Biologisch unlogische Partnerwahl

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Die Partnerwahl ist immer auch eine individuelle Entscheidung. Auch wenn sich dabei nicht alle durchgehend auf die gleiche Art verhalten, hat allerdings eine bei einem Teil bestehende Tendenz Auswirkung auf die Häufigkeit und statistische Durchschnittswerte. Überwiegend begünstigen Gemeinsamkeiten das Eingehen und Fortführen einer Beziehung.

Bei der ersten Heirat sind die Frauen im Durchschnitt einige Jahre jünger als ihre Männer, in Deutschland etwa 3 Jahre. Bei einer Anzahl von Männern gibt es einen Wunsch nach einer jüngeren Partnerin. Mit steigendem Alter der Männer vergrößert sich diese Tendenz (bei Studien mit Umfragen ist z. B. im Durchschnitt ein Altersunterschied von etwa 6 Jahren genannt worden). Dieser Wunsch wird durch den Grad der Bereitschaft von Frauen gebremst, einen deutlich älteren Mann zu wählen.

Nicht alle Männer haben die gleiche Einstellung, aber in einem erheblichen (statistisch relevanten) Ausmaß ist für sie die äußere Attraktivität der Partnerin wichtig.

Frauen haben wohl keinen geringeren Sinn für Ästhetik, aber für sie ist der Gesamteindruck möglicherweise oft wichtiger und ein nicht mehr so jugendliches Aussehen etwas seltener ein Hinderungsgrund. Häufiger haben Status, Macht und wirtschaftlicher Reichtum eine Bedeutung. Eine Suche nach einem Vaterersatz als psychischer Komplex kommt aber insgesamt nur selten vor.

Sicherheitsbedürfnisse spielen eine Rolle. Solche Frauen erhoffen sich einen reifen, innerlich gefestigten und verlässlichen Partner, bei dem sie sich geborgen fühlen. Vermutlich nehmen sie an, Männer könnten mit mehr Lebenserfahrung oft noch mehr Bindungsfähigkeit, Tiefgang, Verantwortungsgefühl entwickeln, die anfangs bei ihnen schwach ausgeprägt waren (eine dann zurückliegende Lebensphase). Verallgemeinerungen sind dabei wohl nicht zulässig, aber in Einzelfällen könnten sie so etwas tatsächlich erlebt haben.

Bei älteren Männern kann die Bereitschaft größer sein, sich auf eine Familiengründung einzulassen. Frauen haben einen begrenzteren Zeitrahmen, zumindest auf natürliche Weise.

Die genannten biologischen Gründe können eine Verbindung jüngerer Mann - ältere Frau als möglich begründen, aber erweisen nicht alles andere als unlogisch. Ein sexueller Hochpunkt könnte stärker als ein Grund bei erotischen Abenteuer Gewicht haben als bei einer dauerhaften festen Beziehung. Die Lebenserwartung ist vor allem von der Lebensweise abhängig.

Früher war einmal die finanzielle Versorgerrolle der Männer wichtig. Diese konnten sie besser ausfüllen, wenn sie schon eine gewisse Position erreicht hatten. In jüngeren Jahren ist das Statuspotential noch nicht immer so deutlich ersichtlich. Auch wenn sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Verhältnisse geändert haben, können Reste an kulturell geprägten Mustern bleiben, die noch einen Teil der Menschen beeinflussen. Ein sehr großer Altersunterschied wird in der Gesellschaft weniger akzeptiert bzw. begegnet mehr Vorbehalten, aber in der Konstellation jüngerer Mann – ältere Frau ist diese Erscheinung noch stärker als bei der umgekehrten.

Es ist nun mal normalerweise so: Eine jungere Frau kann mehr gesündere Kinder bekommen und ein älterer Mann kann für die Familie mehr Sicherheit garantieren. Natürlich gibt es da Ausnahmen (bei den Männern meine ich), aber im großen und ganzen können Männer ab 30 eine Faminlie besser versorgen als, 18jährige. Währenddessen die frauen mehr gesunde Kinder zur Welt bringen können, wenn sie schon als Teenies damit anfangen. Heutzutage ist es zwar ehr die Ausnahme, dass 16jährige mädchen Kinder bekommen, und es werden meistens nicht mehr all zu viele Kinder in einer Familie gewünscht, aber unsere Instinkte ticken immer noch nach den Steinzeitgesetzen. Genauso, wie unsere Schönheitideale eigentlich hinfällig sind, weil wir diese Merkmale ( wie z.B. lange Haare bei Frauen, muskulöser Körper bei Männern) nicht mehr zum Überleben brauchen. Trotzdem halten wir daran fest.

