Bitte um Antwort! Rechtliche Frage: Abschrift aus dem Schuldnerverzeichnis?

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2 Antworten

Abschrift aus einem Schuldnerverzeichnis = eidesstattliche Versicherung.

Hier muss der Schuldner alle Angaben über sein Vermögen machen, z. B. wo er arbeitet und was er für ein Einkommen erzielt für eine mögliche Lohnpfändung (hier muss die Pfändungsfreigrenze beachtet werden), ob er eine Lebensversicherung hat (diese könnte dann ggf. auch gepfändet werden - da gibt es aber auch einige Punkte zu beachten), ob er ein Grundstück hat, dann kann man dort eine Zwangssicherungshypothek eintragen und sich somit zumindest seine Forderung sichern lassen und ggf. auch ein Zwangsversteigerungsverfahren einleiten (nach Prüfung, ob es sich lohnt über Grundbuchauszug) oder wo er sein Konto hat, dann kann man eine Kontopfändung beantragen usw. Es gibt da sehr viele Möglichkeiten.

Es ist jedoch so, dass es, wenn eine eidesstattliche Versicherung bereits abgegeben wurde fast keine Möglichkeit mehr gibt, an sein Geld zu kommen, denn die gibt man ab, wenn nichts gepfändet werden konnte und man auch nicht in der Lage ist, die Forderung zu bezahlen. Außerdem gibt es dann meist noch andere Gläubiger, die evtl. schon das, was in der eidesstattlichen Versicherung angegeben ist, bereits gepfändet haben.

Allgemein kann man sagen, dass eine mögliche Kontopfändung oder Lohnpfändung in manchen Fällen bewirken, dass der Schuldner sich meldet und wenigstens eine Ratenzahlung vereinbart. Allerdings ist dies jetzt bezüglich der Kontopfändung, da es das P-Konto gibt, viel seltener geworden.

Ich würde auf jeden Fall eine Abschrift aus dem Schuldnerverzeichnis beantragen. Das kostet EUR 15 Gerichtskosten damit man weiß, wie es bei dem Schuldner aussieht.

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Kommentar von LaSonne
25.03.2012, 08:53

So wie es oben steht ist es meines Erachtens richtig. Wir konnten schon so manchen Schuldner nach einer Konto- oder Lohnpfändung davon überzeugen die Forderung in Raten abzuzahlen. Bei vielen ist es leider die einzige Möglichkeit überhaupt an sein Geld zu kommen. Du kannst eine Zwangsvollstreckung gegen einen Drittschuldner in dem Fall die Bank betreiben. Dann wird das Konto des Schuldners gesperrt und er muss unter Einhaltung der Freigrenze Deine Schuld bezahlen. Wie gesagt, die meisten Schuldner melden sich zumindest beim Gläubiger, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren, damit die Pfändung bis zur vollständigen Zahlung zum Ruhen gebracht wird.

Aus dem Schuldnerverzeichnis erfährst Du auch wann die letzte eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde und kannst nach 3 Jahren erneut die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner betreiben, was allerdings wieder mit erneuten Kosten einhergeht. Sollte Dir jedoch bereits vorher bekannt werden, dass der Schuldner "zu Geld gekommen ist" kannst Du die Zwangsvollstreckung schon vorher erneut beantragen.

Viel Erfolg!

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ich glaube, das Geld ist leider verloren. Das Schuldnerverzeichnis beinhaltet meines Wissens die Gläubiger, die noch Geld von dem Händler zu bekommen haben. Dies staffelt sich unter anderen nach Höhe des Betrages. Davon hat so glaube ich keiner was, es sei denn, der Händler gewinnt plötzlich im Lotto.

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Kommentar von janet
25.03.2012, 07:47

Das stimmt so nicht. Im Schuldnerverzeichnis stehen nicht die anderen Gläubiger und auch nicht die Beträge, die der Schuldner diesen schuldet. Man kann zwar, wenn eine eidesstattliche Versicherung bereits abgegeben wurde davon ausgehen, dass es weitere Gläubiger gibt, aber mehr auch nicht. Zum Inhalt Abschrift Schuldnerverzeichnis siehe meinen Beitrag.

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