..Bitte gebt mir Gruselgeschichten..

...komplette Frage anzeigen

29 Antworten

Ich übernachtete bei meiner besten Freundin Feyza. Es war kurz vor Mitternacht und mal wieder konnten wir noch nicht einschlafen, also beschlossen wir, noch zu quatschen. Wie jedes Mal redeten wir über Jungs und schwärmten herum, bis uns nichts mehr zum erzählen einfiel. Ich hatte mein Horrorbuch dabei und schlug es auf. Meine Freundin hatte inzwischen auch Lust bekommen, in ihrem Gruselbuch zu lesen. Nun saßen wir da und jeder las in Gedanken versunken.

Alles war still...Meine Freundin hatte ein Zimmer im Dachgeschoss und da es so heiß war, hatte sie ihr Fenster in der Dachschräge geöffnet. In dem Horrorbuch, welches ich las, ging es um zwei Mädchen in unserem Alter, die auch gemeinsam übernachteten.

Ich las Feyza die spannende Stelle aus meinem Buch vor: „Die Mädchen waren um Mitternacht noch nicht müde und lasen Gruselbücher. Sie lasen so aufmerksam, dass sie bei einem eigenartigen Geräusch erschraken. Unter dem Bett kamen seltsame Geräusche hervor und...“ Mir stockte der Atem. Denn genau in diesem Augenblick pochte es unter uns, denn wir lagen alle beide auf dem Bett. Feyza und ich hielten uns erschrocken gegenseitig an den Händen und zitterten am ganzen Körper.

„Ich, ich, ich will g, g, gar nicht mehr weiterlesen“, stotterte ich mit piepsiger Stimme meiner Freundin entgegen. Sie nahm das Buch mutig in die Hand und las den Satz für sich zu Ende... „Oh mein Gott!´´ murmelte sie entsetzt. Ich riss ihr das Buch aus der Hand und traute mich nun auch einen Blick rein zu werfen... „Ach du meine Güte“, jammerte ich vor mich hin. Wir sahen uns beide an und hatten einen so verzweifelten Blick in den Augen, dass es aussah, als ob wir bald zu heulen anfangen würden. „Was machen wir denn jetzt?!“, stammelte ich. „Ich glaube, dass einer von uns unter das Bett schauen muss...“, antwortete meine Freundin ängstlich und sah mich auffordernd an. „Also ich mach’ das ganz bestimmt nicht!“, meinte ich zurückweisend. „Ich auch nicht...“ sagte Feyza. „Na gut, dann machen wir das eben gleichzeitig...“, fauchte ich ihr etwas leiser zu.

„1, 2, und 3!!!", schrieen wir im Chor, stürzten uns auf den Laminatboden und blickten unter das Bett. Und was sahen wir? Einen Nachtfalter, der immer wieder gegen die Bettlatten prallte. Er war wahrscheinlich durch das Fenster herein geflogen. Nun sahen ich und meine Freundin uns an. Wir konnten das Lachen nicht mehr zurückhalten und brüllten los. Der Vater meiner Freundin hörte uns und kam die Treppen herauf. „Was ist denn hier los?“, fragte er. Meine Freundin antwortete, dass wir uns vor diesem kleinen Tier so erschreckt hatten, dass wir fast vor Aufregung gestorben sind!

Aber dass es solche Zufälle gibt, hätten ich und meine Freundin uns nie zu Träumen gewagt!

Letzte Woche war ich in der Stadt unterwegs und ging in ein Café. Schon als ich es betrat, fiel mir an einem Tisch ein junger Mann auf, der etwa so alt war wie ich, der aber schneeweißes Haar hatte. Da alle Tische besetzt waren fragte ich ihn, ob ich mich zu ihm setzen dürfe. Er hatte nichts dagegen und so bestellte ich mir einen Kaffee.

Immer wieder schaute ich zu ihm hinüber und als er fragend zurückschaute, deutete ich auf seine Haare und wollte wissen, warum sie so weiß sind. Er blickte mich lange, prüfend an und begann schließlich zu erzählen:

Als Kind lebte ich in einem kleinen Ort, weit entfernt von der Stadt. Mit vier Freunden gründete ich eine Bande und von diesem Tag an waren wir unzertrennlich.

Irgendwann zog ein Junge mit seiner Mutter in unser Dorf. Nach ein paar Wochen sprach er uns in der Schule an und fragte, ob er in unsere Bande aufgenommen werden könnte. Ich beratschlagte mich mit meinen Freunden und wir beschlossen, dass er eine Mutprobe ablegen müsse.

In unserem Ort gab es ein altes, verfallenes Haus, das schon seit Jahren nicht mehr bewohnt war. Wir nannten es das Spukhaus, weil es so unheimlich und geheimnisvoll aussah. Wir verabredeten, dass der Neue sich beim nächsten Neumond zur Geisterstunde mit einer Kerze in das Haus schleichen und die Kerze in das oberste Fenster stellen sollte.

Der Junge erklärte sich dazu bereit und so trafen wir uns ein paar Nächte später alle vor dem Spukhaus. Der Junge zündete seine Kerze an und betrat, gerade als die Kirchturmuhr zwölf Uhr schlug, das Haus. Dann war es dunkel und wir warteten gespannt vor dem Haus.

Es dauerte eine ganze Weile, bis wir am obersten Fenster einen schwachen Lichtschein ausmachen konnten. Im flackernden Licht der Kerze erkannten wir das bleiche und angsterfüllte Gesicht des Jungen. Dann wurde es wieder dunkel.

