Bis zu vielen jahren ändert sich die stimme?

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Hallo! Leben heißt Veränderung. Da die Stimme ein äußerst lebendiges Wesen ist, verändert sie sich auch permanent. Wenn Du müde oder traurig bist, klingt die Stimme sicherlich matt, dumpf, spannungslos - und wenn Du gerade gut drauf bist, voller Energie und Tatendrang, dann klingt auch Deine Stimme sicherlich energetischer, kraftvoller, präsenter. Unabhängig von diesen akuten Schwankungen, denen die Stimme unterliegt, gibt es auch Veränderungen der Stimme im Laufe des Lebens: vom ersten Schrei nach der Geburt bis zu den letzten Tagen auf dem Sterbebett. Die wohl dramatischste stimmliche Veränderung, die Du erlebt hast, war der Stimmbruch - oder besser Stimmwechsel - in der Pubertät. Deine Stimme hat sich von einer hellen und hohen Knabenstimme zu einer dunkleren Männerstimme entwickelt. Auch nach dieser deutlichen und relativ abrupten stimmlichen Veränderung entwickelt sich die Stimme weiter. Ähnlich wie unser Gesicht sich über die Jahre verändert - mit 30 sehen wir etwas anders aus als mit 20 und mit 50 wiederum anders als mit 40 -, so verändert sich auch unsere Stimme. Langsam, fast unmerklich, reift die Stimme. Warum ist das so? Weil Stimme eine Funktion des Körpers ist: Der Körper altert, also altert auch die Stimme. Mit zunehmendem Alter verknöchern beispielsweise allmählich die Knorpel des Kehlkopfs, die Stimme wird insgesamt weniger flexibel, weniger belastbar. Im hohen Alter können Männer einen so genannten "Greisendiskant" entwickeln, eine Stimme, die relativ hoch und dünn klingt. Aber was sage ich das einem 20-Jährigen! Genieße Deine Stimme, das lebendige Wesen in Dir! Liebe Grüße, Frederik.

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