bisexuell, religion etc?

16 Antworten

Hallo, ich bewundere Deine Offenheit.

Wie Du selbst schreibst, hast Du einen "Gewissenskonflikt".

Den wirst Du auch nicht überwinden, wenn Du die biblischen Maßstäbe für Sexualität für richtig hältst und trotzdem Deinen Neigungen folgen willst.

Lass Dir nichts von Indoktrinierung uä einreden, das versuchen hier viele, meines Erachtens geht das aber am Thema vorbei.

Wenn Du an den Gott der Bibel, den christlichen GOTT glaubst und biblische Gebote bezüglich Sexualität für richtig hältst, dann mußt Du das Ernst nehmen und sexuelle Handlungen meiden, die Gott missfallen.

Gebete helfen dabei sehr, aber man muß seinen Teil tun, um der eigenen NEIGUNG nicht nachzugeben und so GOTTES Gebote zu halten.

Der Apostel Paulus beschrieb diesen KAMPF wie folgt (Römerbrief, Kap. 7):

"Denn was ich vollbringe, weiß ich nicht. Denn was ich wünsche*, das pflege ich nicht zu tun, sondern was ich hasse, das tue ich. 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht wünsche,+ stimme ich zu, daß das GESETZ vortrefflich ist.+ 17 Jetzt aber bin nicht mehr ich es, der es vollbringt, sondern die Sünde, die in mir wohnt.+ 18 Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt;+ denn die Fähigkeit zu wünschen+ ist bei mir vorhanden, aber die Fähigkeit, das zu vollbringen+, was vortrefflich ist, ist nicht [vorhanden]. 19 Denn das Gute, das ich wünsche, tue ich nicht,+ sondern das Schlechte, das ich nicht wünsche, das treibe ich. 20 Wenn ich nun das, was ich nicht wünsche, tue, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.+
21 Ich finde also in meinem Fall dieses Gesetz: daß, wenn ich das Rechte zu tun wünsche,+ das Schlechte bei mir vorhanden ist.+ 22 Ich habe wirklich Lust+ an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen+, der ich innerlich bin, 23 aber ich sehe in meinen Gliedern+ ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes+ widerstreitet+ und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde,+ das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender* Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist?+ 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!+ So bin ich selbst denn mit [meinem] Sinn ein Sklave des Gesetzes Gottes,+ mit [meinem] Fleisch aber des Gesetzes der Sünde.+

Die möglichen Gegenmassnahmen beschrieb derselbe Apostel im ersten Brief an die Korinther, Kapitel 9 ab Vers 24 wie folgt:

"24 Wißt ihr nicht, daß die Läufer+ in einem Wettlauf alle laufen, aber nur e i n e r den Preis empfängt?+ Lauft+ auf eine Weise, daß ihr ihn erlangen könnt.+ 25 Außerdem übt jeder, der an einem Wettkampf teilnimmt, in allen Dingen Selbstbeherrschung+. Nun tun sie es natürlich, um eine vergängliche Krone zu erhalten,+ wir aber eine unvergängliche.+ 26 Daher laufe+ ich nicht aufs ungewisse; ich führe meine Schläge so, daß ich nicht die Luft schlage;+ 27 sondern ich zerschlage* meinen Leib+ und mache ihn zum Sklaven, damit ich mich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst irgendwie als unbewährt+ erweise."

Mit anderen Worten: Es gilt, gegen sogenannte "sündige" Neigungen anzukämpfen, ihnen nicht nachzugeben.

Ich kenne mehrere Personen, Christen, die dies tun, mit homosexuellen Neigungen zB. .

Du mußt Dich daher entscheiden: Führe ich ein Leben nach der Bibel oder nicht? 

Praktische Tipps: Meide Situationen, Unterhaltung und Umgang, der Dich in Gefahr bringt, den unerwünschten Neigungen nachzugeben. Such Dir Freunde und Unterhaltung, die gute Grundsätze, biblische Moral fördern. 

Sobald Du alt und/oder reif genug bist, dürfte Dir eine feste Beziehung=eine Ehe sehr dabei helfen, diese Neigungen zu beherrschen. Allerdings: Dein Ehepartner sollte von dem Problem wissen UND damit umgehen können, glaub mir, das ist enorm wichtig.


cheerio

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – 50 Jahre Bibelstudium und permanente Weiterbildung

Du erlebst vom Körper her deine sexuelle Ausrichtung. Gleichzeitig ist dir das Leben als Christ wichtig. Nun fühlst du dich zerrissen zwischen einem Anspruch des Glaubens und deinen eigenen Bedürfnissen.

Der christliche Glaube macht einen Unterschied. Zunächstmal bist du so recht, wie du nun mal bist. Gott hat dich gerade so geschaffen mit all deinen Eigenschaften. Es ist keine Sünde, bisexuell zu empfinden.

Damit etwas eine Sünde ist, gehört Folgendes dazu:

+ die Einsicht, dass die eigene Tat böse ist;

+ das völlig freiwillige Tun dessen, was man als schlecht erkannt hat.

Du schreibst, du akzeptierst deine Sexualität. Wenn du das schaffst, ist das wünschenswert und gesund. Aber was meinst du damit genau? Akzeptieren kann heißen, du findest es okay und du stehst dazu.