Plötzlich schlugen Flammen aus einem Fenster und erfassten in Windeseile das ganze Haus. Wir bekamen schreckliche Angst und rannten hastig nach Hause. Am nächsten Tag, nachdem wir alle kaum geschlafen hatten, erfuhren wir, dass das alte Haus komplett abgebrannt war und in den Trümmern fand man die Leiche des Jungen.

Meine Freunde weigerten sich, zur Beerdigung des Jungen zu gehen, aber ich fühlte mich furchtbar schuldig und fand es sei meine Pflicht, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Nur wenige Menschen standen an seinem Grab und ich dachte die ganze Zeit über daran, dass er bloß Freunde hatte finden wollen.

Als die Zeremonie vorbei war, drehte sich die Mutter des Jungen zu mir um, sah mir tief in die Augen und sagte leise: "Du bist Schuld am Tod meines Jungen! An Deinem 25. Geburtstag sollst Du weißes Haar bekommen und wahnsinnig werden!"

Der weißhaarige Mann blickte mich nun wieder direkt an und als wolle er mich um Vergebung bitten, sprach er mit leiser Stimme: „Heute ist mein 25. Geburtstag…“ Dann ertönte nur noch ein Schrei!

Es war ein gewöhnlicher Freitag und ich freute mich schon aufs anstehende Wochenende. Nur noch sechs Stunden Schule, und dann endlich frei. In der Schule angekommen machten mich meine Mitschüler darauf aufmerksam, dass es kein „gewöhnlicher“ Freitag war, sondern Freitag, der 13. Na und? dachte ich, das gibt es öfter und meistens passiert an diesen Tagen rein gar nichts. Das sollte sich an diesem Freitag aber ändern.

Meine Eltern fuhren übers Wochenende weg und erlaubten mir, zu Hause zu bleiben und Freundinnen einzuladen. Da die Mädels aber alle keine Zeit hatten, setzte ich mich abends eben allein vor den Fernseher. Es liefen nur Gruselfilme - was auch sonst? Gelangweilt schaute ich mir einen an. Auch das Gewitter draußen machte mir nichts aus, warum auch?

Plötzlich klingelte das Telefon. Es knisterte in der Leitung, doch es war niemand dran. Natürlich, die Leitung war wegen des Gewitters wohl kaputt, also dachte ich mir nichts dabei. Doch dann klingelte es schon wieder „Hallo?“ brüllte ich diesmal in den Hörer. „Verlass sofort das Haus, geh zu Jenny “ sagte meine Mutter am anderen Ende der Leitung. „Mama? Warum, was ist denn…“ Doch meine Mutter hatte schon aufgelegt. Zugegeben, etwas seltsam war das schon.

Mit einem mulmigen Gefühl machte ich mich also auf den Weg zu Jenny, meiner Freundin, die nur zwei Straßen weiter wohnte. Vielleicht hatten sie und ihre Eltern ja eine Erklärung für diesen merkwürdigen Anruf. Als ich nass und etwas verwirrt dort ankam, nahmen mich Jennys Eltern auf und schlugen mir vor, die Nacht doch lieber dort zu bleiben. Sie hatten nichts von meinen Eltern gehört und dachten wohl, ich hätte Angst allein zu Hause. Ich hatte eh keine Lust, noch mal durch das Gewitter zu laufen und nahm das Angebot an. Morgen würde sich bestimmt alles klären.

Am nächsten Tag gingen Jenny und ich zu unserem Haus. Was uns dort erwartete, verschlug uns beiden den Atem. Es war ein grauenvoller Anblick. Das Haus war abgebrannt! Die Feuerwehr erzählte uns später, dass es einen Kurzschluss gegeben habe und dass deswegen das Haus Feuer gefangen hatte.

Als meine Eltern später wiederkamen, fiel ich ihnen um den Hals, erleichtert, dass es Ihnen gut ging. Auf meine Frage, ob sie etwas geahnt hätten oder warum sie denn angerufen hätten, um mich zu Jenny zu schicken, reagierten sie überrascht. „Wieso angerufen? Wir haben dich doch gar nicht angerufen!“

Click here to find out more!

Eric Secada schwitzte. Es war später Nachmittag, und er befand sich auf dem Weg nach Hause. Er war Redakteur eines kleinen Stadtblättchens, und jeden Nachmittag musste er durch diesen gottverlassenen Ort.

An manchen Tagen - wie auch an diesem - stoppte er an der einzigen Tankstelle weit und breit, und kaufte sich eine eiskalte Dose Cola. Hinter der Theke saß ein alter Mann und lächelte ihn an. „Was darf es denn sein, Mister? Eine Cola, wie immer?“

Eric nickte, und sah dem alten Forrest Blake zu, wie er das Getränk aus dem Kühlschrank holte. Hinter der Tankstelle hörte man ein wütendes Knurren und Bellen. Eric Secada fuhr erschrocken zusammen, und sagte: „Ich mag überhaupt keine Tiere, aber vor allem hasse ich Hunde!“

Forrest schaute auf: „Ich weiß gar nicht, was sie gegen diese faszinierenden Tiere haben. Kommen sie mal mit.“ Und noch bevor er ablehnen konnte schob Forrest ihn Richtung Hintertür.

In einem staubigen, dreckigen Hinterhof standen drei Zwinger, mit jeweils einem riesigen Dobermann. „Na, sind das nicht ein paar Prachtstücke?“ fragte Forrest stolz den Redakteur.„Das ist sicherlich Geschmacksache“ erwiderte Eric Secada, und wollte am liebsten gehen.

