Bitte um Hilfe bei der Analyse meines Arbeitszeugnis

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9 Antworten

Mal abgesehn davon, daß Arbeitszeugniss nur vollständig wiedergegeben zielführend bewertet werden können:

Die Verhaltensklausel ist nicht inakzeptabel, sondern stellt eine "ausrecheinde" Bewertung dar. So ein Zeugnis muß ebenso wohlwollend wie wahrheitsgemäß erstellt sein, daß ist kein Wunschkonzert :-)

Offenbar - wie gesagt, soweit man das mit diesen Ausschnitten denn überhaupt bewerten kann - bist du eben als fachlich top, menschlich schwierig bewertet, was eben dazu geführt hat, daß man deine Dienste über die Befristung hinaus nicht weiter in Anspruch nehmen möchte.

Das erklärt auch die fehlende Dankesformel.

Soweit ich das auschnittsweise Zeignis hiernach beurteilen kann, ist das Zeugnis für dich sicher unbefriedigend, aber nicht justitiabel :-(

G imager761

Also ich sag mal so Emilia, ich kenne wenige AG die bewusst ein schlechtes Arbeitszeugnis aushändigen. Das machen die eigentlich nur, wenn der Arbeitnehmer auf irgendeinerweise den AG geschädigt hat oder bewusst sich hat krankschreiben lassen. Also du musst dich damit zufrieden geben, dass er dir zwar nicht für jeden ersichtlich ein schlechtes Arbeitszeugnis ausgestellt hat. Egal was du machst du wirst es nicht schaffen, von deinem AG ein gutes Arbeitszeugnis zu bekommen. Jeder AG kann ein Zeugnis so schreiben, dass ein anderes Unternehmen weiß dass du keine korrekte Arbeit geleistet hast. Das ist ja wohl auch verständlich, irgendwie müssen die Unternehmen sich vor Arbeitnehmern schützen die einfach anstatt zu arbeiten das Unternehmen und die Mitarbeiter schädigen. (Ist jetzt nicht auf dich bezogen). Du kannst auch klagen aber das Gericht kann dem Unternehmen ja kein Zeugnis vorschreiben. Also liegt es am Ende immer am AG wie er das Zeugnis ausstellt.

Dieses Zeugnis sagt für mich als Arbeitgeber aus : FINGER WEG !

PeterSchu 18.08.2012, 21:05

Du meinst also, dass ein Betrieb geheime negative Formulierungen schreibt?

Kennt du auch §109 der Gewerbeordnung?

"(2) Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen."

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Nightstick 19.08.2012, 02:12
@PeterSchu

KICHER.... Es gibt so viele Gesetze und Verordnungen - es halten sich nur leider die Wenigsten daran... @rezeian hat vollkommen Recht!

Sag´ mal, @PeterSchuh, in welcher Traumwelt lebst Du eigentlich ???

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PeterSchu 19.08.2012, 23:05
@Nightstick

Nightstick, du vertrittst also die Ansicht, dass man als Arbeitgeber gern mal gegen die Rechtsprechung verstoßen darf? Weil es jeder macht, darf ich es auch?

Wenn die Betriebe die Gewerbeordnung nicht kennen, dann ist das ein Armutszeugnis, Wenn sie sich bewusst nicht daran halten, muss man ihnen vielleicht ab und zu auf die Füße treten.

Ob ein Betrieb gegen Gesetze verstoßen kann, hängt immer auch davon ab, ob die Betroffenen es sich gefallen lassen. Und ob sie es sich gefallen lassen, hängt ganz stark davon ab, ob sie richtig informiert sind.

Also lasst es hier bitte zu, dass rechtlich richtige Informatiinen an die Leute kommen.

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Nightstick 20.08.2012, 00:05
@PeterSchu

Interessanter Gedankenansatz, und vom Grundsatz her hast Du ja sogar Recht, @PeterSchu - allerdings betreten wir hier das Feld der gesellschaftlichen Problematik...!

Die Arbeitgeber kennen die Gesetze - so wie jeder Staatsbürger sie kennen sollte. Und wenn sich jeder an diese halten würde, bräuchten wir keine Polizei, keine Staatsanwälte, Richter, keine Gerichtsbarkeit und letztendlich auch keine Gefängnisse. Doch die Realität sieht leider anders aus...

