Bipolare Störung, was dann?

4 Antworten

Guten Tag NurEineFrageRai,

wie schnell ändert sich denn deine Stimmung? Wie lange dauern die Phasen an? Gibt es auch Tage in denen du dich "neutral" fühlst? Wie gehts dir mit dem Schlaf in den jeweiligen Stimmungen? Kannst du die Hochphasen genießen? Für die Diagnose Bipolare Störung muss man sehr viele Fragen stellen.

Am wichtigsten finde ich die Frage: was verändert sich für dich, wenn du deinen "Symptomen" einen Namen geben kannst? Geht es hier um die Frage ob deine Stimmungsschwankungen und dein Gefühlsleben noch "normal" sind? 

So wie du es schilderst würde ich sagen es hört sich für mich nach durchaus turbulenten Zeiten an, die du gerade durchmachst, wenn du immer wieder reizbar bist, dich manchmal am liebsten umbringen würdest und dich im falschen Körper fühlst. Was belastet dich denn zur Zeit? Und was macht dich dann wiederum so extrem glücklich?

Solltest du wirklich stark unter den Schwankungen leiden könntest du dich für eine Abklärung an einen Psychologen, deinen Hausarzt oder einen Psychiater wenden. Was wäre denn schlimm daran, wenn deine Eltern es erfahren? Hier geht es schließlich um dein Wohlbefinden und deine Gesundheit.

Auf der anderen Seite sind solche Stimmungsschwankungen vor allem in der Adoleszenz sehr häufig und normaler Bestandteil der Entwicklungsaufgaben des Jugendalters. Ich finds super, dass du dich mit deinem Freund so offenherzig austauschen kannst. Vielleicht kannst du auch noch mit anderen Freunden reden und von ihnen erfahren wie es mit ihren Gefühlen so ausschaut - du bist ziemlich sicher nicht alleine. Dieser Austausch kann auch dabei helfen den eigenen Umgang mit Gefühlen zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen

Raphael Duque, Online-Psychologe bei Instahelp                                            (https://instahelp.me/at/?utm_campaign=RaphaelDuque)

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Meine Stimmung bleibt meistens ein paar Tage hintereinander gleich, auch wenn das variiert. Neutrale Tage gibt es durchaus, oft bin ich ein Mittelding oder fühle mich halt.. normal. 

Wegen dem Schlaf ist das ganz interessant, ich hatte schon immer kleine Probleme mit dem Einschlafen, ich brauche meist 20min oder so bis ich wirklich schlafe. Deswegen weiß ich nicht wirklich ob das einfach so bei mir ist oder das jetzt daran liegt dass ich schon immer so eine "Störung" hatte. Als ich etwas jünger war hatte ich eine ähnliche, sehr depressive Phase. Bei den Hochphasen freue ich mich natürlich darüber, allerdings bin ich auf oft verwirrt warum ich denn jetzt so glücklich bin und denke dann meist zu-oft darüber nach.

Ich schlafe nochmal eine Nacht über die Entscheidung mit meinen Eltern, vielen Dank für deine Hilfe.

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Ich verstehe diese Angst vor den Eltern immer nicht, klar sind solche "Störungen" nichts schönes aber wenn du dir ein Bein brichst wartest du ja auch nicht 1 Jahr bis du zum Arzt gehst, wenn du dir Sorgen machst das du so eine Erkrankung haben könntest dann geh zum Arzt! 

Ich kann dir aus Erfahrung sagen, je länger man das geheim hält, sich schön redet oder wartet bis man überhaupt was unternimmt, umso schlimmer kanns werden also lieber direkt Hilfe in Anspruch nehmen. Solche "Probleme" können auch durch Schilddrüsenprobleme hervorgerufen werden, also das auch direkt abklären lassen, ansonsten alles gute. :)

Depressionen sind ernsthafte Gemütserkrankungen. Wenn du jetzt eine ernsthafte Stoffwechsel- oder Hormonstörung hättest, würdest du da auch 1 Jahr warten bevor du zum Arzt gehst? Sicher nicht! Also tu dir selbst diesen Gefallen und mach so bald es geht einen Termin bei einem Psychiater. Die Wartezeiten für einen Gesprächstermin sind lang. Mitunter mehrere Wochen.