Forrest lachte ganz merkwürdig: „Sie wissen ja nicht wie Recht sie haben. Meine Hunde sind aussergewöhnlich intelligent, und das liegt an ihrem speziellen Futter.“Eric gab sich interessiert, aber in Wirklichkeit war er gelangweilt: „Was bekommen sie denn?“

„Wenn meine Hunde ausgewachsen sind, bekommt jeder von ihnen einmal einen besonderen Menschen. Der Geist dieses Menschen geht dann auf meinen Hund über. Dieser hier hat einen Sportler verzehrt. Seitdem ist er so schnell wie kein anderer. Und der daneben bekam einen Professor. Sie glauben gar nicht, wie intelligent er jetzt ist.“

Eric lachte, er glaubte dem Alten kein Wort. Und was ist mit dem dritten Hund?Forrest lächelte ihn hinterhältig an. „Für ihn hab ich mir was ganz besonderes ausgedacht, eine Mischung aus Intelligenz und Kreativität. Um ehrlich zu sein, hatte ich an sie gdem sie mir von ihrem Job erzählt hatten.“

Und noch bevor sich Eric Secada von diesem Schreck erholt hatte, öffnete Forrest Blake mit einem dämonischen Lachen den Zwinger und der Hund stürzte hinaus, als hätte er seit Tagen nichts gegessen.

Blake Forrest war zufrieden, viel war nicht von Secada übrig geblieben. Doch als er den Hund wieder in den Zwinger sperren wollte, funkelte dieser ihn mit bösen Augen an. Der Hund hatte sich verändert, er sprang mit einem Satz auf den alten Mann zu, riss ihn zu Boden und biss ihm die Kehle durch.

Der Hund verschwand und Blake Forrest war tot. Er hatte es nicht ahnen können, aber Eric Secada war nicht nur Redakteur sondern auch ein gewissenloser Mörder! In der Gestalt eines Hundes mordete sein Geist weiter...

Ich war mit meinen Eltern im Urlaub in Italien. Eines Morgens ging ich am Strand auf Muschelsuche. Schon nach weinigen Minuten war meine Tüte voll. Plötzlich spülten die Wellen eine große Muschel ans Ufer: Sie hatte eine wunderschöne Form, eine faszinierende Farbe und glitzerte in der Sonne. Sofort legte ich sie zu den anderen Muscheln.

Nach einer Woche fuhren wir zurück nach Hause und unterwegs gab es nur Stress im Auto. Erst hatten wir einen Platten, danach ging das Benzin kurz vor der Tankstelle aus und wir prallten noch beinahe mit einem betrunkenen Fahrer zusammen.

Endlich zu Hause angekommen, packte ich meine Sachen aus. Ich nahm meine Lieblingsmuschel und hielt sie an mein Ohr, doch statt Meeresrauschen hörte ich ein seltsames Geräusch. Es klang wie ein verzweifeltes Wimmern. Ich erschrak und legte die Muschel in eine Schublade.

Am ersten Schultag nach den Sommerferien verschlief ich und kam zu spät. Meine Freunde hatten sich irgendwie verändert: Sie sprachen plötzlich nicht mehr mit mir! Die neue Mathelehrerin hatte es auf mich abgesehen und in meinem Lieblingsfach Französisch bekam ich eine 4, obwohl ich doch gut gelernt hatte! Zu allem Übel machte auch noch mein Freund mit mir Schluss. Das war genug: Seit ich diese Muschel gefunden hatte, ging einfach alles schief. Ich beschloss sie im Park zu vergraben!

Eine Woche später waren wir zu Besuch bei unseren Nachbarn. Die kleine Hanna wollte mir etwas zeigen und holte es unter ihrem Kissen hervor. Ich war schockiert: Es war meine Muschel! Sie hatte sie im Park gefunden. Trotz meiner Warnungen wollte sie die Muschel nicht hergeben. Vier Tage später starb Hannas Vater bei einem Autounfall!

Wir kamen zu Hanna und ihrer Mutter, um sie zu trösten. Hanna weinte. Dieses Wimmern hatte ich schon einmal gehört… Oh Gott! Es war das Wimmern aus der Muschel! Ich fragte Hanna nach der Muschel, doch sie sagte, sie wär spurlos verschwunden! Umso besser, dachte ich mir!

Am Abend sah ich in den Nachrichten eine Frau aus Brasilien. Sie hatte eine schwere Krankheit und die Ärzte kämpften um ihr Leben. Doch was trug sie da am Hals? Es war eine Muschelkette, und die große in der Mitte erkannte ich sofort…

Es war einmal ein Mädchen, das am Freitagabend alleine bleiben musste normalerweise hat sie ja keine Angst davor, aber als sie den neuen Fotoapparat hatten fühlte sich Sarah nicht mehr wohl, obwohl sie zugeben musste das er wirklich gute Fotos schoss.

Als es soweit war das Sarah´s Eltern gingen, setzte sie sich auf das Sofa und guckte einen Film an. Sarah hörte plötzlich etwas, sie wusste nicht was, aber es war fürchterlich.

Wenig später hatte sie das Gefühl das es der Fotoapparat war sie ging zu ihm hin und sie bemerkte, dass er von selbst Fotos schoss. Sie hatte solche Angst, dass sie sich auf das Sofa setzte und den Film weiter guckte.

