Birgt die Philosophie die Gefahr alles zu Zerdenken?

... komplette Frage anzeigen

20 Antworten

Du verwechselst hier, wie viele, Eis essen mit Eis herstellen.

Die Philosophie hat nichts mit grübeln zu tun. Ein Philosoph regt die Neugier offene Fragen zu beantworten an, deshalb ist sie Grundlage jeder Wissenschaft, aber sie ist keine eigenständige, auch wenn sie Wissenschaftlich (betrachtungsweise der Philosophie), so behandelt wird. Grübeln ist eine Sache der Denker, also derer die sich gerne als Pholosophen betrachten und betrachten lassen, (Schoppenhauer, Kant, Plato, Cicero).

Ein Philosoph grübelt nicht, Grundlage des Philosophen ist Weisheit und dass Wissen, auch und/oder gerade weil der bekannteste Satz lautet, "Ich weiß das ich nichts weiß". Ihr Antrieb ist die Frage nach dem "warum und wieso" in der Natur, nicht im denken.

Jemand der sich über den Tod, das Leben und das Schicksal den Kopf zermartert hat ein psychisches und physisches Problem, er findet keinen anderen Sinn in seinem Leben als wie nach immer neueren Antworten zu suchen, das finden, das erkennen von Antworten ist Philosophie, nicht das auseinandernehmen (wieso und warum), der Antworten.

Schoppenhauer, Kant, Plato, Cicero und wie Sie alle heissen (nach spätestens 4 Seiten lege ich sie beiseite, ich brauche keine Ansichten und Meinungen von philosophierenden, Schwätzern, Bezahlter müßiggang ist Kontraproduktiv.

Ich halte mich an die Antworten der wahren Philosophen, Sokrates, "warum und wieso Antworten suchen" Laotz "warum und wieso Antworten verstehen" und Krishnarmurthi "warum und wieso Antworten erkennen".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Astroprofiler
22.08.2012, 19:34

Danke, für die Auszeichnung. :-)))

0

Grübeln und philosophieren sind zwei verschiedene Dinge. Der Philosoph ist an Lösungen interessiert. Der Grübler am grübeln. Philosophen müssen viel lesen, z.B. was andere Philosophen zu den jeweiligen Themen gedachte haben, wie die aktuellen Ergebnisse von Natur- und Sozialwissenschaft aussehen. Grübler sind sich selbst genug. Ziel der Philosophie ist das Leben, nicht das Denken und schon gar nicht die Überzeugung, dass alles nur im Kopf lösbar sei.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du stößt so auf ein Problem was schon viele kluge Köpfe vor dir hatten. Ja, es kann dazu kommen, dass du schlussendlich alles für sinnlos oder viel zu kompliziert befindest. Du solltest die Balance finden zwischen leben/fallenlassen und nachdenken. So wirst du einen guten Weg finden. Im Endeffekt leben wir um zu leben. Die Würfel fallen wie sie fallen, man sollte deswegen nicht den Mut verlieren...Sei glücklich dass du das Geschenk des Lebens bekommen hast und mach es dir nicht durch Grübelei kaputt :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man kann nichts zerdenken, aber bei dem Vieldenken werden natürlich immer weitere Fragen aufgeworfen, und man rutscht immer tiefer in die Materie, über die man nachdenkt. Versucht man nun abzubrechen, oder mitten drin einfach was stehen zu lassen, kann dies natürlich zu psychischen Störungen führen, weil du nicht zu Ende gedacht hast. Die meisten Probleme entstehen durch ein nicht zu Ende denken. Etwas einfach stehen zu lassen, ist also unterm Strich anstrengender, als weiter zu denken, zumal sich Gedanken nicht einfach abstellen lassen. Den blödesten Satz, den ich je gehört habe, war der: Du denkst zuviel, oder mach doch nicht immer alles so kompliziert. Menschen , die Dir sowas sagen, mit denen lohnt es sich nicht, sich über seine Gedanken zu unterhalten. Irgendwann kommt man mit jeden Gedanken zu Ende, und dann ist es verarbeitet, und nistet sich automatisch dort ein, wo es hingehört - aber nicht, wenn Du versuchst abzubrechen - das hat immer fatale Folgen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du dadurch den Bezug zur Realität verlierst, natürlich. Es wäre eher sinnvoll über gegenwärtige Probleme nachzudenken, wenn vorhanden.

