Bis zu welcher Höhe zahlt der Mieter Kleinreparaturen?

7 Antworten

Ich möchte aber sicher gehen, ob es nun wirklich diese 9 % sind und ob ich das richtig verstanden habe.

das lässt sich so ohne weiteres nicht wirklich beurteilen, da sich die entsprechenden Urteile diverser Gerichte hier unterscheiden.

Ich selbst kenne ältere Urteile, die von einer Höchstgrenze von 7-8 % ausgehen. Aufgrund allgemeiner Preissteigerungen können 9% mittlerweile aber auch angemessen sein.

Generell sollte der Jahreshöchstbetrag aber eine monatliche Kaltmiete nicht übersteigen.

Der Betrag für eine einzelne Reparatur von 100 EUR sollte noch im Rahmen liegen.

Drin steht: Der Mieter hat die Kosten für Kleinreparaturen innerhalb der Mieträume zu tragen.

Wie lautet der genaue Wortlaut der Klausel? So wie Du das geschrieben hast, wäre das unwirksam. Hier müssen die entsprechenden Kleinstreparaturen genau benannt sein. Zusätzlich ist der Verweis nötig, dass dies nur Reparaturen betrifft, die dem unmittelbaren Zugriff des Mieters unterliegen.

Schon das Fehlen dieses Verweises macht die gesamte Klausel unwirksam, so dass Du im Zweifel gar nichts zahlen musst.

Danke schon mal für die Antwort.

Schon das Fehlen dieses Verweises macht die gesamte Klausel unwirksam, so dass Du im Zweifel gar nichts zahlen musst.

Es steht alles genau drin, aber weil ich dazu keine Frage mehr hatte, wollte ich es nicht extra abtippen. Das ist alles so richtig :)

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Das ist gesetzlich nicht geregelt. Grundsätzlich muss der Vermieter für Schäden an der Wohnung aufkommen. Wenn du aber Dinge selber beschädigst, z. B. dich auf dein Waschbecken setzt, sodass es aus der Wand bricht, dann musst du auch dafür aufkommen. Das kann dem Vermieter nicht angelastet werden. 

Viele Vermieter jedoch tendieren dazu, Kleinreparaturen dem Mieter anzulasten. Da sind 100 Euro pro Reparatur und 300 Euro Höchstgrenze wohl üblich. Du musst abwägen, ob dir das die Wohnung wert ist, wenn du solche Extrakosten übernehmen möchtest. Ich würde es nicht tun. Aber um eine Wohnung in München oder Berlin zu bekommen, greifen Mieter schon mal gerne tiefer in die Tasche. Und die Vermieter nutzen das leider aus.

Jeder vernünftige Formularmietvertrag hat eine solche Klausel. Eine Kleinreparaturklausel abzulehnen, bedeutet für jeden Vermieter, dass die Alarmglocken läuten. Der Mieter hat dann nämlich keinen Grund, mit den Bedienteilen an Fenstern in Bädern, Küchen oder an Heizungen einigermaßen sorgsam umzugehen.

Du wirst vermutlich keine Wohnung ohne Akzeptanz einer solchen Klausel bekommen.

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@bwhoch2

Du wirst vermutlich keine Wohnung ohne Akzeptanz einer solchen Klausel bekommen.

Meine Tochter wohnt in einer Wohnung, die diese Klausel nicht hat. Ich halte es auch für fragwürdig, so eine Klausel zu akzeptieren, wenn man beispielsweise in einen Altbau zieht, wo die Wohnung als solches schon in einem abgewohnten Zustand ist. 

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@mistertrollo

Ich halte es auch für fragwürdig, so eine Klausel zu akzeptieren, wenn man beispielsweise in einen Altbau zieht, wo die Wohnung als solches schon in einem abgewohnten Zustand ist. 

Da verstehst Du den Begriff Kleinreparaturen falsch. Der Mieter muß nicht Kosten für jede kleine Reparatur tragen, sondern nur für Teile die seinem häufigen Zugriff unterliegen. Zum Beispiel Tür-, Fenstergriffe oder Rollogurte.

Übrigens müssen Altbauwohnungen nicht grundsätzlich abgewohnt sein. Das kann bei Neubauwohnungen genau so gut der Fall sein.

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Es dürfte bei Neuvermietung sich kaum ein Vermieter finden, der auf die Kleinreparaturklausel verzichtet, er könnte sonst viel Geld verlieren. Der Gesetzgeber hat die Zulässigkeit eindeutig bejaht, allerdings muss das kein V. machen, es ist ihm überlassen.

Die Höhe ist durch geltendes Recht (Rechtsprechung) definiert: Für Einzelreparatur bis 90 EURO, Jahressumme 6% der Jahresnettomiete. Je nach Gericht (AG) schwanken diese Werte. Der BGH orientiert wie oben angeführt. Erhebliche Überschreitungen führen zur Unwirksamkeit der Klausel.

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Deine vertragliche Bestimmung legt ganz klar und eindeutig den Rahmen der Kleinreparaturen fest. Eine Kleinreparatur wird auf € 100 begrenzt. Ansonsten könnten es mehrere Kleinreparaturen bis zum Höchstbetrag von € 300 pro Jahr sein.

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Fehlt es an einer dieser Voraussetzungen oder handelt es sich um eine Neuanschaffung, ist es keine Kleinreparatur mehr und der Wohnraummieter braucht sich nicht an den Kosten zu beteiligen."
Quelle: https://www.anwalt.de/rechtstipps/instandhaltungspflichten-im-rahmen-

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Zum anderen steht in meinem Mietvertrag "Kosten für jeden sachlich abgegrenzten Schaden 100 Euro nicht übersteigen" - bedeuetet das wenn bspw. der Wasserhahn 50 kostet, der Fenstergriff 40 und noch was anderes 30 Euro, und insgesamt 120 alles kostet, ich alles zahlen darf? Dachte wenn 100 Euro überschritten sind, muss der Vermieter alles zahlen? Laut Netz darf der Vermieter die Rechnung nicht aufsplitten und muss demnach für die gesamte Rechnung aufkommen, da diese 100 € übersteigt.

Und es heißt im Vertrag "pro Kalenderjahr 8% der Jahresgrundmiete (laut Netz Kaltmiete - ist das richtig?), höchstens jedoch **614 € nicht überschreitet**"

ich dachte es ist nur eines zulässig und zwar die 8%? 614 € ist ja deutlich höher als meine 8% der Jahresgrundmiete. Mit Kaltmiete gerechnet fast das doppelte. Das sind ja horrende Summen. Die Höchstbegrenzung soll den Mieter vor etwaigen hohen Kosten schützen..

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