Nach ein paar Minuten hörte der Fotoapparat auf zu knipsen und der Rest des Abends war ganz normal. Als sie gerade fertig für das Bett war, kamen ihre Eltern nach Hause und bevor sie schlafen ging erzählte sie ihren Eltern die Geschichte mit dem Fotoapparat.

Die Eltern guckten die letzten Bilder vom Fotoapparat an und es war Wirklichkeit. Der Fotoapparat hatte selbst Fotos geschossen und auf dem letzten Foto sahen sie einen Mann der aber nicht in der Wohnung war, jedoch am Fenster stand. Plötzlich sagte der Vater von Sarah, diesen Mann kenne ich doch, der stand doch noch gestern in der Zeitung.

Wirklich sagte Sarah, als der Vater die Zeitung in der Hand hielt. Da seht ihr, da ist ein Bild von ihm. Und als Überschrift stand „Der gefährlichste Verbrecher Deutschlands“. Sarah konnte es nicht glauben, dass gestern Nacht ein Einbrecher am Fenster stand.

Als sie das am nächsten Tag der Polizei meldeten, bedankte sich die Polizei bei der Familie und der Polizei Boss sagte: „Gut, dass ihr das Bild habt, denn diesen Verbrecher suchen wir schon seit Monaten und da wir jetzt das Bild haben können wir erst recht die Suche nach diesem Mann beginnen“.

Noch direkt an diesen Tag tauschten sie den Fotoapparat gegen einen anderen und der andere machte keine Bilder ohne dass man auf einen Knopf drückt und somit war die Familie wieder zufrieden und hatten keine anderen mysteriösen Fälle mehr.

Es passierte in der Halloween-Nacht 2005. Ich hatte ein wirklich tolles Kostüm. Als Vogelscheuche verkleidet mit Ästen im Haar und alten Klamotten erkannte mich so schnell niemand. Meine Freundin Anna hatte ein altes Bettlaken umgeworfen und zog als Geist durch die Straßen.

Wir wollten Süßigkeiten erbeuten, indem wir die Leute an den Haustüren erschreckten. So wie es der Brauch an Halloween ist: „Süßes oder Saures“.

Also beschlossen wir erstmal die Burgstraße abzuklappern, denn dort wohnten viele Bekannte meiner Eltern. Am Ende der Burgstraße, die sehr steil anstieg, stand eine alte Ruine, in der vor langer Zeit ein Gutsherr gewohnt haben soll.

Wir hatten bereits jeder eine halbe Tüte voll mit Süßigkeiten und waren fast am Ende der Straße angekommen, da sah Anna einen schwarzen Punkt auf uns zurollen. In der Dunkelheit konnten wir nicht erkennen, was es genau war, aber es rollte stetig auf uns zu.

Immer näher und näher kam der Punkt. Erst als ich erkannte, was da auf uns zu rollte ergriff ich die Flucht. „Da rollt ein Kopf auf uns zu!“, schrie ich Anna an. Wir rannten die Straße herunter, als wenn es um unser Leben ging. Als ich mich umschaute, verfolgte uns der Kopf immer noch. Ich war mir ganz sicher, dass es sich um den Kopf des alten Gutsherrn aus der Ruine handelte.

Plötzlich sah ich eine offene Garage. Ich zerrte Anna hinein und wir ließen den Kopf an uns vorbei rollen. Völlig außer Atem kauerten wir hinter dem Auto und trauten uns gar nicht mehr heraus.

Anna war es schließlich, die neugierig aus der Garage schritt und sich den Kopf des Gutsherrn genauer ansehen wollte. Sie verließ die Garage.

Während ich noch lautstark versuchte sie zu warnen, vernahm ich bereits ihr gekichere. Am Ende der Burgstraße war der Kopf nämlich auf der Straße liegen geblieben. Dort konnte man ihn ganz genau sehen und es war weder der Kopf des Gutsherrn noch ein Geist.

Es handelte sich um einen ganz einfachen Kürbiskopf, den jemand aus Spaß die Burgstraße herunter gerollt hatte. Ein toller Spaß dachten wir uns, auch wenn wir wirklich froh waren, dass es sich nicht um den Kopf des Gutsherrn handelte.

Es war im Jahre 1945. Charles, ein guter Freund meines Opas, liebte eine junge Frau namens May. Zuerst wusste May nicht genau, was sie davon halten sollte, aber dann verliebte sie sich auch und die Beiden wurden ein Paar.

Eines Abends ging mein Opa auf dem Friedhof spazieren und entdeckte Charles und May. Sie saß auf einem Grabstein und er lag ihr zu Füßen. Sie sahen so glücklich aus und Charles wandte sich an May:" Ich liebe dich. Ich würde sogar von den Toten auferstehen, um dich zu heiraten."

Zwei Tage vor der Hochzeit musste Charles mit dem Zug nach London, denn sein Onkel war schwer Krank. Er hinterließ eine Nachricht für meinen Opa: Bitte hol mich am Tag meiner Hochzeit um 15.00 Uhr am Bahnhof ab. Von dort fahren wir dann direkt zur Kirche. Und noch etwas: Ich würde mich freuen, wenn du mein Trauzeuge wirst. Lieben Dank, Charles.

Wie vereinbart stand mein Opa um 15.00 Uhr am Bahnhof. Als der Zug eingefahren war stiegen alle Leute aus. Alle - außer Charles. Mein Opa wurde unruhig und wartete noch fünf Minuten, doch Charles tauchte nicht auf.