Die einen denken, wie sie ihr Leben hätten leben können. Die anderen leben, wie sie sich ihr Leben hätten denken können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du meinst, man könnte vor lauter Denken das Leben vergessen, so stimme ich dir zu. Wer mitten im Leben steht, muss immer wieder ad hoc Entscheidungen treffen. Natürlich wird er sich bemühen, dabei die Vernunft nicht zu vergessen, aber wenn die Entscheidung getroffen sind, muss er sehen, wohin die Reise geht; er kann im Glück landen, genauso gut kann er aber auch mit leeren Händen dastehen. Diejenigen, die im Leben alles zunächst einmal philosophisch zerdenken wollen, müssen aufpassen, dass sie nicht von vornherein „mit leeren Händen“ dastehen, weil das Leben (z.B. das Glück) an ihnen vorübergezogen ist. Nicht umsonst haben viele große Philosophen bei Frauen nicht gerade das große Los gezogen; manche haben hier überhaupt kein Los gezogen (man denke an Kant, Schopenhauer, Nietzsche). Denn wie sagte doch der Junggeselle Schopenhauer einmal: Die Frauen leben stärker in der Gegenwart (deshalb - meinte er - können sie auch so heiter sein), während der Mann vor allem auch die Vergangenheit und die Zukunft im Blick hat; letzteres tun mit Leidenschaft die Philosophen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Denken und GRÜBELN sind verschiedene Tätigkeiten:

Während Denken irgendwann ein Problem gelöst oder (vorläufig) bei Seite legt hat, geht das Grübeln immerzu weiter und führt oft zu Vermischungen von Gedanken und Gefühlen - und das schafft oft Störungen im Empfinden, in ausgeprägter Form auch abh#ängiges (Sucht)-Verhalten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im normalfall sind die psychischen Probleme schon da, sobald man ALLES "zerdenkt". Einen gewissen Grad des "überdenkens" hat aber jeder Mensch (gerade bei Fragen nach dem Tod oder der Unendlichkeit des Universums etc...), daher sollte man sich da keine Sorgen machen. Bedenklich wird es meist erst, wenn man dieses "zerdenken" auch bei ganz normalen Alltagssituationen anfängt und kaum mehr davon ablassen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Philosophie ist dafür da, alles zu überdenken.

Wer darin eine Gefahr sieht, der sollte sie nicht betreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

solltest du mal wirklich alles zerdacht haben, empfehl ich dir das buch "philosophie des verbotenen wissens - friedrich nietzsche und die schwarzen seiten des denkens", sehr gute sekundärliteratur, die sehr tolle optionen aufzeigt, was lebensverneinendes wissen angeht. aber nicht vorher lesen, falls n paar dinge noch nicht zerteilt sind, könnte es sonst schlimmer machen. klingt theatralisch, is aber so^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, umgekehrt. Probleme führen zum "Zerdenken". Wobei reines Denken selten Probleme lösen kann. Menschen denken über Dinge nach, von denen sie eine Ahnung haben - nicht mehr. Trotzdem ist Denken wichtiger als Handeln, weil es ihm meistens vorausgeht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

JA. Zerdenken ist die Ursache für Probleme. Ein Problem (ein sogenanntes) gibt es nur im Denken. Das wir mit unseren Gedanken identifiziert sind, bringt natürlich psychische "Probleme" mit sich....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

zunächst mal beruhen (glaub ich) beinah alle fundierten wissenschaften auf der tatsache über die in der einzelnen wissenschaften enthalten fragen "nachzudenken", sprich zu philosophieren u sinnieren.

