Bismarck- allgemeines Wahlrecht

3 Antworten

Weil er die Arbeiter ruhigstellen musste, warf er ihnen einen happen hin. Dabei waren die Stimmen nach Steueraufkommen gewichtet, Reiche hatten mehr Stimmrechte als Arme. Demokratie sieht anders aus.

Otto von Bismarck war der Überzeugung, eine gewaltige Mehrheit (neun Zehntel) des Volkes in Deutschland seien monarchistisch eingestellt (Anhänger einer Monarchie). Das allgemeine Wahlrecht (für Männer ab 25 Jahren) war bei seiner Einführung (1867 für den Norddeutschen Bund, 1871 für das Deutsche Reich) auch dazu gedacht, den Einfluß der Liberalen zu beschränken. Die Liberalen waren damals die wichtigste Gruppe, bei der zum Teil auch republikanische Neigungen vorkamen. Die Liberalen hatten besonders viele Anhänger im gebildeten und besitzenden Bürgertum. Bei einem nicht allgemeinen Wahlrecht wie z. B. dem Zensuswahlrecht (Wahlrecht ist von einem Mindestbesitz/-einkommen abhängig, z. B. gemessen an der Steuerzahlung) hatten die Liberalen damals günstige Voraussetzungen, gut abzuschneiden. In Preußen hatten die Liberalen im Verfassungskonflikt (1862 – 1866) in politischer Gegnerschaft (Opposition) zum König und zur Regierung mit Bismarck als Ministerpräsidenten gestanden.

Bismarck nahm besonders bei der einfachen Landbevölkerung an, sie sei ganz überwiegend konservativ und monarchistisch. Landgüter der Familie lagen in Pommern, was seine Eindrücke beeinflussen konnten.

Bismarck nahm an, mit dem allgemeinen Wahlrecht zu regierungstreuen Mehrheiten im Parlament zu gelangen. Er knüpfte zugleich an das in der Reichsverfassung und im Reichsgesetz für die Wahlen zum Volkshaus der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche 1849 vorgesehene Wahlrecht an. Er konnte mit einem Zugeständnis demokratische ausgerichtete Liberale ein Stück weit zu beschwichtigen versuchen. Bis 1866 war Vorschlag auch dafür nützlich, Österreich in der deutschen Frage in Schwierigkeiten zu bringen.

Otto von Bismarck hat Verfassungstheorie nicht besonders hoch eingeschätzt. Er war Monarchist (Anhänger des monarchischen Prinzips).

Gegen eine volle Parlamentarisierung behauptete er, das Parlament sei nicht wirklich zum Regieren fähig. Seine Aufgabe sei, schlechte Gesetze und Geldverschwendung zu verhindern.

In Preußen blieb das Drei-Klassen-Wahlrecht.

In einer konstitutionellen Monarchie sollte das auf Grundlage eines allgemeinen Wahlrechts gewählte Parlament in seinen Machtbefugnissen eingeschränkt bleiben (eine Demokratie wurde also nicht eingeführt). Später hat er teilweise Gedankenspiele an eine Änderung des Wahlgesetzes angestellt, aber nicht in die Tat umgesetzt.

Otto Pflanze, Bismarck. 1. Auflage in der Beck'schen Reihe. München : Beck, 2008. Band 1: Der Reichsgründer (Beck'sche Reihe ; 1785), S. 667: „Fast bis an das Ende seiner Laufbahn blieb Bismarck bei der Überzeugung, daß mindestens neun Zehntel des deutschen Volkes monarchistisch gesinnt seien. Die Wähler, deren Stimmen daran zweifeln ließen, waren für ihn von Demagogen verhetzt worden, deren Einfluß es, wenn nötig, durch Abschaffung des allgemeine Wahlrechts zu bannen galt.“

  1. Bismarck hat den Hunden (das Volk) dicke Knochen vor die Füße geworfen damit waren sie zunächst einmal ruhig gestellt!
  2. Bismarck erreichte damit, daß sich das Volk nicht mit Dingen beschäftigte, von denen es sowieso keine Ahnung hatte!
  3. Die heutigen regierenden Politiker machen nichts anderes; denn hinter allen Ankündigungen und Versprechungen verbergen sich zumeist faustdicke Lügen, die ausschließlich als Mittel zum Zweck dienen!

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haai!

beim kulturkampf der katholiken (bismarck). was wollten die denn erreichen?

daaanke! <3

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Vielen Dank an die Historiker!

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