Da rannte mein Opa so schnell er konnte zur Kirche um die Gäste zu benachrichtigen. Doch als er zur Kirche kam standen schon alle draußen und die Hochzeit war bereits vorüber.

Mein Opa erblickte Charles neben seiner Frau May. Er hatte einen starren Blick und eine unnatürlich weiße Gesichtsfarbe. Mein Opa fand das ganze sehr merkwürdig, aber freute sich für die Beiden.

Bis sie in der Kutsche vor Mays Haus vorfuhren, und mein Opa die Kutschentür öffnete. Er sah zunächst nur May, die fürchterlich weinte und daneben lag der tote Charles, mit dem gleichen Gesichtsausdruck wie in der Kirche.

Charles wurde genau an dem Ort begraben an dem er zu May gesagt hatte: “Ich würde sogar von den Toten auferstehen um dich zu heiraten....“

Eines Tages las Marie in der Zeitung, dass eine Frau aus Spaß um Mitternacht an einem Freitag ganz im Dunkeln dreimal gegen einen Spiegel "Schwarze Lady" rief. Seit dieser Nacht wurde die Frau nie wieder gesehen. Das fand Marie sehr unheimlich und erzählte es gleich am nächsten Tag ihrer Freundin Lisa.

Auch sie gruselte sich, aber beide wurden auch ein Bisschen neugierig. Als Lisa das nächste Mal bei Marie übernachtete, war es gerade Freitag und Maries Eltern waren bei Bekannten zu besuch, Diese Gelegenheit wollten die beiden nutzen und auch dreimal um Mitternacht gegen einen Spiegel "Schwarze Lady" rufen. Kurz vor Mitternacht bereiteten die Mädchen sich vor.

Marie stellte sich vor den Badezimmerspiegel und Lisa an den Lichtschalter, falls etwas passiert. Dann schlug die Uhr Mitternacht. Als der letzte Schlag verklungen war, rief Marie gegen den Spiegel: "Schwarze Lady! Schwarze Lady! Schwarze Lady!". Als erstes geschah nichts. Doch dann hörte Lisa, wie Marie laut aufschrie und es noch lauter klirrte.

Schnell schaltete Lisa das Licht an, doch Marie war nicht mehr da, der Spiegel war zerbrochen und zwischen den Scherben fand Lisa Maries Lieblingshalstuch, das Marie bis eben noch getragen hatte. Lisa rannte angsterfüllt zum Telefon und verständigte die Polizei und Maries Eltern.

Nach diesem Vorfall wurde Marie nie wieder gesehen, obwohl die Polizei über 10 Jahre nach ihr gesucht hatte

Mary Jones, eine Studentin an der Universität in London, ging nach dem Vortrag des Professors zur Bushaltestelle und wollte nach Hause fahren.

Im Bus ließ sie sich neben einer älteren Frau, die sehr altmodische Kleidung trug, in den Sitz fallen und seufzte. Der Vortrag war wieder sehr langweilig gewesen.

Er war über Elisabeth Cole gewesen, eine alte Dame, die im sechzehnten Jahrhundert gelebt hatte und angeblich in die Zukunft sehen konnte. Jedenfalls hatte sie das zu Lebzeiten immer behauptet.

Und einer Legende nach sollte sie noch heute ab und zu auftauchen und Menschen vor schlimmen Ereignissen warnen. Mary glaubte kein Wort. "Blöder Aberglaube!" dachte sie, "Wahrscheinlich hat sie ein paar Mal das Wetter des nächsten Tages richtig geraten!"

Kurz vor der Haltestelle an der sie aussteigen musste, sprach sie die alte Frau neben ihr an: "Nehmen sie sich in Acht vor dem hoch gewachsenen Mann im langen grauen Mantel!" Ihr Englisch klang sehr alt.

Bevor Mary Jones fragen konnte, was das denn bedeutete, war die Dame verschwunden. Verwundert stieg sie aus dem Bus und schaute noch einmal zurück, doch die alte Lady war nicht mehr da. "Die wollte mich wohl verschaukeln!" sagte sie verärgert zu sich selbst.

Mit langen Schritten lief sie den Gehweg entlang, aber um nach Hause zu kommen, musste sie durch den Stadtpark. Also bog sie in den anderen Weg ein. Im Park waren nur wenige Leute.

Da sprach ein großer Mann in einem langen grauen Trenchcoat sie an. "Entschuldigen sie bitte, aber könnten sie mir helfen. Meine Autoschlüssel sind mir da drüben unter dem Baum heruntergefallen. Wären sie wohl so nett und würden mir suchen helfen?"

Mary bejahte, ging zu dem Baum und bückte sich. Als sie wieder aufstehen wollte, packten sie kräftige Hände am Hals und drückten zu. Schreien konnte sie nicht mehr.

In ihren letzten Atemzügen fiel ihr die Warnung der alten Dame im Bus wieder ein und das Portrait, das der Professor ihnen von Elisabeth Cole gezeigt hatte.

Die Frau auf dem Bild hatte genauso ausgesehen wie die Frau im Bus. Nur jünger...

Meine Freundin Melanie und ich liebten gruselige Bücher. Nichts war zu gruselig für uns. Als wir hörten, dass ein Wolf aus einem Zoo ausgebrochen war und auf dem Weg zu unserer Stadt war, wollten wir den Wolf mal suchen.