die von dir angesinnten themen sind nur in sofern der gefahr des zerdenkens ausgesetzt alsdass dinge wie schicksal , tod u dgl. nun mal weit weg von den einfach lösbaren fragen stehen. außerdem sind es eher fragen die keiner wirklichen antwort bedarf im sinne von ökologischem nötig sein. solche sind aber wichtig, denn würde der mensch sich nur fragen stellen die mit sicherheit irgendwann beweisbar sind verliert er vllt den sinn seiner selbst- der für jeden wieder anders aussieht und es so keine einheitliche antwort geben kann. zudem sind begriffe wie schicksal perse´nicht beweisbar so wie das Nichts.

sie machen den menschen aber aus u lassen seine sinnsuche sowie die versuche antworten zu finden nicht still stehen.

lies mal hans blumenberg (zutiefst überzeugt von der macht mythischer denkstrukturen) u seine ansicht vom mythos als ordnungskraft durch.

aber ne tolle frage.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zerdenken kann auch auf psychische Probleme hinweisen. Außerdem ist "Philosophie" ein großer Begriff, der oft weit und falsch ausgelegt wird. Wenn du dich damit näher beschäftigst, merkst du, dass du nur an der Oberfläche gekratzt hast, dich dabei aber ständig im Kreis bewegt hast.

Dieses Kreisen ist sinnlos! Finde Antworten und lass sie mal stehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Anna198
21.08.2012, 07:21

Um sich nicht im Kreise zu bewegen, kann man aber auch die gleichen Gedanken mal aus anderer Sicht beleuchten, indem man sich mit Menschen beschäftigt, die vielleicht ein ähnliches Denken haben. Man kann jeden Begriff so oder so auslegen, das meine ich mit von einer anderen Seite beleuchten. Ein psychisches Problem hat man immer damit, wenn man sich von Anderen einreden lässt, dass man selbst zuviel denkt - denn das gibt es gar nicht - es gibt nur Menschen die zu wenig denken, die haben zwar im Augenblick weniger Probleme - aber sie werden immer davon eingeholt, aber dann wissen sie eben nicht, wo diese Probleme herkommen - und dann hat man ein noch viel größeres Problem, weil man sich selbst nicht gut kennt.

0

kommt drauf an. wenn du irgendwann alles so "zerdacht" hast und erkennst, dass z.B. das leben keinen sinn hat, kann das natürlich eine depression begünstigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Manchmal wird gesagt, dass Nietzsche durch das Grübeln verrückt geworden sei.

Denken sollte man, insoweit das Denken einen bestimmten Nutzen hat. Wenn es sich verselbständigt und immer weiter geht, wo es sich zerfasert (es gibt ja immer mehr Wegteilungen, sozusagen), kann es Kopfschmerzen machen, die eben keinen Nutzen mehr haben.

Es ist manchmal auch sinnvioll, sich vor Augen zu halten: die Welt ist eine Schöpfung. Am besten denkt man sich ein überlegenes Wesen wie Gott.

Das Grossartigste, was der menschliche Verstand bei der Erkenntnis dieser Schöpfung bislang geleistet hat, war die Entdeckung der Atombombe.

Die in der Tat in der Lage ist, alle Schöpfung zu zerstören.

Vielleicht ist das in der Tat das Ziel, wo alles Denken anlangt. Aber das ist ja jetzt zerdenkende Grübelei :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von chicarina18
21.08.2012, 01:17

Du lebst in einer verkehrten WELT...Atombombe als das großartigste zu bezeichnen ist einfach nur krank..du bist ein gutes beispiel dafür dass die menschheit ihren verstand verliert.

0

Die Philosophie ist philosophiegefährlich, und das Leben ist lebensgefährlich. Nimm dies als Denkanstoß, wenn Du magst, aber auch als Lebenszeichen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich denke, es ist ein weg um zu sehen, wie begrenzt die gedanken sind. hör auf zu denken und alles ist perfekt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich glaube, das hat nicht soviel mit Philosophie zu tun, als mit deiner psychischen Verfassung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Phi steht mitten im Leben. Nichts ist zu zerdenken. Wer denkt überhaupt?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von beemaya
21.08.2012, 11:09

Cogito ergo sum

0

Was möchtest Du wissen?