In einem noch recht jungen Alter, wie es bei mir ist (23) würde ich nie auf die Idee kommen, mir einen jüngeren Mann zu angeln (abgesehen davon, dass ich einen habe, der aber älter ist). Alle jüngeren, die ich kenne, sind mir einfach zu unreif und haben irgendwie andere Lebensziele. Saufen, Kumpels. Keine Ahung. Ist vielleicht ne Verallgemeinerung, aber diesen Eindruck gewinne ich eben eher bei jüngeren Männern. Wieso sollte ich mich also auf so jemanden einlassen?

Aber wenn du vielleicht 10 Jahre älter bist?

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@nitnelav

Na ja, ich bin schon lange mit ihm zusammen, daher hoffe ich, dass das auch in 10 Jahre noch so sein wird. ;) Und dann ist er halt immer noch älter als ich.

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@Annemaus85

Ja, ich will die Beziehung jetzt nicht schlechtreden.=D

Ich meinte eher, wenn du dann nochmal single wärst.

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Mein Kollege (40) macht mich (28) wahnsinnig... was ist das zwischen uns?

Vor ca. einem Jahr wurde ich an einen anderen Standort versetzt - dort arbeitet u.a. "Er". Groß, gut gebaut, sehr attraktiv und natürlich super gebildet und ebenso nett. Wir "shakern" gelegentlich seit ich dort arbeite - mal mehr, mal weniger, all zu oft sehe ich ihn nicht. Mehr als ein bisschen flirten würde ich es nicht nennen, denn (leider) wir sind beide in festen Beziehungen.

Wenn ich ihn längere Zeit nicht sehe, fällt es mir relativ leicht ihn zu vergessen und ich nehme mir jedes Mal vor, zu versuchen, ihn mit anderen, neutralen Augen zusehen. Aber kaum laufen wir uns nach Wochen wieder über den Weg, ist "es" wieder da. Ein Gefühl wie frisch verliebt. Ich hab Schmetterlinge im Bauch und brenne regelrecht in seiner Gegenwart. Er macht es mir durch die Komplimente, die er mir macht, auch nicht unbedingt einfacher und ich weiß, dass ich, wäre er nicht vergeben, genau sein Typ Frau wäre... ich habe mich bisher dezent verhalten. Ich war zwar nett und aufgeschlossen (wie ich eben bin) aber anderen Kollegen ggü. nicht anders. Zumindest habe ich mir alle Mühe gemacht :)

Die Tage nun, hatten wir mal wieder ein paar Stunden zusammen in der Arbeit, bzgl. eines Projekts miteinander zu tun. Haben wieder über Gott und die Welt geplaudert und immer wieder ein bisschen geflirtet. Diesmal hat sich das dann so hochgeschaukelt, dass auch ich mal aus meiner Reserve gekommen bin und ihm "durch die Blume" gesagt habe, dass er mir gefällt und ich ihn gut leiden kann... Oh mann, das klingt nun so, also wäre ich total prüde. Nein, bin ich nicht. Aber wir sind nunmal beide vergeben, das hemmt einen nunmal...

"Unsere" Wege werden sich im Winter leider trennen, denn dann soll/muss ich zurück an meinen alten Standort und dazwischen liegen satte 120km. Ob das für die Zukunft nun gut oder schlecht ist - ich weiß es nicht. Ich weiß im Moment nur, dass mich das echt ein wenig traurig macht, wir haben noch nicht einmal Nummern ausgetauscht.... :(

Wie stell ich es an, dass er begreift, dass auch ich auf ihn stehe ohne gleich aufdringlich zu wirken? Ich bin eigentlich überhaupt kein Typ für oberflächliche Geschichten aber dieser Mann macht mich wahnsinnig... ich träume mittlerweile schon vom besten Sex mit ihm, wache morgens mit dem Gedanken an ihn auf und schlafe mit einem Gedanken an ihn ein.