Ich übernachtete bei Melanie. Wir machten uns bei ihr zu Hause fertig für unsere Suche und zogen uns ganz schwarz an, damit uns niemand entdecken konnte. Wir nahmen Taschenlampen mit um was sehen zu können.

Als wir in Melanies Garten gingen, flüsterte ich: "Da ist er! Siehst du ihn?" Meine Freundin antwortete: "Ja, ich seh ihn!“ „Oh nein, er läuft auf uns zu! Hilfe!", schrie ich. Melanie und ich rannten aus dem Garten auf die Straße und schrien wie Verrückte.

Ich hörte Pfoten auf dem Asphalt und rannte noch schneller. Auf einmal gingen Melanie und mir die Luft aus. Wir blieben stehen (weil wir dachten der Wolf wäre weg) um Luft zu holen. Doch als ich den Wolf sah, war ich wie gelähmt, ich konnte nicht mal schreien. Meiner Freundin ging es ebenfalls so. Wir blieben stehen und der Wolf stürzte sich auf uns.

Doch er tat uns nicht weh, er schleckte uns ab. Als Melanies Vater kam sagte er uns, dass Melanies Hund Kati ausgebüxt sei! Genau in diesem Moment klickte es bei mir. Der "Wolf" war Melanies Hund Kati.

Meine Freundinnen Alexa, Kristina und ich waren mit unserer Klasse auf Klassenfahrt. Auf dem Gelände der Jugendherberge war ein Wald, der Mönchswald hieß.

Obwohl unsere Lehrerin und die Leiterin der Jugendherberge uns veboten hatten in den Wald zu gehen, gingen wir hinein. Einige Zeit gingen wir auf dem Pfad entlang, als Kristina plötzlich ein altes Holzschild auf dem Boden entdeckte.

Auf dem Schild stand: Zur Klosterruine. Da wir alle drei neugierig waren, beschlossen wir zu der Ruine zu gehen. Bald hatten wir sie erreicht und streiften einige Zeit umher.

Im Klosterhof entdeckte ich eine alte Grabplatte, auf der seltsame Schriftzeichen eingeritzt waren. Alexa fragte uns, wer sich traut die Grabplatte wegzurücken, um zu schauen was darunter sei.

Kristina und ich wollten eigentlich nicht, da es sicher verboten ist, doch wir ließen uns dann doch überreden. Als wir es endlich geschafft hatten die schwere Platte wegzurücken, schrien wir alle auf!

In dem Grab lag ein altes Skelett und neben ihm ein zweites, das noch nicht sehr alt aussah! Wir hatten solche Angst, dass wir nicht einmal die Grabplatte wieder über das Grab schoben.

Abens in der Jugendherberge hörten wir in unserem Zimmer plötzlich ein kratzendes Geräusch am Fenster. Wir dachten, es wären die Jungs, die uns einen Streich spielen wollten, doch als Alexa wütend den Vorhang beiseite schob, schrie sie laut auf.

Von draußen schaute sie nämlich eine Gestalt in einer dunklen Mönchskutte an! Wir waren so verängstigt, dass wir uns am nächsten Tag von unseren Eltern abholen ließen.

Als wir am Mönchswald vorbeifuhren, sahen wir im Schatten der Bäume wieder die Gestalt in der Mönchskutte und im fahlen Licht der Sonne sahen wir den Totenschädel unter der Kapuze, der uns drohend ansah...

Es war einmal ein Mädchen namens Luisa, sie war 10 Jahre alt. Sie hatte eine Puppe, auch sie hieß Luisa. Beide waren unzertrennlich.

Eines Tages sagten Luisas Eltern: "Du bist jetzt 10 Jahre alt. Willst du uns nicht beweisen, wie erwachsen du schon bist?"

Luisa nickte voller Stolz und fragte: "Was soll ich tun?" "Du sollst ab jetzt nachts ohne deine Puppe auskommen!" Luisa blickte auf ihre Puppe: "Muss das sein?" "Ja, denn nur so kannst du uns beweisen, wie erwachsen du bist!" Luisa gab die Puppe ihrer Mutter, als sie zu Bett ging.

In der Nacht wurde Luisa durch eine merkwürdige Stimme wach: "Luisa, Luisa, komm und hol mich! Ich bin in der Küche." Luisa versteckte sich unter ihrer Decke. Als sie gerade wieder eingeschlafen war, hörte sie die Stimme wieder: "Luisa, Luisa, komm und hol mich! Ich bin im Flur." Luisa rutschte noch tiefer unter die Decke. Als sie wieder eingeschlafen war, hörte sie die Stimme erneut: "Luisa, Luisa, komm und hol mich! Ich steh vor deiner Zimmertür."

Jetzt konnte Luisa nicht mehr einschlafen. Doch plötzlich war die Stimme verstummt. Total erschöpft sank sie schließlich doch in einen unruhigen Schlaf. In ihrem Traum hörte sie die Stimme wieder: "Luisa, Luisa, komm und hol mich! Ich bin vor deinem Bett."

Am nächsten Tag ging die Mutter in die Küche und dachte: "Da war sie wohl doch nicht so mutig! Na ja, egal." Sie ging in Luisas Zimmer, um sie zu wecken. Als sie näher an das Bett kam, sah sie die Puppe grinsend in den Armen ihrer Tochter liegen.

Luisa wachte auf und beiden gefror das Blut in den Adern, als sie plötzlich eine Stimme hörten: "Tut das nie wieder!"

