Bitte Hilfe / KFZ Kaufvertrag - Frage zum Kaufvertrag?

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11 Antworten

Wenn du ihm nicht zugesichert hast, dass das Originalteile sind, hat er auch keinen Anspruch darauf.

Du hast ihn auf den Unfallschaden hingewiesen, also nicht verschwiegen. Den schlechten Sitz hätte der Käufer also schon bei der Besichtigung feststellen und bemängeln können. Hat er aber nicht, also hat er gekauft wie besehen.

Denke mal, dass du richtig gehandelt hast. Gar nicht erst auf Diskussionen einlassen. Er könnte jetzt schrifdtlich selber oder über einen Anwalt Forderungen stellen und solange da nichts kommt, hast du auch deine Ruhe. Kommt ein Schreiben, kannst du immer noch entscheiden, wie du reagierst. Bezahlst du, ist der Fall erledigt und der Käufer bleibt auf seinen Anwaltskosten sitzen. Bezahlst du nicht, geht es evtl. vor Gericht, wo ich aber kaum Chancen für den Käufer sehe. Aber wie gesagt, dazu müsste erstmal eine schriftliche und begründete Forderung kommen.

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Hallo

nun ja es gibt "offensichtliche" und versteckte Mängel. Es kommt jetzt drauf an wie du denn Unfallschaden "verkauft" hast.

Der Punkt ist dass oft Unfälle nicht sachgerecht instandgesetzt werden und manchmal auch Bauteile verbaut werden die nicht "legal" sind. Ein Käufer kann bei einem reparierten Unfallschaden davon ausgehen dass dieser "Fachgerecht" instandgesetzt wurde und die Funktion und Lebensdauer des Fahrzeugs auf denn "altersgemässen" Zustand herstellt.

Das kann an aber oft erst feststellen wenn man das Auto teilweise ausgarniert/zerlegt oder mit Werkzeug wie Boresokop, Schichtdickenmesser oder Ultraschall befundet.

Aus der Sicht von BMW sind alle Karosserie Ersatzteile ausserhalb von BMW nicht "legal" (Weil BMW die Designrechte nicht freigibt also sind alles "Raubkopien") und Reperaturarbeiten ausserhalb von BMW Werkstätten sind auch immer "Schlecht" (aus Prinzip).
Auf der andern Seite wollen die Versicherung eine "Zeitwertgerechte" Reperatur und kalkulieren manchmal Ersatzteilepreise vom billigsten EPAY Teilehändler. Nur verkaufen diese Händler dann oft zu dem Preis gefälschten Importschrott aus der Türkei oder China...

Der Knackpunkt ist die Gruppenfreistellungsverordnung der EU denn die Hersteller auf allen Ebenen bekämpfen/unterlaufen/eindämmen und der daraus folgenden Rechtsunsicherheiten für freie Werkstätten

Nun denn wenn die Reperatur am BMW offizel gemacht wurde dann gibt es eine Abrechnung der verbauten Teile und Arbeistleistung sowie die Mängelhaftung der Werkstatt. Selbst in Polen oder Rumänien bekommt man eine Rechnung.
Es gibt aber Unfallreperaturen die irgendjemand "hingepfuscht" hat und nicht Sachgerecht gemacht wurden oder Teile ohne ABE verbaut wurden.

In dem Fall ist der Verkäufer erst mal in der Sachmangelhaftung die er dann an denn Reperateur weiterreichen kann/muss. Wenn man selber repariert hat ist man selber in der Haftung und dann wird es "spannnend".
Im Prinzip darf jeder immer noch an seinem Auto selber arbeiten auch an sicherheitsrelvanten Teilen. Und im Prinzip gilt das jeder für "seine" Arbeit haften muss.

OK oberhalb vom Mittelstand ist die "Haftungsfrage" durch teuere Anwälte und Tricks umgehbar (siehe VW da gibt es nicht mal eine Adresse für Zustellungen von Ansprüchen) bzw am Ende ist immer derjenige der es macht der "Arxch".

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Ist ein wenig komplizierter hier.

Das Fahrzeug muss die zugesicherten Eigenschaften haben, sonst kann der Vertrag angefochten werden wegen arglistiger Täuschung.

Klage einreichen kann man immer, ob der Richter der Argumentation folgt, ist eine andere Frage.

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Mündliche absprachen gelten bei einem Kaufvertrag selten. Und der hat es wohl abgesehen. Wenn das Fahrzeug repariert wurde und du dafür eine  Rechnung hast, soll er soviel klagen wie er will. Denn das Fahrzeug wurde in den Urzustand zurückgesetzt. Hatte das grad mit einer Versicherung das Thema. Solange das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt repariert wurde und alles wieder hergestellt wurde, ist das kein Unfallfahrzeug mehr.

