Bipolare Störung und emotionales Empfinden

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Du schreibst ganz richtig:

Kann absolut nicht einordnen, ob er mich nur dann und wann als Stütze sieht, als eine Person, die ihm in bestimmten Phasen gut tut oder ob er mich auch tatsächlich mag bzw. mehr als das???

Du kannst solche Menschen nicht einordnen!

Du kannst sie wirklich nur so nehmen wie sie sind. Ich hatte eine Freundin mit einer bipolaren Störung, da war emotional alles dabei, wirklich alles.

Ich habe diese Beziehung irgendwann beendet, weil ich merkte, dass es über meine Kräfte ging. Ich bin nicht in der Lage, die ärztliche Unterstützung zu ersetzen und ich habe erfahren müssen, dass Betroffene manchmal noch viel mehr auf die Schnauze fallen müssen, bis sie bereit sind, an sich zu arbeiten.

Therapeutische Behandlung ist das einzige, was ich empfehlen kann

Ist es wirklich so schwierig?!? Ich bin wie gesagt erst seit diesem Monat auf diese Bezeichnung "Bipolare Störung" gestoßen. Habe schon so einiges gesehen und mich in dieversen Foren belesen, aber gerade hierzu keine für mich echten Hinweisen bekommen können. Ich wußte zwar, daß er gravierende Probleme mit Ausbildung/Studium [abgebrochen] und sozialen Kontakten hat, auch von psychischen Problemen ahnte ich, aber hätte nicht dieses Ausmaß angenommen!

Warum kann er so liebenswert sein und mich dann wieder aus dem Nichts heraus in den - 'tschuldigung - Po treten??? Ist es ihm wirklich nicht bewußt? Und wieso hat er denn überhaupt ständig versucht mit mir wieder in Kontakt zu kommen [konkret ab Ende Juni nach 1 1/2 Jahren >> Aussprache von IHM gewünscht]???

Sicher kann ich so schwer verstehen, weil ich sehr viel mehr für ihn empfinde und mich verletzt fühle...

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@niggy

BI-polar = von einem Extrem ins andere fallen. In gewisser Weise ist es wie Schizophrenie. Es ist kein Vorsatz. Es ist nicht berechenbar.

Ganz tief in ihm ist die Sehnsucht nach Harmonie, nach Einheit, sonst hätte er nicht von sich aus versucht, mit dir in Kontakt zu kommen.

Aber es hat nichts mit dir zu tun, dass er dich verletzt. Es sind seine eigenen Verletzunegn, die über dich reflektiert werden. Es ist schwer zu verstehen, weil unsere eigenen Erwartungen immer wieder getreten werden und enttäuscht werden.

Ich konnte das damals nicht aushalten, ich wäre zu Grunde gegangen. Das bedeutet nicht, dass du dich trennen sollst. Aber sei dir einfach klar darüber, dass es immer wieder zu extremen Situationen kommen kann. Kann, nicht muss.

Und wenn du weiter zu ihm stehen willst, würde ich mal schauen, ob es bei euch in der Nähe eine Klinik o.ä. gibt, wo Angehörige sich austauschen können, das erleichtert einfach

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@Raimund1

Vielen Dank, daß du nochmal geantwortet hast!

Ich denke auch, ohne fachmännische Unterstützung läßt sich diese Störung sicherlich wohl kaum bewältigen!

Im Grunde ist es auch eher so, daß ich gerne mit ihm zusammen gewesen wäre und ich mich wohl deswegen auch immer wieder - so wie jetzt neulich eben auch - von seinen lieben/schmeichelnden Worten und seiner mir extrem zugewandten Art hab einlullen lassen?!

Vielleicht war er eben auch nur mal wieder in einer Phase, wo er meine Nähe für sich brauchte?!

Ahja... Muß mich wohl entscheiden, ob ich ihm rein freundschaftlich zur Seite stehen möchte/kann oder mich aus Eugenschutz besser doch rurückziehe...

Danke nochmal!!

