Bismarcks Nachfolger?

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2 Antworten

Nein, Bismarcks Politik war nicht "gut"! Er hat dadurch, dass er Russland und Österreich-Ungarn durch widersprechende Geheimabkommen (Rückversicherungsvertrag) gegeneinander ausgespielt hat, seinen Nachfolgern eine schwere Bürde hinterlassen, die nicht zuletzt bei Russland Zweifel an Deutschlands Zuverlässigkeit als Bündnispartner weckte. Weil er nach 1871 gegenüber Frankreich keine Versöhnungspolitik, sondern immer eine aggressive, auch vor Kriegsdrohungen nicht zurückschreckende Politik betrieben hat, hat er gewissermaßen zwei Krisenherde dauerhaft geschaffen und seinen Nachfolgern hinterlassen.

Dass die deutsche Politik daraus keine Lehren gezogen hat, lag an der dilettantischen Politik, die Kaiser Wilhelm II. und die von ihm abhängige Hofkamarilla betrieben haben. Dabei haben sie durchaus bismarcksche Ansätze dahingehend weitergeführt, als auch sie gegenüber Frankreich immer aggressiv und wenig versöhnlich aufgetreten sind.

MfG

Arnold

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Den direkten Nachfolger von Bismarck kenn ich nicht, aber soweit ich weiß, hatte der Nachfolger von Kaiser Wilhelm I andere politische Vorstellungen als Bismarck, weshalb dieser dann auch gehen musste. Der Kaiser wollte nämlich verstärkt auf Kolonien setzen, während Bismarck eher die innenpolitische Lage stabilisieren wollte.

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Kommentar von Mudrost
17.01.2016, 17:37

Noch zur Vervollständigung: Der Nachfolger war Leo von Caprivi.

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