„Es war eine warme Sommernacht, als ich mit meiner Freundin bei uns im Garten unter einem alten Baum zeltete. Wir haben noch die ganze Nacht gequatscht, bis wir irgendwann gegen Mitternacht einschliefen.

Plötzlich hörte ich außerhalb des Zelts ein Wimmern. Ich rieb mir die Augen und steckte den Kopf aus dem Zelt. Auf der Straße saß ein kleiner Hundewelpe, der nach seiner Mutter bellte.

Auf einmal raste wie aus dem Nichts ein LKW auf den Hunde zu. Der Hund heulte vor Schmerz. Es war so ein herzzerreißender Laut, dass ich zu weinen begann. Gemeinsam mit meiner Freundin, die ich mit einem lauten Schrei geweckt hatte, rannten wir aus dem Zelt auf die Straße.

Als wir die Stelle mit dem Welpen erreichten, war er plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Im selben Moment hörten wir es krachen. Der alte Baum in unserem Garten krachte mit großem Getöse in unser Zelt. Am nächsten Morgen stand in der Zeitung etwas von einem LKW-Unfall mit einem Hund. Er hatte uns gerettet! Wäre der kleine Welpe nicht gewesen, hätte uns der alte Baum erschlagen.

Ich war mit meinen Freundinnen Sabrina und Sandra im Wald campen! Und als es dann schließlich 11 Uhr nachts war, konnte die Mission „Erkundet den Wald“ beginnen. Ich war wach und weckte Sabrina und Sandra und ab ging die Erkundung. Wir nahmen aber vorher noch unsere Taschenlampen mit!

Wir schlichen in den Wald, überall waren Geräusche zu hören und knackendes Holz unter unseren Füßen. Als wir schon weit gegangen waren, sah uns Sandra mir weit aufgerissenen Augen an.

Sie zeigte mit dem Finger auf einen Leuchtenden Punkt irgendwo neben uns! "Schock"! So schnell es unsere Füße zuließen, rannten wir. Wir rannten, so schnell wir konnten. Als wir bei unserem Zelt angekommen waren, schlüpften wir alle drei hintereinander in das Zelt und machten die Taschenlampen aus!

Nach einiger Zeit flüsterte Sandra: "Ich glaube, ich habe im Wald meine Taschenlampe fallen gelassen!" Uns allen schoss es durch den Kopf: Sandras Taschenlampe! Das war also das leuchtende "Auge"!

Jessica saß allein zuhause. Ihre Eltern waren für ein Wochenende weg. Sie stand auf um sich einen Tee zu machen, als das Telefon klingelte. Sie nahm den Hörer ab und ein Schrei ertönte. Kurz danach wurde aufgelegt.

Jessica starrte den Hörer an. Das hatte sich aber nicht wie ein normeler Schrei angehört. Da waren wohl ein paar Leute auf einen Scherz aus. Nach ungefähr einer Stunde klingelte das Telefon erneut.

Jessica hob ab und diesmal ertönte der Schrei wieder, allerdings legte er nicht sofort wieder auf sondern lachte und flüsterte ihren Namen. "Jessica...Jessica..." Das wurde ihr nun doch zuviel. Die rief die Polizei an und diese versicherte ihr sie würden wissen wer das machen würde.

Sie beschlossen den Anrufer zu Orten. Als nach 2 Stunden erneut ein solcher Anruf kam, klingelte das Telefon nach zwei Minuten wieder. "Jessica???", der Polizist war dran. "Wo bist du, in welchem Raum befindest du dich???"

Jessica verstand nicht. "In der Küche, warum?" Der Polizist atmete einmal tief durch. "Beeil dich, dass du aus dem Haus kommst, der Mann ist oben im Schlafzimmer!"

Als ich mit meinen Eltern nach Spanien in den Urlaub flog, passierte etwas sehr komisches. Schon als wir vor dem Hotel standen, bemerkte ich diesen Mann, der mich lange und unheimlich ansah.

Am gleichen Abend im Restaurant kam er zu mir und strich mir übers Haar. "Deine Haare erinnern mich an die Haare meiner toten Frau". Ich hatte Angst und wollte nur noch ins Bett.

Als ich am nächsten Morgen auf wachte und in den Spiegel sah waren meine schulterlangen Haare abgeschnitten!

Als wir zum Frühstücken nach unten gingen, sah ich den Mann mit meinen Haaren in der Hand. " Dank dir habe ich jetzt ein Andenken an meine Frau."

Meine Haare sind bis heute noch nicht nachgewachsen und der Blick des Mannes schwebt mir immer noch im Kopf herum. Seine Augen sehen mich jede Nacht im Traum an…

Es war einmal eine Frau, die hatte drei Töchter. Alle drei waren schwer krank, und der Arzt sagte, die erste Tochter hätte noch eine Woche zu leben, die zweite zwei und die dritte drei Wochen.

Nach sechs Tagen bat die älteste Tochter die Mutter, eine rote Rose an ihr Bett zu stellen, bevor sie sterben musste. Die Mutter ging in einen Blumenladen und bat die Verkäuferin um eine rote Rose. Die Verkäuferin sagte: "Leider haben wir keine roten Rosen mehr, doch wir können ihnen noch eine schwarze anbieten!"

Die Mutter nahm die schwarze Rose und stellte sie abends an das Bett der Tochter. Daraufhin fragte das Mädchen die Mutter, warum sie keine rote Rose gekauft hätte. "Sie hatten nur noch schwarze Rosen, es tut mir Leid..." Das Mädchen erwiderte: "Ich spüre, diese Rose wird Unglück über mich bringen."