Es kann aber auch heißen, dass du anderen Frauen und Männern gleichermaßen deine Zuneigung zeigst. Das ist in soweit ebenso in Ordnung.

Vielleicht meinst du mit akzeptieren aber auch, dass du deine Sexualität ausleben möchtest ohne Grenzen. Da kannst du überlegen, ob du das okay fändest. Dann hättest du also mindestens einen Mann und eine Frau gleichzeitig, mit denen du schläfst. Denkst du, die beiden anderen wären damit auch glücklich?

Du kannst deine Bisexualität akzeptieren, aber dich dennoch an bestimmte Grenzen halten. Es gibt nicht nur "alles" oder "nichts", sondern dazwischen kann man durchaus entscheiden, wie weit man sein Tun mit seinem Gewissen und mit seinem Glauben vereinbaren kann.

Und die Kirche zwingt dich nicht zu einer bestimmten Entscheidung, sondern sie versucht zu erklären, warum sie ein bestimmtes Verhalten wünschenswert findet und ein anderes nicht.

Bei der Sexualität geht es den Christen nicht in erster Linie um die schönen körperlichen Gefühle. Das Wichtigste ist die personale Liebe zu einem anderen Menschen, die Achtung und Wertschätzung.

Wenn der andere Mensch als individuelle Person wahrgenommmen wird, kann die Sexualität schließlich noch hinzukommen. Dann benutzt man den anderen nicht zur Befriedigung der eigenen sexuellen Bedürfnisse, sondern man will sich erstmal dem Anderen schenken und diesen Anderen glücklich machen.

also wenn du in einer christlichen Gemeinschaft bist, die dir einredet, dass Homosexualität Sünde ist, dann wirst du ewig in einem Widerspruch bleiben.

Entweder du verzichtest auf diesen Aspekt deiner Sexualität, dann kannst du deine Religion ohne schlechtes Gewissen leben, oder du suchst dir eine Gemeinschaft, die der Homosexualität gegenüber toleranter ist.

So wirst du ständig in einem Zwiespalt bleiben, der dich unnötig in Konflikte bringt...

Letztlich liegt es an dir zu entscheiden, ob du das unvereinbare vereinbaren willst, aber es ist eine sehr grosse psychische Belastung, wie du auch selber beschreibst... und sie ist nicht nötig. du kannst einfach aus der Gemeinde austreten, die dich verurteilt wenn du ihrer Meinung nach die falsche SExualität hast...

Wenn du dich Christ nennst, dann bedeutet das doch, dass du Christus als Herrn und Retter in dein Leben aufgenommen hast, oder? Siehe Johannes 1,12 und Johannes 3, 14-17.

Dann ist er dein guter Hirte und du gehörst zu seiner Herde, bist ein Schaf, das auf seine Stimme hört. Johannes 10

Es ist dir also wichtig, wie Jesus darüber denkt.

Dann würde ich dir empfehlen, leg es doch Jesus hin und frag ihn: Herrn Jesus, wie siehst du das? Er wird es dir deutlich machen und dir auf deinem Lebensweg helfen.

Ach dieses schöne Thema...ganz nach dem Motto -Ich habe nichts gegen homo oder bisexualität, aber das ausleben davon ist Sünde- das schlimmste daran ist, dass sie nicht das verwerfliche an dieser Aussage sehen...und andere kritisieren, die sagen sie hätten nichts gegen Christen, jedoch das Ausleben der Religion als schrecklich ansehen. 

Du musst dich wohl bis an dein Lebensende schlecht fühlen, wenn du elnerseits deine Sexualität akzeptierst, aber anderer seits eine veraltete und deine Lebensweise ablehnenden Gott huldigst. Besonders lustig finde ich persöhnlich immer die Gläubigen die dann zB bei anderen Themen über liebe etc. reden, wobei dies nur eine eingrenzende, elitäre Liebe sein kann. Zumal das Christentum ja Liebe nur für Mann und Frau als gepachtet ansieht und jegliche andere Beziehungen dieses gut aberkennt und als Sünde definiert, sobald man das eigentliche ich ausleben zu versucht. 

Es tut mir so sehr leid, dass du wohl mit dieser schon hier erwähnten "schlechten Neigung" ( im Grunde liebe, aber das verstehen die Christen ja nicht)  leben musst. Du musst wohl gegen dein eigenes ich, deine Sexualität, deine wahren Emotionen, deinen Körper, dein gesamtes Leben, und gegen dein vielleicht kommendes Glück mit einer dich verstehenden Person, ankämpfen, weil es Sünde ist. Ob das deiner Gesundheit, oder Lebensfreude gut tut, liegt auf einen anderen Blatt...was tut man nicht alles für einen Gott oder?  Eine Zwickmühle, also ein Dilemma, ist nunmal eine Entscheidung zwischen zwei Optionen mit samt negativen und nicht voll zufriedenstellenden Auswirkungen. Du musst halt abwägen und entscheiden, ob die dein Ich, also deine Sexualität mehr bedeutet als dein Gott, mit seinen Referenzen. 

Nun, Menschen die Gott nicht kennen und/oder ihn hassen, können halt nur so reden.

Jesus starb für meine Sünden, aber bitte, lasse mir das Vergnügen, mit Menschen beiderlei Geschlechts hemmungslos Sex zu haben...

Ja, toll, wunderbar?

0

Was möchtest Du wissen?