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Ich bin gerade in der gleichen Situation. Er hat mich verlassen, weil er mich nicht liebt oder nie geliebt hat wie er sagt.. Er ist gerade in der
Hochphase (Manie) denkt er kann und weiß alles und verletzt mich zu
tiefst mit Aussagen wie das ich ihn nicht mehr anmache oder das ich
nicht die richtige bin usw
usw. ich muss dazu sagen das wir eine sehr Harmonische liebevolle
Beziehung führen doch in der Manie wird er zum echten Arsch und das tut
sehr weh.
Ich kann Dir nur raten, den Kontakt abzubrechen Dich nicht auf seine sms
oder Anrufe oder sonst was zu melden. Versuche Dich auf Dich zu
konzentrieren und tue Dir was gutes. Du musst sehr stark sein, wenn Du
so eine Beziehung führen willst. Ich bin jetzt 18 Monate mit ihm
zusammen und am ENDE meiner Kräfte. Bitte vergiss nicht das der Mann an Deiner Seite krank ist und vieles nicht so meint wie er es sagt aber für
ihn ist es die Wahrheit wenn er sagt er liebt Dich nicht... Lass ihn versuchen zu fühlen das du nicht mehr erreichbar für ihn bist und schau was dabei rauskommt ...... doch vergiss nicht an dein glückzu denken weil das leben einfach zu kurz ist!

Genau das habe ich auch gemacht. Ich bin/war in eine Frau verliebt (gewesen) die m.E. eine bipolare Störung aufweist. Ich habe sie mehr geliebt als alles andere. In der Depression war sie extrem anhänglich, in der Manie das genaue Gegenteil. Selbst in der Manie-Phase hat sie mir gezeigt, wie sehr sie mich liebt. Das ging auch etwa 18 Monate. Nun hat sie Anfang September in ihrer Manie Hochphase jemand anderen kennengelernt. Kannte ihn vielleicht eine Woche, als ich von ihrer besten Freundin erfuhr, dass sie mich (die Dame, in die ich verliebt war), nicht liebt und andere Pläne hat. Für mich kam diese Nachricht extrem überraschend, da sie mir am morgen desselben Tages etwas ganz anderes gezeigt hat und ich nie damit rechnete. Ich fiel in ein tiefes Loch, wo ich mich mittlerweile einigermaßen erholt habe. Denke, dass ich den Liebeskummer von meiner "großen Liebe" überwunden habe. Genau das, was du schriebst, mache ich. Ich bin für sie unerreichbar. Mal schauen, was passiert. Wenn sie wirklich will, kann sie den Kontakt wieder herstellen. Die Sache ist die, dass die Liebe in den sechs Wochen kaum noch vorhanden ist und ich immer daran denken müsste, was vorgefallen ist.

Was mich sehr wunderte, war, dass sie bei mir zeigte, dass sie eine Liebes Phobie hatte und des öfteren einfach verschwand. Auch, wenn es ganz besonders schön war, ich sah sie mehrere Tage nicht. Warum hat sie jetzt einen Freund? Das konnte ich nicht verstehen.

Wie dem auch sei, ich habe auch jemanden kennengelernt. Von Liebe kann ich (noch) nicht sprechen, aber von Symphatie.

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Jeder Mensch ist anders, auch Bipos.

Als Betroffene kann ich Dir nur sagen: Seit über vier Jahren hatte ich keine Phasen mehr. Die Krankheit brach bei mir vor sechs Jahren aus. Die erste Manie war für meinen Freund sicher schlimm. Aber nach zwei Wochen landete ich schon im Krankenhaus und kam dank der Medis schnell runter. Meine beiden letzten Manien endeten auch dank meines Freundes schnell durch Akutmedis. Dank Phasenprohylaxe hatte ich seither keine Manien mehr und auch keine schweren Depris. Aber es gibt leider Betroffene, die kein so großes Glück mit Medis haben und auch zwischen den Phasen sich krank fühlen. Aber generell Bipos die Beziehungsfähigkeit anzusprechen, ist vollkommen falsch. Allerdings kann es zu Kontakten während der Manie kommen, die man im Normalzustand nicht haben würde, weil man unter Umständen mit jedem in die Kiste steigt.

Wenn Dein "Partner" wirklich bipolar ist, kann es zu furchtbaren Dingen kommen wie Selbstmordversuchen und einem Verhalten voller Risiken, Kaufrausch und mehr. Aber du könntest auch eine ganz "normale" Beziehung führen wie ich.

Und schließlich: Es steht noch gar nicht fest, daß er bipolar ist. Mit Laiendiagnosen sollte man sehr, sehr vorsichtig sein.

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