krankenhäuser und einige Behörden (Polizei, Feuerwehr, ...) sind mehr oder weniger Vorbereitet und haben Notstromaggregate. Bei Krankenhäusern sind die sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Ein Problem sind allerdings Dialysepraxen und andere Einrichtungen, die für ihre Patienten lebenswichtig sind, die aber nicht vorbereitet sind.

Fazit:

Ein Blackout ist NICHT wünschenswert! -Es werden dabei Menschen sterben, die Wirtschaft wird nachhaltig geschädigt und die Folgen sind überhaupt nicht abschätzbar.

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/heizluefter-strom-blackout-energiekrise-100.html

Nun ja, ein Blackout wird immer wahrscheinlicher. Was mich dann noch stört, das Experten lieber über die smarte Nutzung und intelligente Netze nachdenken anstatt Netzausbau zu befürworten. Die Energiewende gestaltet das sowieso schwierig und ein Netzausbau muss kommen, wenn jeder Elektroauto fahren will und gleichzeitig noch Strom einspeist.

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@atm77

Der Speicher ist auch ein besonders großes Problem neben der steigenden Nachfrage. Es gibt zwar Pumpspeicherkraftwerke, diese sind aber sehr invasiv in der Konstruktion. Alternativen hat das Frauenhofer-Institut durch eine Elektrolyt Lösung vorgeschlagen.

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Ich halte einem Blackout für wahrscheinlich. Durch den Mangel an Gas wird es diesen Winter dazu kommen, dass vermehrt mit Strom geheizt werden muss. Das hat zweierlei Konsequenzen:

  1. Es gibt dafür nicht ausreichend Strom. Irgendwann und Irgendwo gibt es also einfach keinen Strom mehr. Ändern kann das höchstens der Zukauf von Strom aus Nachbarländern, beispielsweise aus Frankreich.
  2. Selbst wenn wir endlos Energie in unendlich kurzer Zeit erzeugen könnten, bräuchte es auch ein entsprechendes Netz, um die Enegie zu den Verbraucher zu transportieren. Das ist allerdings nicht vorhanden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Strom-Infrastruktur massiv überlastet werden wird.

Hi,

Ich hoffe nicht das sowas passiert. Habe mich allerdings auch schon ein bisschen vorbereitet, ich stände nicht ganz nackig da und würde erstmal niemanden zur Last fallen. Ich würde ne weile klar kommen.

Wenn die letzten letzten Atomkraftwerke ende des Jahres abgestellt werden. Und wirklich nicht genug gas kommt, dann könnte sowas passieren. Solarstrom funktioniert im dunkeln nicht, und wenn kein Wind da ist, gibt's auch Strom aus den Windmühlen. Und in den Nachbarländern gibt's ja auch Probleme. Aber wenn man vielleicht zumindest mal ein bisschen Wasser und eine Taschenlampe und ein paar Batterien und ein paar Erbenseintöpfe auf Vorrat zu hat, ist das eventuell garnicht so schlecht. Gibt ja auch den Spruch: wer nicht vorbereit ist, ist vorbereitet es nicht zu schaffen.

Wie groß jetzt die warscheinlichkeit ist, das sowas wirklich eintritt? Aber durch die aktuelle Entwicklung ist die Warscheinlichkeit wahrscheinlich schon gestiegen.

Ich nehme an, du meinst all jene Wähler, welche in den vergangenen Jahren nicht die Grünen gewählt haben. Ein Blackout würde nur wenige zur Einsicht bringen, die meisten machen die aktuell amtierende Regierung verantwortlich.

Was kann die Regierung dafür, das die Stromkonzerne über Jahrzehnte das Netz und die Kraftwerke kaputt gespart haben?

Warum müssen Stromkonzerne überhaupt privat und gewinnorientiert sein? Meiner Meinung gehört sämtliche Infrastruktur in staatliche Hände. Von Energieversorgung bis Gesundheitswesen

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@DualStudieren

Das hatten wir doch schon und es hat sich als schlecht erwiesen. Die Infrastruktur war noch schlechter als jetzt.

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@DerBayer80

Bin noch nicht so alt. Wann hatten wir das? Inwiefern "schlechter"?

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@DualStudieren

Ich weiß die Zeiten noch als z.b auch Post und Telefon staatlich waren. Ebenso die Bahn. Der Staat konnte beim Strompreis machen was er will, es gab ja keine Konkurrenz. Neuanschlüsse dauerten Monate. Usw.

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@DerBayer80

Waren das nicht die Zeiten wo die Bahn folgenden Slogan hatte:

Alle reden über das Wetter. -Wir nicht.

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Der Atom Ausstieg war eine politische Entscheidung.

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