Am nächsten Morgen fand die Mutter das Mädchen tot im Bett vor. Als wieder eine Woche vergangen war, verlangte auch die zweite Tochter nach einer roten Rose, und wieder gab es nur schwarze.

Auch diese Tochter fragte die Mutter, warum sie keine rote Rose bekam, und wiederum antwortete die Mutter, sie hätten nur noch schwarze gehabt. Auch diese Tochter erwiderte, dass sie ein nahendes Unglück spüre. Am nächsten Morgen lag das Mädchen wie ihre ältere Schwester tot im Bett. Der Mutter graute es vor der kommenden Woche, und jeder Tag wurde zur Qual. Die schwarzen Rosen kamen der Mutter nicht geheuer vor.

Als wieder sechs Tage vergangen waren, merkte auch die jüngste Tochter, dass ihr Ende nahte und bat die Mutter um eine rote Rose. Die Verkäuferin hatte immer noch keine roten Rosen nachbestellt, und der Mutter blieb nichts anderes übrig, als eine schwarze zu kaufen.

Das Mädchen spürte, genau wie ihre Schwestern, dass die Rose ein schlechtes Omen war, doch in dieser Nacht bewachte die Mutter ihr Kind mit einem Küchenmesser in der Hand und Angst in den Knochen.

Als sie den Glockenturm um Mitternacht läuten hörte und der letzte Schlag verhallt war, kamen zwei Hände aus der Rose. Sie schienen aus Rauch zu sein und legten sich um den Hals des Mädchens. Erschrocken packte die Mutter das zuvor abgelegte Küchenmesser und hackte die rechte Rauchhand ab. Daraufhin zogen sich die Klauen zurück, und das Mädchen lebte am nächsten Morgen noch.

Vier Wochen später ging die Mutter in den Blumenladen, um einen schönen Geburtstagsstrauß für eine Freundin zu kaufen. Sie bemerkte, dass die Verkäuferin einen Verband um die rechte Hand trug...

Meine Freundin Leonie hatte sich Tarot-Karten gekauft, die wir gleich ausprobierten. Allerdings verstanden wir die Symbole nicht, die wir legten: Kompass- Gebäude- Feuer.

Doch am nächsten Morgen ging in der Schule der Feueralarm los. Und zwar kein Probealarm, wie wir zuerst vermutet hatten. Der Nordtrakt der Schule stand in Flamme! Das also wollten uns die Karten sagen: Nordtrakt- Schule- Brand.

Schockiert gingen wir später zu Leonie- und obwohl uns mulmig dabei zumute war, legten wir wieder drei Karten. Diesmal waren es: Mädchen-Speer-Tod! Da wurde Leonie kreidebleich und stürzte hinaus.

Ich rannte ihr nach und erfuhr, dass ihre kleine Schwester heute zum ersten Mal alleine von der Schule nach Hause gehen sollte. Als wir zu einer Baustelle kamen, sahen wir einen Krankenwagen und Polizei.

Ängstlich fragten wir, was passiert sei. Ein Polizist erzählte uns, dass ein Mädchen in die Baugrube hineingestürzt und von den spitzen Eisenstäben eines Gerüsts aufgespießt worden sei. Es war Leonies Schwester.

Es passierte im letzten Jahr am 31.10., also genau an Halloween. Ich war allein zu Hause, die Nacht war noch jung und hin und wieder klingelten Kinder an unserer Haustüre um „Trick or Treat“ zu spielen.

Plötzlich klingelte das Telefon. Ich erschrak, da ich mir gerade gruselige Filme im Fernsehen ansah. Doch es war nur Naima, meine Freundin, die mich für 21:00 Uhr auf eine Grusel-Party einlud. „Kannst du kommen?“, fragte sie mich. „Cool, na klar komme ich!“, sagte ich.

Ich fing an, mich für die Party zu stylen. Um kurz vor neun wollte ich losgehen, da klingelte das Telefon abermals. Ich nahm ab: „Hallo, hier Nadine am Apparat.“ Eine Stimme am Telefon entgegnete: „Gehe nicht oder du wirst es bereuen! Naima hat vorhin nicht angerufen! Gehe nicht!“ Bevor ich antworten konnte, wurde der Hörer eingehangen. Ich bekam Panik und verlor zunehmend meine Gesichtsfarbe.

Doch ich ließ mich von diesem dummen Telefonstreich nicht entmutigen eine coole Party zu feiern. „Ich gehe trotzdem!“, sagte ich zu mir. Als ich vor Naimas Haustür ankam, hing ein Zettel an der Tür. Auf diesem Zettel stand: Klingel nicht, es wird dir schlecht ergehen! Vertraue mir… auf dieselbe Art bin ich getötet worden.

„Ein Halloween-Streich…“, dachte ich und klingelte. In dem Moment rief Naima aus dem Haus: „Geh weg! Ich bin in Gefahr und du auch… ein Massenmörder ist hier!“ Mit einem großen Knall sprang die Haustür auf und ein Mann stand vor mir. „Hallo Nadine, es wird Zeit von dieser Welt zu gehen.“, sprach er.

Ich schrie und drehte mich geistesgegenwärtig um. Jetzt rannte ich… ich rannte und rannte… ich schlug die Augen auf und plötzlich saß ich schweißgebadet in meinem Bett. Es muss etwa ein Uhr gewesen sein. Naima lag im Bett neben mir, friedlich schlafend.

Was möchtest Du wissen?