Bin ich selbst Schuld an meiner manischen Depression?

Hallo Leute, der Fragetitel ist vielleicht etwas falsch formuliert, aber ich weiß nicht, wie ich es anders formulieren sollte. Und zwar geht es darum, dass ich das Gefühl habe ich hätte eine manische Depression bzw. eine bipolare Störung, oder Zyklothymia. Das äußert sich in extremen Stimmungsschwankungen... Ich bin sonst eigentlich ein sehr trauriger Mensch bzw. es wurden bei mir auch extreme depressive Verstimmungen diagnostiziert, allerdings ist es seit ein paar Monaten total anders und komisch. Ich habe nämlich manchmal total manische Phasen.

Sonst geht es mir meistens total schlecht, ich empfinde mein Leben als sinnlos, bin Antriebslos, weil ich das Gefühl habe ich bin nichts, ich kann nichts, ich darf nichts. Ich habe Suizidgedanken, bin nur noch müde, hab keinen Hunger.

Aber dann ganz plötzlich habe ich Lust auf alles, bin total euphorisch. Ich mache Zukunftspläne und andere Pläne. Habe Lust auf Sport, Reisen, Tattoos, mache Pläne für eine gesunde Ernährung und für die Schule etc.

Und das im ständigen unregelmäßigen Wechsel und meist völlig unabhängig davon, ob etwas schlechtes passiert ist, oder nicht.

Ein mal war ich im Supermarkt, weil ich wieder eine meiner manischen Phasen hatte, wollte einkaufen, weil ich so angetrieben war und dann plötzlich, urplötzlich kriege ich so ein schlechtes Gefühl im Bauch, bin in Tränen ausgebrochen, als hätte ich gerade erfahren, dass jemand gestorben sei.

Ich habe mit meiner Familienhelferin darüber gesprochen, dass mich diese Stimmungsschwankungen total unfähig machen. Wenn dann mitten in einer manischen Phase wieder ein depressiver Schub eintritt, bin ich zu nichts mehr fähig, weil ich einfach nicht mehr will.

Sie sagt, ich sei selbst Schuld, wenn ich meine Depression triumphieren lasse. Sie sagt ich soll trotz dieser Gedanken weiter machen, egal wie lustlos und antriebslos ich bin. Andere mit dieser Krankheit schaffen das ja auch. Ich bin Schuld, wenn ich mich diesen Gedanken hingebe. Medikamente hält sie für eine Flucht, sie sagt, wenn ich Medikation einnehme gebe ich die Verantwortung ab, ich soll lernen selbst damit klar zu kommen.

Ich weiß nur nicht, wie ich das anstellen soll. Ich habe das Gefühl, sie weiß nicht, wie das ist.

Mir geht es in diesen depressiven Phasen so schlecht, dass ich nur noch weinen könnte und nur noch Suizidgedanken habe, ich weiß gar nicht mehr wofür ich das alles überhaupt mache, nichts kann mich da glücklich machen, Dinge die ich normalerweise gerne getan habe, die mich glücklich gemacht haben, schaffen das nicht mehr.

Bin ich selbst Schuld? Was kann ich machen? Einfach trotz negativer Gedanken weiter machen? Wie kann ich lernen mich zu konzentrieren und das abzustellen? Es macht mein Leben kaputt.

War auch schon bei mehreren Therapeuten, sie empfinden Medikation als nicht sinnvoll und sagen auch, ich muss das selbst lernen. Allerdings ist auch keine bipolare Störung diagnostiziert, es ist nur eine Vermutung meinerseits. Bin 17.

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Daraufhin ging ich nochmal zum Arzt. Er meinte, dass Selbsttests nie aussagekräftig sind und bipolare Störungen nicht im Jugendalter auftreten.

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