Bitte Beratung für Motorradkauf!

3 Antworten

bis wie viel km macht es Sinn ein Supermoto gebraucht zu kaufen ohne evtl. mit der zeit mit problemen zu rechnen?

Das kommt ganz darauf an, was es für eine Supermoto seien soll. Eine anständig gefahrene XR 650 R oder XT 660 kannst du auch noch mit 40.000 Km problemlos kaufen, eine Husqvarna 610 kann es dir aber auch schon bei 5000 Km bei normaler Fahrweise zerlegen.

Bei nem 600ccm Naked Bike a la Hornet, Bandit, GSR usw stellen gepflegte 20-30000 keinerlei probleme dar oder?

Bei 20.000 ist so ein Moped erst richtig eingelaufen. 

Bei einer CBF600 die 2004er Baujahr ist und erst 4000km drauf hat (gepflegt, sieht aus wie neu) ist das super wegen den wenigen km oder könnte evtl. genau dies ein problem darstellen, da sie in den jahren so wenig gelaufen ist?

Eine höhere Laufleistung ist insofern besser, als dass sie auf längere am Stück gefahrene Strecken hinweist. Hierdurch verbringt der Motor mehr Zeit warm, als er es bei kürzeren Fahrten tun würde und verschleißt somit oft weniger.

Welche bikes sind eurer erfahrung nach die zuverlässigsten, bei denen man sich kaum sorgen machen muss dass etwas außer natürlich service und verschleißteile anfällt?

Der zuverlässigste Einzylinder der Welt: Honda XR 650 R!

Vielen Dank für die schön ausführliche Antwort, hilft mir sehr weiter! :)

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eine Husqvarna 610 kann es dir aber auch schon bei 5000 Km bei normaler Fahrweise zerlegen.

So ziemlich alle ehemaligen TE610 Fahrer wären froh sie hätten jemals nur annähernd  so viel geschafft. Ne 610er die 5000km übersteht is schon echt gut.

Der Motor war von Anfang an eine Fehlkonstruktion und wärend seine schwedischen Erfinder den Fehler erkannt und alles geändert haben , haben die Italiener den Motor nie verstanden und die Fehler ewig mitgeschleppt.  

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Vor einigen Jahren war ich ebenfalls auf der Suche nach einer möglichst zuverlässigen Supermoto. Ich habe lange gesucht und mich schließlich für eine Suzuki DR-Z 400 SM entschieden... das mittlerweile zum 2. mal! Meine Erste Zette ist leider bei einem Hausbrand so stark beschädigt wurden, dass ich sie verkaufen musste (war noch Student, Neuaufbau wäre zu teuer gewesen). Das Ding sah nach dem Brand aus wie das Moped von Hellboy, kohlrabenschwarz, die Spiegel und Blinker runtergelaufen, Sitzbank und Plastiks angeschmolzen, das Display war aufgegangen wie Bauschaum... den Gasgriff musste ich erstmal losreisen, er war angeschmolzen. ABER: Zwei mal getreten und das Ding lief wie ne 1! Danach war klar das es wieder eine DR-Z wird. Diese Fahre ich nun seit gut einem Jahr und bin überaus zufrieden. genügsamer Motor, solide Vergasertechnik, lange Wartungsintervalle (Öl alle 5000km). Meine alte wie auch meine neue DR-Z haben mich nie im Stich gelassen. Auch die besagte Honda XR soll wirklich zuverlässig sein. Die Yamaha TT ist für mich keine ernstzunehmende Supermoto. Ist einfach zu schwer und ich hab da auch noch keine auf einer Rennstrecke gesehen. Im gegensatz zur DR-Z, damit wird man zwar nicht mit den "Wölfen heulen" können, aber ich hab die auch schon 3 Tage über den Harzring gescheucht und das ohne irgendwas an dem Moped zu machen. Wenn man eine auf SM umgebaute Enduro bekommt kann man sogar ganz gut mithalten, die hat noch etwas mehr Dampf als die S/SM, bedarf allerdings etwas mehr Wartung. Dennoch immernoch ein sehr genügsames Moped. Mit Nacket kenne ich mich nicht aus, das ist einfach kein Konzept dem ich persönlich etwas abgewinnen kann.

Kommt bei den Supermotos immer drauf an. Gut gepflegte Einzylinder kann man auch mit 40.000km noch kaufen. Es kommt halt drauf an, wie sie gefahren wurden. Wenn es natürlich eine Maschine ist, die nur mit Vollgas über die Autobahn geprügelt wurde, das tut dann schon entsprechend weh.

Wie du schon richtig erkannt hast, sind wenig km nicht unbedingt immer ein Zeichen für guten Zustand. Wenn das Bike z.B. viel auf Kurzstrecke gefahren wurde ("Eisdielen Motorrad"), dann kann eine Maschine mit 5000km durchaus schon mehr Verschleiß abbekommen haben als eine vergleichbare Maschine, die 20.000km auf Langstrecke und für Touren benutzt wurde. 

Für Bikes wie die Honda Hornet oder die 600er Bandit sind hohe Laufleistungen kein wirkliches Problem, die kannst du auch bedenkenlos mit 40.000km noch kaufen, wenn der Verkäufer vertrauenswürdig ist und man die Historie vom Bike nachvollziehen kann. Eine andere Alternative ist zum Beispiel auch noch die Yamaha Fazer 600. 

Mit einem japanischen Bike machst du grundsätzlich nicht viel verkehrt, ich würde von den genannten aber am ehesten zur Honda Hornet tendieren. Die hat sehr zuverlässige Technik und ist auch relativ wertstabil. Honda eben. Ich fahre seit 3 Jahren eine Honda CBR1100XX und hatte auf ca. 55.000km bisher nur einen einzigen Liegenbleiber, als mir die Lichtmaschine verreckt ist. Und das auch nur, weil der Vorbesitzer dort selber was rumgefuscht hatte und ich es nicht gemerkt habe. Ansonsten nur Verschleißteile und Inspektionen gemacht und sie läuft auch nach 16 Jahren immer noch absolut zuverlässig und hat bei Vollgas 310 km/h auf dem Tacho stehen. ;)

. Honda eben

So ist es. 

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Dank dir hertlich für die schnelle und lange Antwort! Werde das alles berücksichtigen und bin erfreut, da meine favouriten somit wieder voll im rennen sind ;)

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