Bismarcksche Reichsverfassung verglichen mit dem GG

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Das Bismarckreich war keine Demokratie. Ein wichtiges Demokratiemerkmal fehlte: die Volkssouveränität, dass heißt: alle Macht muss vom Volk ausgehen. Im GG ist das in Art. 20 festgelegt. In der Reichsverfassung von 1871 wurde die Exekutive (der Reichskanzler) allein vom Kaiser eingesetzt und konnte auch nur wieder vom Kaiser abgesetzt werden (wie Bismarck 1890 durch Wilhelm II.). Misstrauensvoten seitens des Reichstages konnten nicht zum Sturz der Regierung führen. Auch die Legislative (Gesetzgebungsmacht) ging nicht – über den Reichstag – (also indirekt) vom Volke aus. Der Reichstag wurde zwar demokratisch gewählt (allgemeines, gleiches, geheimes Wahlrecht), aber zu jedem der von ihm beschlossenen Gesetze bedurfte es der Zustimmung des Bundesrates, also der Gemeinschaft der Fürsten der Länder. [Heute sind zwar auch manche Bundestagsgesetze zustimmungspflichtig, aber im Bundesrat sitzen die demokratisch gewählten Regierungschefs der Länder]. Da der Kaiser immer mehr von seinem Gesetzesinitiativrecht Gebrauch machte, bedeutete das allmählich einen Machtzuwachs des Kaisers. Grundrechte wurden in der Bismarckverfassung nicht erwähnt, da aber ganz überwiegend nur die Bundesstaaten gegenüber dem Bürger „rechtseingreifend“ tätig wurden, war der Bürger durch die in den Verfassungen der Bundesstaaten garantierten Grundrechte geschützt (s. z.B. Grundrechtskatalog in der preußischen Verfassung von 1850). – Fazit: Das Bismarckreich enthielt einige demokratische Elemente (Grundrechte in den Länderverfassungen; allgemeines, gleiches, geheimes Wahlrecht der Bürger bei der Wahl der Reichtagsabgeordneten; dagegen waren wichtige Strukturen undemokratisch (ein wesentlicher Teil der Staatsgewalt, die Exekutive, war vom Volkswillen völlig abgehoben; die Legislative konnte nur etwas vom Volk - über die Reichstagsabgeordneten - beeinflusst werden; so konnte der Reichstag Gesetzesvorschläge des Bundesrates und des Kaisers blockieren).

Der Kaiser durfte mit Zustimmung des Bundesrates, aber ohne Zustimmung des Reichstages, den Krieg erklären. Der Reichskanzler benötigte das Vertrauen des Reichstages nicht. Er konnte demnach auch im Amt bleiben, wenn ihm der Reichstag das Misstrauen aussprach. Diese beiden Verfassungsmängel wurden erst durch Gesetz vom 28.10.1918 korrigiert.

Deutsches Weltmachtstreben

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Wäre echt voll nett, wenn ihr mir helfen könntet, denn ich bin in geschichte nicht so gut ;)

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Danke

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Bewertung der Verfassung von 1871?

Man findet immer wieder zwiegespaltene Meinungen, wie seht ihr das ? Ich bin mir nämlich unsicher, was ich davon halten soll.

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