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Du hast in dem Kaufvertrag geschrieben das das Fahrzeug nen Unfall hatte. Außerdem hast du ihn mündlich nochmals drauf aufmerksam gemacht.
Also wusste der Käufer das und wenn auf dem Vertrag dazu noch steht gekauft wie gesehen hätte er sich das Fahrzeug besser anschauen müssen.
Ich denke somit bist Du auf der sicheren Seite.
Nur ich bin kein Anwalt, deswegen würde ich da evtl mal trotzdem nachfragen.
Spätestens wenn von seinem Anwalt Post bekommst.

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"Gekauft wie gesehen " ist eine alte Bezeichnung. Heutzutage muss man die Sachmängelhaftung explizit ausschliessen. Aktuelle Kaufvertragsvorlagen haben diese Klausel drinstehen.

Welchen Kaufvertrag hast Du genommen? ADAC oder sowas?

Ich glaube das der Käufer im Nachhinein den Preis drücken will. Das kommt leider sehr häufig vor. Du hast mit dem Hinweis auf Anwalt alles richtig gemacht. Lass Dich auf nix ein. Am Besten garnicht reagieren auf Kontaktaufnahmen. Erst falls ein Anwaltsschreiben kommt, dann reagieren.

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Ein Recht auf Klage hat er immer.

Es kommt wohl jetzt eher da drauf an, ob es da einen Sachmangel gibt. Er sagt ja, dass die Teile "schlecht sitzen". Die Frage ist, was bedeutet das?

Ein Anrecht auf Originalteile hat er nicht. Außer das wäre vereinbart worden.

Gibt es jedoch einen Sachmangel, dann hast du den zu beheben. Und da kommts dann darauf an, ob die angebotene Entschädigung für beide Seiten nicht günstiger wäre.

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Kommentar von mrdoumbia
20.02.2017, 08:35

Hallo,

Der Sachmangel - weshalb die Teile nicht richtig auf dem Fahrzeug sitzen,wurde auf dem Kaufvertrag geschrieben.Es ist der hintere Kotflügel der für die Problematik sorgt,aber dieser wurde im Kaufvertrag erwähnt

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Du hast alles richtig gemacht und im Vertrag auf den Unfall hingewiesen. 

Bei Privatverkäufen gilt 'gekauft wie gesehen', eine Gewährleistung ist ausgeschlossen. In Bezug auf die verbauten Ersatzteile kann niemand erwarten, dass es Originalteile sind, wenn auch andere Teile passen - aber genau das 'Passen' ist rechtlich relevant - beim Einbau mancher (sicherheitsrelevanter) Teile kann die Fahrgenehmigung für das Fahrzeug automatisch erlöschen; aber das ist ja bei einem Kotflügel sicher nicht der Fall.

Mein Rat: wenn du Mitglied in einem Verein wie dem ADAC bist, wende dich an die nächste Geschäftsstelle und lass dir die Liste der Vertragsanwälte in der Gegend geben. Du hast als Mitglied Anspruch auf eine unentgeltliche Beratung rund ums Auto. Schildere einem der Anwälte deinen Fall und er wird dich beraten. Wenn du noch nicht überzeugt bist oder um sicherzugehen, ruf einen zweiten an (natürlich immer mit dem gleichen Sachverhalt) und frag nach.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dir etwas passieren kann. Das wichtigste ist nämlich: der Wagen ist fahrtüchtig (TÜV), er hat das akzeptiert, und du hast den Käufer nicht arglistig getäuscht, da du mit offenen Karten gespielt hast. Wahrscheinlich war der Preis auch dem Gesamtzustand des Wagens entsprechend angemessen.

Ich hoffe, meine Tipps sind hilfreich.

Alles Gute

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Kommentar von AalFred2
20.02.2017, 12:48

Nein, auch bei Privatverkäufen gibt es grundsätzlich die Sachmängelhaftung, die man explizit ausschliessen muss.

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Dazu müsste man den vollständigen Kaufvertrag kennen und falls es z.B. der Standardvertrag des ADAC war, was Du bzgl. der Unfallfreiheit erklärt hattest.
Irgendwelche mündlichen Zusagen, solange diese nicht belegbar sind, sind wohl eher wertlos.

Ob da jetzt aber neue Originalteile oder gebrauchte Teile aus dem Baumarkt verbaut wurden, ist vollkommen uninteressant.

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Hallo.

Ich glaube mal das er nur den Preis drücken will.
Las er doch mit Anwalt Drohen.

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Nein, gekauft wie gesehen. Der Unfall ist vermerkt, die Reperatur war ja schon erfolgt. Da hat er keine Chance 

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Kommentar von godlikegenius
20.02.2017, 08:26

Der Unfall ist vermerkt

Ach ja?
Der Fragesteller schreibt aber etwas Anderes.

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Kommentar von MKausK
20.02.2017, 08:26

Unfall ist vermerkt

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Kommentar von Zanora
20.02.2017, 08:34

Doch das das Fahrzeug nen Unfall hatte, hat er in den Vertrag geschrieben und mündlich nochmals erwähnt. Nur da es keine orginalteile sind und angeblich nicht passen ist das Problem.

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