Da alle Dinge im Leben zwei Seiten haben, gilt dies auch für das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Es gibt auf beiden Seiten "gute" und "böse", so dass hier jede Seite bei aufkommenden Problemen ihre Lösungsmöglichkeiten ausschöpfen, die nun man leider nicht immer gestzeskonform ausfallen. Nachfolgend ein paar Beispiele (die natürlich bei Weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben):

Die Arbeitnehmer haben ihre Gewerkschaften, die Arbeitgeber ihre Arbeitgeberverbände, die AN haben (im Prinzip) die Arbeitsgerichte, die AG haben ihr Telefon und ihre Zeugnisformulierungen...

In einem anderen Thread wurde diese Problematik bereits schon einmal angesprochen, wobei ich dort bewusst nicht eingestiegen bin. Hier und heute möchte ich dies jedoch tun, und dabei noch einmal ausdrücklich betonen, dass ich in diesem Forum weder einseitig für Arbeitnehmer, noch für Arbeitgeber schreibe bzw. Stellung beziehe! Ich bemühe mich, meinen Fokos auf die Gerechtigkeit zu legen...

Dass dies nicht immer gelingen kann, weil die Menschen Individuen sind, und jeder die Dinge aus seinem Umfeld (Erziehung, Bildung, Berufs- und Lebenserfahrung) heraus anders beurteilt, ist mir klar. Deshalb lohnt es sich auch in vielen Fällen nicht, über das "Für und Wider" bzw. das "Richtig oder Falsch" zu diskutieren. Wenn ich dies dann erkenne, schreibe ich allenfalls noch meine Meinung, und dann beende ich meine Aktivität in dieser Hinsicht - ich habe nämlich auch noch andere (wichtigere) Dinge zu tun... :-)) Gruß Nightstick

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PeterSchu 20.08.2012, 00:33
@Nightstick

"Ich bemühe mich, meinen Fokos auf die Gerechtigkeit zu legen..."

Da sind wir uns ja einig. Und daher kann ich es nicht unwidersprochen stehen lassen, wenn du die Ansicht verbreiten willst, wenn sich eh keiner an die Gesetze hält, dann sind sie uninteressant. Es ist in der Tat ein gesellschaftliches Thema. Wir tendieren nämlich scheinbar zu der Haltung "Wenn mich keiner erwischt, dann darf ich ruhig schummeln". Das gilt nicht nur in der Arbeitswelt. Ich aber möchte eigentich nicht in einer Welt leben, wo ich niemandem mehr trauen kann. Soviel zu deinem Vorwurf "In welcher Traumwelt lebst du eigentlich?"

"die AN haben (im Prinzip) die Arbeitsgerichte, die AG haben ihr Telefon und ihre Zeugnisformulierungen..."

Auch das ist ne gewagte These. Mitnichten entscheiden Arbeitsgerichte mehrheitlich für Arbeitnehmer. Noch schlimmer, in den meisten Fällen können sich Arbeitnehmer gar nicht leisten, sich ans Gericht zu wenden. Sie haben zu wenig Geld, zu wenig Informationen oder ein Sieg vor Gericht würde ihnen nichts nützen, weil sie danach im Betrieb auf keinen grünen Zweig mehr kommen.


Ich habe bei der Berichterstattung im japanischen TV nach dem Tsunami einen Bericht über einen Firmenbesitzer gesehen. Der ist, nachdem sein Betrieb ins Meer gespült wurde, tagelang durch die Straßen gelaufen und hat versucht, seine Angestellten zu finden. Er hat sich herzlich gefreut, wenn er einen gefunden hat.

Das ist ein Beispiel dafür, dass man auch in der Arbeitswelt den Menschen noch als Menschen betrachten kann. Schade, wenn wir das nicht mehr können.

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Ich sehe da keinen inakzeptablen Satz. Wenn da steht "stets höflich und konrrekt", dann gilt das auch. Es mag zwar nicht überragend sein, aber schlecht ist es auf keinen Fall.

Nicht optimal sehe ich dagegen, dass sich die Firma im Schlusssatz nicht bei dir bedankt.

Und wie von Anderen schon erwähnt - mit einzelnen Abschnitten lässt sich ein Zeugnis nicht wirklich beurteilen.