Besteht denn überhaupt die Hoffnung darauf an ihn heran zu kommen oder flirten Männer grds. dauerhaft mit der hübschen Kollegin? Warum verhält er sich mir ggü. so anders als anderen Frauen/ Kolleginnen (ist super freundlich, lacht viel, shakert, neckt mich)? Ist das nur ein Spiel oder würde er sich tatsächlich auf etwas mit mir einlassen? Wie sind eure Erfahrung bei solchen Geschichten? Möchte ungern nen Korb bekommen...

Puppi

PS: Die Moralaposteln, die mir erzählen möchten ich solle die Finger von ihm lassen, da ich ja in festen Händen wäre, kennen den Mann an meiner Seite und "unsere" Vergangenheit nicht... Danke, dass ihr euch zurück nehmt.

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Dass das, was die Allgemeinheit praktiziert, nicht immer richtig ist, hat die Geschichte doch nun öfters bewiesen. Natürlich bewähren sich gewisse Verhaltensweisen, aber auch das ist an kulturelle, zeitgenössische und geschichtliche Gegebenheiten gebunden. Wir sind immer ganz schnell, was das Bewerten und Beurteilen angeht. Innerhalb von Sek erstellen wir Diagnosen mit entsprechendem "Heilmittel". Alles was auch nur geringfügig von der Norm abweicht, versucht man direkt zu betiteln. Allein unsere Medizinbücher sind übersät mit unzähligen "Störungen". Mit dermaßen allgemeingehaltenen Symptomen, dass eigentlich jeder eine Störung besitzt, wenn er nur will. Und auch wir selbst googeln panisch nach jeder minimalsten Verhaltensanomalie um sicher zu gehen, dass wir auch ja nicht "gestört" oder anders sind und falls doch, dann zumindest mit dem richtigen Titel.

Bei Üübermässigem Stress weine ich, wenn mich etwas berührt und mir danach ist, dann weine ich auch, wenn ich etwas besonders Romantisches oder Trauriges sehe, weine ich ebenfalls, wenn mir danach ist. Und dennoch bin ich überwiegend ein sehr ausgeglichener und fröhlicher Mensch. Ich lebe meine Emotionen aus, wenn ich sauer bin, dann lebe ich es ebenso aus, wie wenn ich glücklich bin. Doch immer wieder merke ich, wie verzweifelt einige versuchen dies zu kategorisieren und zu betiteln. Es in irgendeine "Störungsform" hinzupressen. Wenn ich mal bei Stress weine, dann heißt es sofort "Burnout Syndrom", Depressionen, wenn ich längere Zeit mal glücklich bin, dann "verberge ich meine Gefühle unter einem Scheinlächeln" usw usw... Ich habe das Gefühl, dass viele sich und ihre Mitmenschen in emotionale Quadrate zwängen. Alle Emotionen im Rahmen dieser Quadrate sind erlaubt, aber sobald es etwas hinaus geht, werden direkt mit Diagnosen um sich geworfen. Wie sieht ihr das?

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Hallo,

wieso hat es sich so entwickelt, das Männer und Frauen zusammengehören und nicht mann und mann oder frau und frau???

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Gibt es Länder in denen Poly-Ehen mit Erweiterung auf das gleiche Geschlecht möglich sind?

Oder hat es sie mal gegeben?

Ich meine, dass es in den Ländern möglich sein sollte, dass Männer mehrere Frauen und mehrere Männer (mit oder ohne Begrenzung) heiraten dürfen. Und für Frauen wäre es nicht anders. Sie dürften mehrere Männer wie Frauen heiraten.

Und alle müssten den Nachweis erbringen, dass sie nicht miteinander blutsverwandt sind.

Mögliche Konstellationen sollten also sein:

  • Mann + Frau + Mann
  • Frau + Mann + Frau
  • Frau + (Zahl) Frauen + (Zahl) Männer
  • Mann + (Zahl) Frauen + (Zahl) Männer
  • (heutige Polyehen)
  1. Mann + (Zahl) Frauen
  2. Frau + (Zahl) Männer
  • (Erweiterung)
  1. Mann + (Zahl) Männer
  2. Frau + (Zahl) Frauen
  • ... etc.

Netten Dank an die, die mir mehr darüber sagen können. Und vergesst nicht abzustimmen, ob ihr so etwas in Ordnung finden oder missbilligen würdet.



Danke

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