Bist/warst du Depressiv ?

5 Antworten

Ja man kann sich verdammt vieles einbilden. Heißt aber nicht, dass man es dadurch auch bekommt. Oft rührt so etwas durch Unwissenheit einher. Würde man wissen, wie schlimm tatsächlich eine Depression ist, würde man sich bei schlechter Laune keine Depression einbilden.

Nein. Erstes kann man sich mal irren und zweitens kommt es darauf an, wer die Diagnose stellt. Bei einem Hausarzt gebe ich da nichts mehr drauf. Bei einem Psychiater hingegen, wenn er ausreichende Zeit für eine Anamnese hat, schon. Allerdings zeigt sich ein Krankheitsbild erst im Laufe der Zeit. So kann auch eine Persönlichkeitsstörung wie zb Borderline dahinterstecken. Auch der Schweregrad oder Begleiterkrankungen einer Depression lassen sich nicht auf den ersten Blick festlegen. Außerdem muss man auch wissen, dass ein Hausarzt zb bei der Diagnose Depression bereits mehr abrechnen darf als zb bei einer Anpassungsstörung. In einer Klinik ist das ähnlich. Daher sind die Diagnosen von dort häufig schwerwiegender.

Ich war schon einmal depressiv. Vor 2 Jahren hatte ich eine Sepsis und ich war 4 Wochen im Krankenhaus. Daraus hat sich eine Krankenhausdepression entwickelt. Ich habe gemerkt, wie allein ich im Notfall bin. Ich habe weder Freunde noch Familie und wenn was passiert ist keiner für mich da. Ich musste bei Arbeitskollegen betteln das sie meine Wäsche waschen. Musste bei theoretisch Fremden darum betteln das sie mir helfen. Es war eine schlimme Zeit. Hinzu kam, das ich meine Katzen weggeben musste weil sich keiner drum kümmern konnte. Tiere die 11 Jahre bei mir lebten und mein ein und alles waren. Meine Zimmergenossin hat mitbekommen das ich nachts heimlich weinte und hat eine Schwester verständigt. Ein paar Tage später war der Psychiater vor Ort. Medis bekam ich dagegen aber nicht. Er meinte es reguliert sich wenn ich wieder nach Hause komme. Er hatte Recht.

Das muss hart sein. Kannst du irgendwie beschreiben wie du dich gefühlt hast?

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@IchBineinfReal

Ich war irgendwie tieftraurig. Mir wurde schlagartig bewusst, das mein Leben, so wie es ist nicht gut ist. Wenn mir was passiert während ich zuhause bin und das Pech habe nicht den Krankenwagen zu informieren, dann war es das. Ich fühlte mich ausgeliefert, allein gelassen, unfähig die Situation zu ändern. Ich war auch geschockt, das nur 2 weitere Tage bis zum Tod gefehlt hätten. Und ich war tieftraurig, das die zwei einzigen Wesen die für mich da waren, meine Katzen, von heute auf morgen weg waren. Das war auch noch kurze Zeit nach dem Krankenhaus noch so. Die ganze Situation war so ätzend das ich meine Haare komplett verloren hab und die Zähne alle rausgefallen sind. Es war keine leichte Zeit. Die Depressionen sind heute weg. Ich denke mal, es waren nur leichte Depressionen. Zeitlich begrenzte wie mir scheint. Wenn ich mir vorstelle das ich sowas als Dauerzustand hätte wüsste ich nicht was ich machen soll. Aber ich kann nachempfinden wie sich Gefangene fühlen. Ich konnte dem nicht entgehen, sie können dem auch nicht entgehen. Eine Ausweglosigkeit macht sich so als Gefühl breit.

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  1. denke schon
  2. zu 100% denke ich nicht, aber auf jeden Fall mehr als eine Selbstdiagnose
  3. diagnostiziert nicht, aber ich habe im Verdacht, es bis vor kurzem gehabt zu haben.. habe leider manchmal noch ,,Spuren“ davon
Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin mentally kaputt xd
  1. ja
  2. keine psychische krankheit kann zu 100% festgestellt werden. (Aber die frage is bissl dumm. man kann so etwas je nach fall mit großer sicherheit diagnostizieren)

Gibt es eine Psychische Krankheit bei der man panische Angst vor Kamelen mit Sturmgewehren hat?

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@IchBineinfReal

jo die nennt man gesunden menschenverstand. du bist nirgends sicher vor ihnen

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1.Nein

2.Ja

3.Therapie

Was musstest du bei der Therapie machen?

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@IchBineinfReal

Meistens waren es Gruppentherapien (unangenehm) . Geholfen hat das Gespräch mit Leuten. Jeder Tag ist Scheiße und für was soll das gut sein. Geheilt bist du nie.

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