Aus dem Zusammenhang gerissene Abschnitte sagen nichts über die gesamte Qualität eines Zeugnisses aus.

imager761 18.08.2012, 11:41

DH, so ist es :-)

Und mich würde nicht wundern, wenn die unterschlagenen Beschreibung der ausgeübten Tätigkeiten denkbar knapp ausgefallen sind oder eher nur einfachere Arbeiten umfaßtt, mit der man sie betrauten wollte :-)

Nur ein weitere Hinweis auf ein Zeugnis, mit dem man vemeindlich "weggelobt" wird :-)

G imager761

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Wenn Du Dein Zeugnis bewertet haben möchtest, so stelle es bitte KOMPLETT hier ein - von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum (wobei auch das Austrittsdatum in der Frage offensichtlich schon falsch ist...) !! Gruß Nightstick

Das ein nicht vollständig verfügbares Zeugnis eigentlich garnicht bewertet werden kann, wurde hier ja schon ansgesprochen.

Was an dem hier zitierten Text jedoch inakzeptabel sein soll, erschließt sich mir überhaupt nicht! Die Bewertung entspricht durchweg einer 2, einschl. des angeblich negativ gefärbten Aussage über das persönliche Verhalten.

http://www.ra-diedrich.de/faq_arbeitszeugnis_form.html

Immerhin wünscht der ArbG im Schlusssatz "weiterhin viel Erfolg", was abschließend bestätigt, dass man mit dem ArbN zufrieden gewesen sein muss.

z.B. "unserer vollen Zufriedenheit" - ist ne 2. (ne 1 wäre "vollsten")

und dass du die dir "übertragenen Aufgaben" erledigst heißt, dass du nix darüber hinaus machst, nicht aus eigeninitiative was machst sondern dienst nach vorschrift

ralosaviv 18.08.2012, 14:06
und dass du die dir "übertragenen Aufgaben" erledigst heißt, dass du nix darüber hinaus machst, nicht aus eigeninitiative was machst sondern dienst nach vorschrift

Eine solche Aussage läßt sich nur aufstellen, wenn man das ganze Zeugnis und das Anforderungsprofil der Stelle überhaupt kennt. Ein Sachbearbeiter erledigt nunmal häufig nur übertragene Aufgaben und kann je nach Arbeitsinhalt und Führungsstil gar keine Eigeninitiative entwickeln.

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vollen ist nicht vollsten, aber ok. engagement könnte heißen, dass du auch mal privatsachen am arbeitsplatz gemacht hast

ralosaviv 18.08.2012, 14:12
engagement könnte heißen, dass du auch mal privatsachen am arbeitsplatz gemacht hast

Es könnte aber auch nur dass heißen, was da steht. Nämlich das der Mitarbeiter sich intensiv für seine Arbeit eingesetzt hat.

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SiliconeSoul 18.08.2012, 10:46

Damit diese Antwort auch ne Antwort ist:

  • Satz 1: Note 3 (Befriedigend)
  • Satz 2: Note 1 (Sehr Gut)
  • Satz 3: Note 1 (Sehr Gut)
  • Satz 4: Note 2 (Gut)

alles in allem ein super zeugnis!

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imager761 18.08.2012, 11:38
@SiliconeSoul

Satz 4: Note 2 (Gut)

Wie kommst du denn darauf? Die Bewertung zum Verhalten ist definitv ein knappes ausrecheichend und die schlechtestmögliche Beurteilung, ohne auf Mängel hinzuweisen ("... nicht frei von Beanstandungen", "... gab Anlaß zu Kritik" usw.) :-O

G imager761

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Nightstick 18.08.2012, 19:17
@imager761

Meines Erachtens stimmt KEINE einzige der Bewertungen von @SiliconeSoul.... :-((

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SiliconeSoul 18.08.2012, 23:53
@Nightstick

Ich hab das ganze nach dem von mir oben angegebenen Link bewertet. Wenn der nicht korrekt ist, ist auch verständlich das meine "Bewertungen" nicht korrekt sind.

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Nightstick 19.08.2012, 02:19
@SiliconeSoul

O.K. - Kein Problem! Manche Links taugen halt nichts.

In diesem Forum gibt es meherere Leute, die sich (beruflich) sehr gut mit Zeugnisbeurteilungen auskennen... Aber wie gesagt, die Fragestellerin soll erst mal den kompletten Zeugnistext offenbaren!

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